15.09.2014 17:10 Uhr

Leichtathletik: Es regnete Bestzeiten bei strahlendem Sonnenschein

Die Leichtathleten stellen das drittgrößte Team der Deutschen Delegation bei den European Summer Games Antwerp 2014. Am zweiten Wettbewerbstag fanden in den Disziplinen Mini Speerwurf, 100- Meter, 400 Meter, 1500 Meter und Weitsprung sowie Standweitsprung Klassifizierungswettbewerbe statt, die die acht Athletinnen und Athleten mit Bravour meisterten.

Alexander Knaub beim Mini Speerwurf mit einer super Weite. Foto: Luca Siermann

Alexander Knaub beim Mini Speerwurf mit einer super Weite. Foto: Luca Siermann

Sarah Ötztas beim Weitsprung. Foto: Luca Siermann

Sarah Ötztas beim Weitsprung. Foto: Luca Siermann

Daniel Sträßer wird vom Publikum motiviert. Foto: Luca Siermann

Daniel Sträßer wird vom Publikum motiviert. Foto: Luca Siermann

Svenja Schwarz und Leencke Rehfeld freuen sich über ihre guten Läufe. Foto: Luca Siermann

Svenja Schwarz und Leencke Rehfeld freuen sich über ihre guten Läufe. Foto: Luca Siermann

 

Ein volles Programm für das Team rund um Headcoach Björn von Borstel. Der gebürtige Hamburger wird von zwei weiteren Trainern unterstützt, Martina Seinhäußer und Maike Rotermund. Wenn der Hamburger zurückblickt zum Beginn seines Enagagement bei Special Olympics, dann denkt er an seinen Bruder: „Ich habe einen Bruder, Lars Michael. Er hat das Down Syndrom. Er hat Ende der 80er Jahre bei dem Sportverin Nettelnburg Allermöhe Leichtathletik getrieben“, sagt der heutige Erzieher im Förderschulbereich.

"... sonst wären wir nur Gäste gewesen“

Sein Bruder hat 1991 bei den Weltspielen von Special Olympics in Mineapolis teilgenommen. Das waren die ersten Spiele mit einer Deutschen Delegation. „Special Olympics wurde sehr kurze vor den Weltspielen gegründet, sonst wären wir dort nur Gäste gewesen“, erinnert sich Björn, der damals Tariner von seinem Bruder war und ihn in die USA begleitet hat. Der damals 18-Jährige ist jetzt 43 Jahre alt und Nationaler Koordinator der Sportart Leichtathletik.

„Seit damals hat sich schon viel verändert. Von Veranstaltung zu Veranstaltung sind die Abläufe besser geworden. Damals sind wir in die USA gefahren und haben gesagt, wir haben Spaß. Jetzt steht der Sport mehr im Vordergrund“, erinnert sich Björn, dessen Team heute bei strahlenden Sonnenschein in sechs Disziplinen antritt, u.a. auch im Minispeerwurf.

Diese Sportart treiben Christoph Brügge (17), Julian Kühl (24) und Alex Knaub (37). Eine noch sehr junge Sportart bei Special Olympics Deutschland. „Ich bin aufgeregt, bin aber gut vorbereitet“, sagt Alexander Knaub kurz vorher beim Warmmachen. Seine Trainerin Maike Rotermund bemerkt: „Alex kommt aus dem Wurfbereich. Ich kenne ihn schon seit zehn Jahren. Wenn es gut läuft, wirft er über 27 Meter.“ Um 12:35 Uhr mittags ging es dann endlich los.

„Alle drei haben ihre Bestleistung geworfen“

Beim Speerwerfen geht es vor allem um Konzentration, Präzision und natürlich Weite. Der Speer darf sich nicht überschlagen und muss mit der Spitze aufkommen. Ansonsten ist der Wurf ungültig. Alle drei deutschen Athleten übertrafen alle Erwartungen vor den Augen des gesamten Teams und den Zuschauern.

„Alle drei haben ihre persönliche Bestleistung geworfen. Julian sogar bei allen drei Würfen", so Björn. Julians Bestwurf lag bei 22,16 Meter, Alex übertraf die 30-Metermarke mit 30,52 Meter und Christoph erreichte sagenhafte 23,88 Meter. Christoph's eigentliche Disziplin ist das Laufen, 400 Meter. Heute Nachmittag lief er 60:01 und winkte sogar in der Zielgerade den Zuschauern zu.

„Das Team ist klasse, es harmoniert“

Das Team Leichtathletik zählt aber mehr Athletinnen und Athleten als die drei Speerwerfer. So holte Svenja Schwarz (24) über 1.500 Meter mit einer halbe Minute Vorsprung den ersten Platz mit einer sehr guten Zeit von 5:47:58 Minuten. „Svenja hat mich total beeindruckt. Wie locker sie diesen Lauf gemacht hat. Jeder bringt hier seine Bestleistung. Das Team ist toll. Hier unterstützt jeden den anderen. Das Team ist klasse, es harmoniert,“ zeigt sich Coach Maike Rotermund begeistert.

Christoph, der leidenschaftlich Fußball Manager spielt, lobt Svenja: „Heute lief es sehr gut für Svenja. Sie hat alles gegeben. Wir haben sie richtig angefeuert. Ich hoff, dass sie glücklich ist.“ Ihre Antwort: „Ein super Gefühl!“

Heute ist jeder glücklich im Team Leichtathletik, auch die Athletinnen und Athleten in den anderen Teildisziplinen. Morgen sind nochmals Klassifierungswettbewerbe und am Mittwoch starten die Finals in Den Uyt.

Wir berichten täglich mit Tageszusammenfassungen der Deutschen Delegation von den Special Olympics European Summer Games Antwerp 2014, auch mit Hintergrundberichten und über eine tägliche Fokussportart.

Bitte schauen Sie auch in die Fotogalerien. Diese werden täglich mit neuen Fotos rund um die Spiele ergänzt.

Zudem gibt es auf dem Online-Treffpunkt einen Blog zu den Special Olympics European Summer Games Antwerp 2014, in dem täglich Athletinnen und Athleten sowie Delegationsmitglieder über Ihre Erlebnisse berichten.

Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Facebook-Seite von Special Olympics Deutschland sowie auf den SOD-YouTube-Kanal.

 

Berichterstattung (englisch) von Special Olympics Europe/Eurasia (SOEE)

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