20.03.2016 13:41 Uhr

SOD Projekt beim Kongress Armut und Gesundheit vorgestellt

Am 21. Kongress Armut und Gesundheit am 17./18. März 2016 in Berlin, der größten regelmäßig stattfindenden Public-Health Veranstaltung in Deutschland, war SOD aktiv beteiligt und stellte u.a. das Projekt "Selbstbestimmt gesünder - Gesundheitsförderung für Menschen mit geistiger Behinderung" vor.

Der Kongress stand unter dem Motto „Gesundheit ist gesetzt!“, das Bezug nimmt auf das am 1. Januar 2016 in Kraft getretene Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland. In insgesamt 116 Veranstaltungen diskutierten ca. 2.300 Teilnehmende über neue Ansätze guter Praxis und über aktuelle Entwicklungen der deutschen sowie internationalen Public Health Landschaft.

Auch unter dem Themenfeld Inklusion tauschten sich an zwei Kongresstagen Akteure aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe in mehreren Fachforen aus.
Im Fachforum "Inklusion - Gesundheit - Bildung - Bedarfe und Wege der Gesundheitsförderung für Menschen mit geistiger Behinderung", mitmoderiert von Dr. Imke Kaschke (SOD), wurden drei Praxisbeispiele vorgestellt, die sich der Herausforderung einer Gesundheitsförderung für Menschen mit geistiger Behinderung stellen.

Ines Olmos, Mitarbeiterin des SOD Gesundheitsprogramm Healthy Athletes®, stellte einen Beitrag zum Thema "Selbstbestimmt gesünder - Gesundheitsförderung für Menschen mit geistiger Behinderung" vor. Als ein Schwerpunkt dieses Fachforums fand dieser Vortrag über das innovative Projekt, das durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird, große Aufmerksamkeit. Insbesondere die Informationen zu den niedrigschwelligen Angeboten mit Materialien in Leichter Sprache wurden mit großem Interesse verfolgt. Die Teilnehmenden tauschten sich in der abschließenden Diskussion sowohl über nationale Regelungen und die UN-Behindertenrechtskonvention aus, als auch über gesundheitspolitische Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderung in der Gesundheitsversorgung und zu bestehenden Barrieren der Gesundheitsdienstleistungen.

Einheitlich wurde gefordert, Prävention und Gesundheitsförderung verstärkt in den Lebenswelten zu verankern, um damit zur gesundheitlichen Chancengleichheit für Menschen mit geistiger Behinderung beizutragen.

Während des gesamten Kongresses konnten neue Kontakte geknüpft und Netzwerke ausgebaut werden. Nicht zuletzt deshalb wird sich das SOD-Gesundheitsprogramm auch im kommenden Jahr an diesem Kongress beteiligen.


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