Ehrenamtler vorgestellt:

Die „gute Seele“ vom deutschen Team: Delegationsbegleiter Rudi Kogler

Die „helfenden Hände“ der Delegation sind bei den Weltspielen immer die  Delegationsbegleiter. Sechs Delegationsbegleiter unterstützten das Team Gemany in Österreich bei organisatorischen Fragen oder Besorgungen und natürlich als Fans. Einer von ihnen ist Rudi Kogler. Der  58-jährige Grazer hat das deutsche Team bei den Pre Games schon betreut und  erzählt im Interview, weshalb er unbedingt wieder Betreuer der Deutschen Delegation sein wollte.

Delegationsbegleiter Rudi Kogler begrüßt die Deutsche Delegation in Österreich und überreicht jedem ein Lebkuchenherz. (Foto: SOD/Jörg Brüggemann OSTKREUZ)
Delegationsbegleiter Rudi Kogler begrüßt die Deutsche Delegation in Österreich und überreicht jedem ein Lebkuchenherz. (Foto: SOD/Jörg Brüggemann OSTKREUZ)

Wie sind Sie zu Special Olympics gekommen?

Ich bin bereits bei den Pre Games 2015 in gleicher Funktion dabei gewesen und das war mein erstes Kontakt.

Was sind ihre Aufgaben hier bei den Weltspielen?

Ich bin der Delegationsbegleiter der Deutschen Mannschaft. Ich bin das Bindeglied zwischen der Mannschaft und dem Delegationsservice. Ich versuche in jeglicher Art und Weise den Aufenthalt der deutschen Mannschaft so problemlos und schön wie möglich zu gestalten.

Was war Ihre Motivation? Warum wollten Sie sich für Special Olympics engagieren?

Ich werde bald in Pension gehen und habe nach einer aktiven und sinnvollen Beschäftigung im sozialen Bereich gesucht. Ich möchte mich gerne weiterhin ehrenamtlich engagieren und habe deswegen nach einer Gelegenheit dafür mit Blick auf die Pensionierung gesucht. Die Verbindung zu Special Olympics war ein Geistesblitz. Dadurch dass ich zwei Menschen mit Behinderung in meinem Verwandtenkreis habe, war es naheliegend in diesem Bereich zukünftig im Ehrenamt tätig zu sein. Das konnte ich bei den Pre Games gut austesten.

Wie nehmen Sie das deutsche Team wahr? Gibt es vielleicht etwas Besonderes?

Es gibt schon etwas Besonderes. Ich habe durch  die gemeinsame Sprache die Chance schnell und einfach in Kontakt mit den Athleten zukommen und mit ihnen kommunizieren zu können. Das Glück haben nicht alle Delegationsbegleiter. Das macht für mich auch die große Freude aus. Durch die vermehrte Kommunikation ist es möglich eine gewissen Basis und Beziehung aufzubauen. Daher war es ein Glücksgriff die deutsche Mannschaft schon bei den Pre Games und jetzt auch wieder betreuen zu dürfen. Ich habe mich aktiv dafür ausgesprochen jetzt wieder dem deutschen Team zugeteilt zu werden.

Die deutsche Mannschaft ist Publikumsliebling. Sie wird von allen gemocht, geliebt und geschätzt. Sie ist sehr offen und freundlich. Das macht mir meine Arbeit leicht und macht mich auch stolz, ein kleiner Teil dieser Mannschaft zu sein. Die deutsche Mannschaft ist ein Sympathieträger.

Was macht Ihnen am meisten Spaß?

Das gemeinsame Freuen und Jubeln mit den Athleten. Aber auch die Zusammenarbeit mit der der Delegationsleitung mache ich gerne. Wir wollen gemeinsam ein gutes Gelingen bewirken und das löst ein Zufriedenheitsgefühl aus. Mit den Athleten bekommt man ein Glücksgefühl.

Sie kommen aus Graz. Was bedeutet es Ihnen, dass die Weltspiele hier in Graz stattfinden?

Es bedeutet mir ganz, ganz viel. Es ist eine Ehre für uns, dass wir diese Veranstaltung ausrichten dürfen. Von den Teilnehmern her ist die Veranstaltung größer als die Olympischen Winterspiele und das macht mich stolz. Es wird sicher auch zum Inklusionsprozess beitragen. Wir haben einen guten Standard in Österreich, aber die Spiele geben dem noch einen zusätzlichen Kick.

Haben Sie ein Highlight dieser Weltspiele?

Das ist schwierig. Die Spiele sind ein einziges Highlight!

Was wollen Sie weiterhin für Special Olympics machen?

Ich werde mich auf nationaler Ebene weiter engagieren und möchte auch gerne bei Veranstaltungen in Deutschland mithelfen.


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