10.04.2018 12:57 Uhr

Turnverband Mittelrhein und Special Olympics stehen für Bewegungsförderung für alle Kinder

Special Olympics Rheinland-Pfalz gibt Übungsleitern des Turnverbandes Mittelrhein Hilfestellung zum Einstieg in eine inklusive und integrative Kinderturn - Übungsstunde bzw. Turngesellschaft.

Für die Teilnehmer der Übungsleiter-Ausbildung Kinderturnen beim TV Mittelrhein stand in diesem Jahr erstmals das Thema "Inklusion" mit auf dem Programm. (Foto: TVM)

Erstmalig hat der TVM nun im Rahmen seiner Kinderturnoffensive mit Hilfe von Special Olympics, der Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung in Rheinland-Pfalz das Thema Inklusion in seine Übungsleiter-Ausbildung Kinderturnen integriert.

Hintergrund, Menschen ohne Behinderung haben oft Barrieren im Kopf, die den Umgang mit Menschen mit Behinderung erschweren. Aber die Chancen, die mit der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Sport einhergehen, sind unbestritten.

Sportliche Aktivität trägt zur Steigerung des körperlichen sowie psychischen Wohlbefindens bei. Sowohl die motorische als auch die kognitive Leistungsfähigkeit wird durch Bewegungsaktivitäten geschult und gefördert, was wiederum im Alltag dem Aktivitätsspektrum, der Autonomie und damit der sozialen Integration von Menschen mit Behinderung zugute kommt.

Ihr Vertrauen in die eigene Kompetenz, den Alltag durch gesteigerte Mobilität selbstständig gestalten zu können, erhöht ihr Selbstkonzept und damit ihre allgemeine Lebensqualität. Und gerade der Sport kann zeigen, wie Menschen mit und ohne Behinderung relativ unkompliziert und vor allem in einer gegenseitig profitablen Art und Weise zusammenwirken können.

Dies veranschaulichten Michael Bergweiler, der Geschäftsführer von Special Olympics und Melanie Brumm Mitarbeiterin bei Special Olympics bei der Übungsleiter-Ausbildung Kinderturnen des TVM anschaulich. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der TVM-Kinderturn-Ausbildung wurde vermittelt, dass Kinder mit Behinderung gelernt haben mit ihrer Beeinträchtigung zu leben und sich selbst am besten Anweisungen geben können, wie Ihnen geholfen werden kann.

Es sollte immer ein Gespräch über die gemeinsame Gestaltung der Turnstunde geführt werden, um die Art und den Umfang der Unterstützung zu eruieren, Wünsche und Bedürfnisse zu erfragen und um eine gemeinsame Kommunikations-und Sprachebene zu finden. Bei der Planung einer inklusiven Turnstunde ist es außerdem wichtig, auf Barrierefreiheit zu achten. Für alle Kinder soll der Weg zur Turnstunde machbar und ohne fremde Hilfe zugänglich sein.

Gemeinsam möchten die beiden Verbände zudem in diesem Jahr im Rahmen des Kinderturn-Sonntags ein Kooperationsprojekt starten, den „TVM-Kinderturn-Sonntag inklusiv“.

Alle Kinder mit oder ohne Handicap sollen die Möglichkeit haben, viele Erfahrungen im Bereich Kinderturnen zu sammeln, den Umgang mit ihrem Körper kennen zu lernen und vor allem Spaß an der Bewegung zu entwickeln. Im Umgang mit dem Thema „Kinderturnen inklusiv“ kommen den meisten Menschen viele Fragen auf: „Wie gestalte ich eine Kinderturnstunde inklusiv?“, „Wie kann ich jedem gerecht werden?“, „Worauf muss ich bei der Einbindung von behinderten Kindern speziell achten?“ und viele mehr.

Der Turnverband Mittelrhein und Special Olympics setzen sich dafür ein, dass gemeinsames Kinderturnen für Kinder mit und ohne Behinderung zur Normalität wird.

 

(Text & Foto: Turnverband Mittelrhein e.V.)

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Wilfried Kootz Vizepräsident Medien


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