02.08.2015 17:07 Uhr

Gemeinsam stark: Unified Teams erfolgreich bei den Weltspielen

Besonderes Highlight waren in vielen Sportarten bei den diesjährigen Weltspielen die Unified Wettbewerbe. Die deutsche Delegation stellte in neun Sportarten Unified Teams. Dazu gehörten: Basketball, Bowling, Kanu, Leichtathletik, Fußball, Freiwasserschwimmen, Tennis, Tischtennis und Volleyball.

Auf dem Bild: Sam Perkins, amerikanisches Unified Paar mit Trainer und Benjamin Philipp, Doris Kretzschmar und Leonie Högele. (Foto: Doris Kretzschmar)

Auf dem Bild: Sam Perkins, amerikanisches Unified Paar mit Trainer und Benjamin Philipp, Doris Kretzschmar und Leonie Högele. (Foto: Doris Kretzschmar)

In allen neun Sportarten gewann die deutschen Unified Mannschaften Medaillen. So gab es beispielsweise für die Athletensprecherinnen Sina-Marie Schellenberger und Katrin Kerkau im Tischtennis, für die Brüder Michael und Thomas Wittmann im Tennis und für das Unfied Volleyballteam die Goldmedaille.

Die Unified Mannschaft im Bowling und die zwei Unified Teams im Freiwasserschwimmen wurden mit der Silbermedaille belohnt. Das Tischtennis-Duo Oliver Burbach und Jörg Harder und die Unified-Basketballmannschaft gehörten zu den Bronzemedaillen-Gewinnern.

Dem Athleten Benjamin Philipp und der Unified Partnerin Leonie Högele vom Basketballteam wurde im Rahmen der Weltspiele eine besondere Ehre zuteil. Sie durften zusammen mit einem Unified Paar der amerikanischen Basketballmannschaft an einem Treffen mit dem ehemaligen NBA-Spieler Sam Perkins teilnehmen, bei dem das Unified Konzept vorgestellt wurde. Sie haben dabei ihre Ansichten zum Thema Unified Sport gegenüber Vertretern des amerikanischen Sportministeriums präsentieren.

„Ich spiele in einer Unified-Mannschaft, weil es mir einfach Spaß macht. Niemand wird in unserer Mannschaft anders behandelt, weder ich als Frau noch die Spieler mit geistiger Behinderung. Jeder hat bei uns die gleichen Rechte und Pflichten. Bei mir selbst hat das Spielen in einer Unified Mannschaft meine Berührungsängste gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung abgebaut. Das Unified Programm verkörpert meiner Ansicht nach den Inklusionsgedanken“, sagte Leonie Högele.

„Das Treffen mit Sam Perkins war super und Unified Sport finde ich auch toll. Ich habe sehr viel Spaß in meiner Mannschaft und bin genauso dabei, wie die anderen Spieler ohne Behinderung. Ich hoffe, dass bald noch mehr Athleten in Unified Teams spielen“, so Benjamin Philipp nach dem Treffen.
(js)


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