Unsere Schiri-Serie: Pfeifen für Special Olympics, Teil 6

500 Schieds- und Kampfrichter arbeiten diese Woche bei den Special Olympics Hannover 2016. In unserer Serie stellen wir einige von ihnen vor. Dabei erfahren Sie, wie sie zum Sport gekommen sind und ob ihnen die Spiele Spaß machen. Dieses Mal: Wolfgang Schlüter.

Wolfgang Schlüter und Lisa Krause Foto: Andrea Schubert
Wolfgang Schlüter und Lisa Krause Foto: Andrea Schubert

Wolfgang Schlüter aus Hildesheim, ehemaliger Berufssoldat und Rentner

Wie sind Sie Schiedsrichter geworden?

Das ist eine lange Geschichte. Ich bin jetzt seit 35 Jahren Schwimmkampfrichter. Ich war Berufssoldat und musste einen Trainerlehrgang machen. Da gehörte auch der Schwimmkampfrichter dazu. Nach und nach habe ich alle Stufen bis zum Schiedsrichter gemacht, obwohl meine beiden Kinder nie geschwommen sind.

Sind Sie das erste Mal bei Special Olympics?

Nein, diese Veranstaltung ist meine dritte, ich habe im letzten und vorletzten Jahr auch die Niedersächsischen Landesspiele als Schiedsrichter geleitet.

Was ist der Unterschied zwischen Special Olympics und anderen Wettkämpfen?


Bei den – ich sag immer – „Normalos“ ist viel mehr Druck dahinter, es geht alles schneller. Hier muss man Ruhe an den Tag legen. Gerade die Vorläufe sind sehr zeitintensiv. Die ganzen Aufrufe dauern etwas länger und deshalb hängen wir fast immer zeitlich hinterher. In normalen Wettkämpfen wird so viel Druck aufgebaut, dass man meistens eher fertig wird. Denn die Vereine, die die Ausrichter sind, müssen Hallengebühren bezahlen und hier bei den Special Olympics ist die Stadt sehr großzügig.

Was gefällt Ihnen bisher besonders bei den Special Olympics?

Mir gefällt zum einen die Logistik sehr gut, es ist genug zu trinken und zu essen da. Es sind viele nette Menschen hier und es gibt viel mehr Stimmung als bei normalen Wettkämpfen. Was mir auch besonders gut gefällt: Die Sportler und Sportlerinnen, die geehrt werden tragen ihre Medaillen sehr lange. Wenn ich abends nach Hause fahre, sehe ich sie immer noch mit ihren Medaillen und Schleifen herumlaufen. Die „Normalos“ sind oft kaum vom Siegerpodest herunter, schon verschwindet die Medaille in der Tasche und wird nie wieder herausgeholt. Dort wird auch nicht so schön geschunkelt wie hier, hier herrscht einfach Stimmung.

Hier finden Sie den Beitrag zum Anhören.


Andrea Schubert und Lisa Krause



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