Ehrenamtler vorgestellt: Christoph Scheuerer, Nationaler Koordinator Ski Alpin

Christoph Scheuerer (49) ist Nationaler Koordinator der Wintersportart Ski Alpin und seit neunzehn Jahren bei SOD aktiv. Der Sonderschullehrer wird auch bei den Special Olympics Inzell 2015 die Sportart Ski Alpin koordinieren, bei der insgesamt 257 Athletinnen und Athleten antreten. Von Beruf ist er Sonderschullehrer, neben seinem Special Olympics Engagement auch Trainer und begeisterter Winter- und Sommersportler.

(Foto: privat)
(Foto: privat)

Alles begann 1994/95 in Unterfranken während des Studiums. „Ich bin zu SOD gekommen über die damalige Zentrale in Würzburg, über die die Leiterin des Aufbaustudiengangs Sport und Gesundheit“, so Scheuerer. Mittlerweile sind fast zwanzig Jahre vergangen und Christoph Scheuerer ist Nationaler Koordinator. „Special Olympics hat einen ganz besonderen Flair, die Emotionen, die Lebensfreude sind  schon sehr besonders“, beschreibt Scheuerer seine Motivation für sein Engagement.

„Auch Menschen mit Behinderung müssen lernen, mit Niederlagen umzugehen und ich helfe ihnen dabei.“

Er hat schon viele besondere Momente bei SOD erlebt, insbesondere die Siegerehrungen bei seinen bisherigen fünf Weltspielteilnahmen. „Die Siegerehrungen sind toll, im positiven und negativen Sinne. Auch Menschen mit Behinderung müssen lernen, mit Niederlagen umzugehen und ich helfe ihnen dabei. Eine Athletin im Ski Alpin beispielsweise hat zwei Goldmedaillen gewonnen, wurde aber dann Vierte,  war sehr wütend und hat ihre Teilnehmerschleife zerrissen“, erzählt er rückblickend.

Christoph Scheuerer kann seine berufliche Tätigkeit mit seiner Funktion als Nationaler Koordinator gut verbinden. „ Es gibt Synergieeffekte. Ich bin zwar als Sonderschullehrer in einem anderen Bereich tätig, habe aber auch die Arbeit mit Menschen mit Behinderung studiert“, so der leidenschaftliche Wintersportler. Zusätzlich ist er Ski Alpin Trainer für Kinder und Jugendliche in Nesselwang im Allgäu.

Abschalten kann er draußen in der Natur und Kraft tanken für seine vielseitigen Tätigkeiten. „Draußen zu sein in den Bergen fasziniert mich schon sehr lange. Ich war früher beim Deutschen Skiverband (DSV) und habe in der Schweiz und in Frankreich Hochalpintouren bis zu 4.000 Meter gemacht.“ Mittlerweile sind seine Touren weniger risikobehaftet. Im Sommer fährt er gerne Kajak und geht segeln.

„Der Vorbereitungsstand ist sehr unterschiedlich, aber insgesamt gut“

In wenigen Wochen starten die Special Olympics Inzell 2015. Im Ski Alpin sind 257 Athletinnen und Athleten im Alter zwischen 12 und 50 Jahren mit dabei. Vor zwei Wochen gab es ein zweitägiges Vorbereitungsseminar im Allgäu, an denen Athleten, Betreuer und Trainer teilnahmen. „Der Vorbereitungsstand ist sehr unterschiedlich aber insgesamt gut. Dennoch ist die Kondition eine große Herausforderung. Wir wollen für die Weltwinterspiele 2017 in Österreich Konditionstests einführen“, so Scheuerer.

Im Ski Alpin wird es bei den Nationalen Winterspielen drei verschiedene Levels geben und ungefähr 35 Leistungsgruppen. „Anfänger im Ski Alpin fahren 8 - 10 Tore bei einer Strecke von ca. 100 Meter. Beim mittleren Level wird die Strecke 250 Meter und 20 Tore betragen. Fortgeschrittene Ski Alpin Strecken sind zwischen 400- und 500 Metern und haben 30 - 35 Tore“, erklärt der Nationale Koordinator Ski Alpin.

„Es ist sehr familiär, es hat etwas von einem Klassentreffen“

Christoph Scheuerer  kennt fast alle Athletinnen und Athleten, ungefähr Prozent aller Teilnehmer. „Es ist sehr familiär, es hat etwas von einem Klassentreffen“, beschreibt er die Atmosphäre bei den Spielen. Er ist insgesamt mit der Entwicklung von der Sportart Ski Alpin zufrieden. „Wir sind relativ weit entwickelt, das Thema Unified Sports® im Ski Alpin steht auf der Agenda für die Weltwinterspiele in Österreich. Auch Ski Cross, d.h. vier Athleten fahren gegeneinander, haben wir eingeführt“, so Scheuerer. Für die Nationalen Spiele in Inzell wünscht er allen Athleten auf jeden Fall Spaß, Freude und Verletzungsfreiheit. „Und vor allem Schnee“, denn das ist ja nicht selbstverständlich.

Stand: Januar 2015


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