Hier stand auch Robert Enke

Alexander Sperling von der Lebenshilfe Remscheid ist Borussia-Fan mit Leib und Seele. Natürlich von Gladbach, denn das ist „der geilste Club der Welt“, wie er uns gesagt hat. Er hat seine Fanleidenschaft bereits mit der Muttermilch aufgesogen, denn seine gesamte Familie ist mit dem Gladbachvirus infiziert.

Daher war es im November 2009 ein riesengroßer Schock für Sperling, als er aus dem Fernsehen vom plötzlichen Tod seines Idols Robert Enke erfahren hat. Für ihn war Robert Enke, der von 1996 bis 1999 bei den Fohlen aus Gladbach unter Vertrag war, der Welttorhüter, und nun soll es ihn nicht mehr geben. Er konnte es nicht glauben und war fassungslos.

Natürlich war es damals eine Sebstverständlichkeit und eine Sache der Ehrfurcht vor dem Verstorbenen, zu den Trauerfeierlichkeiten im Stadion von Hannover 96 zu fahren. Tief bewegt und voller Traurigkeit saß Sperling zwischen vielen Tausenden trauernden Fans von Robert Enke. Noch heute ehrt er jedes Jahr für sich selbst den Todestag seines verstorbenen Idols.

Für Sperling war es bei den diesjährigen Special Olympics Hannover 2016 daher das absolute Highlight, ein Spiel mit seiner Mannschaft in dem Stadion austragen zu dürfen, in dem auch Robert Enke einmal seine Erfolge und Niederlagen erlebt hatte. Beim Einlaufen ins Stadion überkam ihn eine richtige Gänsehaut, und er war dankbar für die Gelegenheit, auf der Spielerbank von 96 Platz nehmen zu können.

Wieder und wieder durchlief er den Spielertunnel der HDI-Arena und versuchte so, ein wenig von der 96-Luft zu atmen, die einst auch Robert Enke eingeatmet hatte.

Auf die Frage, was Sperling an Hannover besonders beeindruckt hatte, war seine spontane Antwort: „Dass die Straße vor der  Arena nach Robert Enke benannt worden ist. Das finde ich stark.“

Wolfgang Schalk und Marco Annas

Alexander Sperling ist ein großer Gladbach-Fan. Foto: Marco Annas
Alexander Sperling ist ein großer Gladbach-Fan. Foto: Marco Annas


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