13.11.2017 16:00 Uhr

Präventionspreis für Projekt „Gesunder Mund“ mit Dr. Kaschke

Das Berliner Projekt „Gesunder Mund“ wurde am 10.11.2017 in Frankfurt am Main mit dem dritten Platz des Präventionspreises „Gruppenprophylaxe interdisziplinär“ der „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland" von der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und CP GABA ausgezeichnet. Das gemeinsame Projekt von der Zahnärztekammer Berlin und vom Berliner Hilfswerk Zahnmedizin e.V. (BHZ) ermöglicht eine zahnmedizinische Gruppenprophylaxe in Wohneinrichtungen für Erwachsene mit Behinderung.

Entgegengenommen wurde die Auszeichnung von Projektinitiatorin und wissenschaftlicher Leiterin Dr. Imke Kaschke, von Dr. Peter Nachtweh, stellvertretender Vorsitzender des BHZ, der für die Organisation verantwortlich ist, sowie von den Zahnärztinnen Erny Grundmann und Heike Prestin. Imke Kaschke, die sich schon in ihrer gesamten beruflichen Laufbahn für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzt, leitet bei Special Olympics Deutschland den Bereich Gesundheit und Medizin.

Für „Gesunder Mund“ sind zurzeit elf zahnmedizinische Teams in 67 Berliner Wohneinrichtungen unterwegs, um die Bewohner vor Ort gemeinsam mit ihren Betreuern für den Erhalt und zur Verbesserung ihrer Mundgesundheit durch Zahnputzübungen, Mundhygieneberatung und Empfehlungen zur regelmäßigen Anwendung von Fluoriden praktisch zu unterstützen. Die Anleitungen zu einer behindertenspezifischen Mundhygiene vor Ort werden durch speziell fortgebildete zahnmedizinische Teams, bestehend aus Zahnärztinnen und Zahnärzten sowie Zahnmedizinischen Fachangestellten, halbjährlich durchgeführt und unabhängig von Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen erbracht.

Dr. Imke Kaschke, wissenschaftliche Leiterin des Projektes „Gesunder Mund“: „Ich freue mich für alle Beteiligten des Berliner Gruppenprophylaxeprojektes – sowohl für die aktiven zahnmedizinischen Teams als auch für teilnehmenden Wohneinrichtungen – sehr über diese Auszeichnung und Anerkennung. Damit wird die Forderung zur konsequenten Fortsetzung zahnmedizinischer Gruppenprophylaxe bei Menschen mit Behinderung jenseits des 18. Lebensjahres erneut in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Und das ist trotz der aktuellen Regelungen für ein zahnmedizinisches Präventionsmanagement (SGB V, §22a) nach wie vor als Basismaßnahme zur Verbesserung der Mundgesundheit der Zielgruppe von großer Bedeutung.“

Quelle: Zahnärztekammer Berlin 

» Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin 


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