23.05.2014 18:31 Uhr

Auf fremden Hufen - Geschicklichkeitsreiten

Den Parcours aus sechs Stationen für die Geschicklichkeitsreiter geht Uta Deutschländer, Nationale Koordinatorin im Reiten, mit den Athleten gemeinsam ab und erklärt jedes einzelne Hindernis. So muss der Reiter z.B. an der ersten Station eine auf Reiterhöhe aufgehängte Baseball-Kappe von einem Pfahl abnehmen und ein paar Meter weiter an den nächsten Pfahl hängen.

Reyhan Hasibe Avlar von der Hans-Helmich-Schule auf Pferd Lijandra absolviert den Geschicklichkeitsparcours. (Foto: SOD/Stefan Holtzem)

Reyhan Hasibe Avlar von der Hans-Helmich-Schule auf Pferd Lijandra absolviert den Geschicklichkeitsparcours. (Foto: SOD/Stefan Holtzem)

Für Reiter, die das aus Beweglichkeitsgründen nicht können,  stehen Helfer zur Verfügung. Bei  einer weiteren Station muss nach einem Slalom um einige Hütchen ein enges, aus Stangen auf den Boden gelegtes Labyrinth durchquert werden, ohne dass die Stangen berührt werden.

Luisa Fussy vom Verein für Reittherapie für Behinderte in Werne, sitzt auf dem Rücken von „Nevino“.  Zusammen haben sie den kompletten Parcours einwandfrei bewältigt. Luisa Fussy strahlt. „Fehlerlos geblieben zu sein, ist eine tolle Leistung. Vor allem da „Nevino“ nicht das Pferd ist, mit dem Luisa normalerweise trainiert, sondern ein Leihpferd“, sagt sie. Bei den Special Olympics World Games in Los Angeles 2015 werden den Athleten auch nur Leihpferde zur Verfügung stehen, so dass Luisa geraten wurde, mit fremden Pferden anzutreten. Ihr Trainingspferd würde sie, sofern sie sich qualifiziert, aus Kostengründen nicht mit in die USA nehmen können. Doch das ist Zukunftsmusik. Erst einmal zählt die tadellose Leistung von heute.


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