19.11.2017 16:48 Uhr

Symposium zum Abschluss des Projekts mit dem DSOM in Köln

Am 17. November 2017 fand zum Abschluss des Projektes das Symposium „Sport inklusiv – gesellschaftlich, wissenschaftlich, politisch“ statt, zu dem knapp 40 Gäste aus Sport, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft zusammenkamen – gemäß dem Motto des inklusiven Ausstellungs- und Aktionsprojektes „Sport inklusiv: Gewinner sind wir alle!“.

In diesem Sinne begrüßte Museums Direktor Dr. Andreas Höfer die Gäste. Special Olympics Deutschland hatte in Verbindung mit dem Museum einen ausgewiesenen Expertenkreis zu einem Gedankenaustausch eingeladen, um „Sport inklusiv“ in gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und politischer Perspektive zu beleuchten.

Als Einstieg in die Thematik dienten drei Impuls-Vorträge zum Thema „Sport inklusiv“ aus politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht durch Dr. Bernd Conrads (SOD), Prof. Dr. Manfred Wegner (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) und Christina Marx (Aktion Mensch).

Die Expertenrunde, die sich aus Prof. Dr. Thomas Abel (Deutsche Sporthochschule Köln), Michaela Engelmeier (Vizepräsidentin Breitensport, Landessportbund Nordrhein-Westfalen), Thomas Gindra (Vizepräsident Sport, SOD), Dr. Gerwin-Lutz Reinink (Abteilung "Sport, Sportstätten und Ehrenamt", Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen), Mark Solomeyer (Vizepräsident & Athletensprecher, SOD) und Dr. Kai Troll (Best Buddies Europe & Afrika, Leitung Entwicklungskomitee International Sport and Cultural Association) zusammensetzte, schloss mit einer Diskussion an. Dabei herrschte bei allen Beteiligten dahingehend Einigkeit, dass ein Bemühen um einen signifikanten und tragfähigen Fortschritt in Richtung einer inklusiven Gesellschaft gerade im Sport einen potentiellen Katalysator zu finden vermag, sofern die entsprechende Bereitschaft und praktische Voraussetzungen gegeben sind oder geschaffen werden.

So verwies etwa Prof. Dr. Thomas Abel auf die Notwendigkeit einer entsprechenden Anpassung der Ausbildung angehender Sportlehrer, um deren Sensibilität und Kompetenz im Blick auf die Herausforderungen und Chancen inklusiven Sports weiter zu stärken. Mark Solomeyer thematisierte die Sicht auf die Vereine, die längst noch nicht flächendeckend die Ressourcen und das Knowhow hätten, um für eine vorbehaltlose Aufnahme von Menschen mit Behinderung in der Lage seien.

Dies bestätigten auch Michaela Engelmeyer sowie Dr. Gerwin-Lutz Reinink und sagten an eben dieser Stelle ihre Unterstützung zu. Dr. Bernhard Conrads verwies auf eine laufende Diskussion innerhalb des Verbandes, die darauf abziele, eigene Vereinsstrukturen aufzubauen, auch um damit eine stärkere Wahrnehmung, Anerkennung und Unterstützung im Kontext der Landschaft des deutschen Sports zu erreichen.

Eben dies ist auch die Intention eines „Appells“, den SOD-Vizepräsidentin Brigitte Lehnert zur Diskussion stellte. Ein Aufruf an die Adresse von Politik, organisiertem Sport, Wirtschaft und Medien, dem man im Sinne der Athletinnen und Athleten, aber auch im Sinne einer humanen, gesunden und aktiven Gesellschaft im Nachgang des Projektes veröffentlichen wird.


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