20.05.2014 15:34 Uhr

„Wie zu Hause, nur besser!“ – die Tischtennisklassifizierung der Nationalen Spiele

In der Leichtathletikhalle im Arena Sportpark fanden am Dienstag die Klassifizierungswettbewerbe im Tischtennis statt.

 Eine tolle Ansicht der Leichtathletikhalle im Arena Sportpark. (Foto: SOD/Andreas Bister)

Eine tolle Ansicht der Tischtennis-Wettbewerbe in der Leichtathletikhalle im Arena Sportpark. (Foto: SOD/Andreas Bister)

Neben Oliver Burbach, einen der "Gesichter der Spiele", tummeln sich noch 426 weitere Athletinnen und Athleten in der Halle. Mit den Trainern und hunderten Freiwilligen haben es die Besucher mitunter schwer, noch einen Platz auf den Tribünen zu finden, vor denen die 40 Tischtennisplatten aufgebaut sind.

Die Stimmung ist gespannt, aber herzlich. Die Klassifizierungsphase des Wettbewerbs  teilt die Sportler in Leistungsgruppen ein, in denen sie ab Donnerstag die Platzierungswettbewerbe bestreiten. Dann  werden auch  zwei Unified-Sportler die Teams, die aus ein bis drei Spielern bestehen, in den einzelnen Kategorien verstärken. Bis dahin wird ausschließlich im Einzel gespielt. Die Wettbewerbsklassen sind nach Geschlecht aufgeteilt, Herren und Damen spielen getrennt, Altersgrenzen gibt es nicht. Die Spieler verabschieden sich mit Handschlag und Komplimenten voneinander, viele kennen sich persönlich; Verlierer oder missmutige Gesichter gibt es hier nicht.

„Bisher hat es mir sehr gut gefallen“, sagt Brigitte Kloster, die sich gerade auf der Tribüne eine Pause gönnt. Sie ist bereits zwei Mal angetreten und freut sich schon auf die nächsten Tage: „Morgen bin ich wieder dran. Ich spiele sehr gerne.“ Die Athletin ist mit ihrer Mannschaft aus dem Kardinal-von-Galen-Haus in Moers angereist ist. Von den 20 Sportlern sind drei Tischtennisspieler, darunter auch Klosters Spielpartner Michael Duerdroth. Die beiden widmen sich gemeinsam ihrer Leidenschaft. Für beide sind die Special Olympics Düsseldorf 2014 ein echter Höhepunkt. „Ich will natürlich gewinnen“, sagt Duerdroth, „aber das Spielen ist das Beste.“ Er kommt gerade von Tisch 23 und freut sich jetzt schon auf die Siegerehrungen am Freitag. Besonders angetan haben es der Mannschaft außerdem ihre orangen Trikots. „Da wird jedem gleich klar, dass wir zusammengehören“, sagt er zufrieden.

Kommentiert wird das Wettbewerbs-Geschehen von der Galerie aus. Trotz einiger kleiner Organisationspannen bleibt die Laune bei Sportlern wie Helfern dabei ungebrochen gut. „Da muss ich gleich mal mit dem Team schimpfen“, ertönt es aus den Lautsprechern, als versehentlich zwei Gruppen auf einmal an die Tischtennisplatten gebeten werden und sich neu sortieren müssen, dann bricht die Moderation lachend ab. Unter der aufmerksamen Leitung der Freiwilligen auf dem Gelände laufen die Wettbewerbe ohne größere Schwierigkeiten ab. In den Pausen zwischen den Runden treffen sich die Helfer und die Athleten auf den Bänken und Wiesen vor der Halle, um gemeinsam die Sonne zu genießen. „Fast wie zu Hause“, sagt Duerdroth dazu, „nur besser.“


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