Sabine Jördens

Sabine Jördens arbeitet in einem Heim mit dem Erziehungsschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“ in Urft. Für ihre „Jungs“ sind Special Olympics und Sportler mit geistiger Behinderung keine Fremdwörter mehr. Bei der Open Water Veranstaltung im letzten Jahr waren vier Jungen bereit mit den von ihr betreuten SO-Schwimmern gemeinsam an den Start zu gehen. „Es war sehr schön, wie nett und respektvoll alle miteinander umgegangen sind. Ich glaube das Inklusion gelebt werden muss um gut wirksam sein zu können. Es bedarf nicht vieler Worte, Begegnungen reichen oft aus.“ so Sabine Jördens.

Zu ihren Hobbys zählt für den begeisterten Motorsportfan neben dem Schwimmen natürlich das Motorradfahren.

Wie sie zu Special Olympics Deutschland kam, erzählt sie hier:


Bei einem Spielfest von Special Olympics Rheinland Pfalz in Prüm begegnete ich 2006 Sabine Geister (jetzt Schmitz). Wir kamen ins Gespräch, der Funke sprang augenblicklich über und meine Neugier auf SO war geweckt.

Zum damaligen Zeitpunkt betreute ich eine Schulschwimmmannschaft im St. Laurentius Förderzentrum in Daun. Außerdem war ich in der Schule für Sport verantwortlich und organisierte schon ein paar Jahre den Regionalentscheid Leichtathletik für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung. Diese Aufgabe hat mir sehr viel Spaß gemacht, es waren immer sehr besondere Wettbewerbe mit sehr besonderen Kindern und Jugendlichen die Freude, Spaß, Ehrlichkeit und enormen Ehrgeiz zeigten. Emotionen pur und für mich ein schönes wirksames Empfinden.

Als in Rheinland-Pfalz ein Koordinator für Schwimmen gesucht wurde musste ich nicht lange überlegen. Diese Aufgabe traute ich mir zu und wollte ich übernehmen. So hatte ich die Möglichkeit, bei den regionalen Spielen die Schwimmwettbewerbe zu koordinieren. Ich weiß noch genau wie aufgeregt ich jedes Mal war bevor die Sportler ihre Trainer und Angehörigen in der Wettkampfstätte ankamen und wie schnell dieses Gefühl bei den ersten Hallo´s, den ersten Lächeln und freudigen Worten verging und ich mich wie in einer großen freundlichen Familie fühlte und alles gab, damit jeder zufrieden eine schöne Zeit erleben konnte.

Ein unglaubliches Gefühl welches man nur schwer beschreiben kann, ohne es selbst erlebt zu haben.

Die ersten nationalen Spiele 2008 in Karlsruhe begleitete ich als Delegationsleiter der Förderschule Daun und Trainer unserer Schulschwimmmannschaft, auch hier die gleiche schöne Atmosphäre, auch hier ein Wahnsinnserlebnis.

Später gab es dann die Schwimmmannschaft der Lebenshilfe Prüm. Da ich meinen Arbeitsplatz wechselte, aber unbedingt weiter Trainer sein wollte, hatte ich die Möglichkeit eine Gruppe mit neun fantastischen Schwimmern regelmäßig zu trainieren und gemeinsam mit ihnen viele Wettbewerbe zu besuchen. Es war eine schöne Arbeit und auch hier fühlte ich mich sehr wirksam und sehr wohl.

Auch die Arbeit in der Arbeitsgruppe Schwimmen National unter Leitung von Peter Wilke, zusammen mit guten motivierten Menschen, macht mir seit 2007 viel Spaß, ich finde sie sehr wichtig um die Wirksamkeit von Sport/Schwimmen weiter voran zu bringen.

Besonders gerne erinnere ich mich an Siegerehrungen, die ich auf Grund meiner Tätigkeit als Landeskoordinator für die Sportart Schwimmen machen konnte. Einmal hat mich eine große kräftige Schwimmerin, die eine Goldmedaille gewann bei der Umarmung zur Belustigung aller Zuschauer einen halben Meter hochgehoben.
Die Eröffnungsveranstaltungen vor allem bei Nationalen Spielen sind immer Gänsehaut pur. Diese intensiven Emotionen sind einfach überwältigend.

Seit Januar 2013 trainiere ich eine Schwimmmannschaft von sechs Schwimmern beim DLRG Jünkerath. Hier war die Idee von Inklusion das treibende Element. Dies funktioniert sehr gut. Wir trainieren mit nicht behinderten Schwimmern, für ein gutes Miteinander, für zukünftige Wettkämpfe, für gegenseitige Akzeptanz und Respekt.

Open Water Veranstaltungen organisiere ich seit 2010, die Beteiligung stieg von anfänglich acht Schwimmern im Laufe der Jahre auf fast 3dreißig Schwimmer.

Mein großer Respekt gilt all den super motivierten und sehr ehrgeizigen Athleten die eine Distanz von 1.500m in einem See schwimmen können und natürlich auch ihren Trainern, die diese zu solch großartigen Leistungen bringen.

All das ist für mich Motivation genug um weiter als Trainer tätig zu sein, um einen großartigen Verein, Special Olympics Deutschland, zu unterstützen.
Ich freue mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen der Menschen die für Special Olympics Deutschland arbeiten.

Ich bin und bleibe ein treuer Anhänger, es macht mir sehr viel Spaß durch diese Arbeit interessante Begegnungen mit gleichgesinnten Menschen aus aller Welt zu erleben.

Stand: August 2013


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