Wolfgang Janko, Nationaler Koordinator Judo

„Es ist der Moment, besonders nach Wettbewerben, wenn ich den Sportlern so etwas wie Glück ansehe“, beschreibt Wolfgang Janko die besonderen Momente seines ehrenamtlichen Engagements bei Special Olympics Deutschland. Seit den Nationalen Spielen in Frankfurt 2002 ist der 61-Jährige Nationaler Koordinator von mittlerweile rund 1.000 Judoka. Im Judo für Menschen mit einer Behinderung ist er schon weitaus länger aktiv, seit der Entstehung des „Judo der Behinderten“ in den siebziger Jahren.

Wolfgang Janko (Foto: SOD/Andreas Endermann)
Wolfgang Janko (Foto: SOD/Andreas Endermann)

Neben seinem Ehrenamt ist er seit dreizehn Jahren Leiter einer Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung in Duisburg. Beide Tätigkeiten lassen sich gut verbinden. „Ein solches Engagement ist nicht nur eine Belastung, es gibt einen auch sehr viel“, so Janko, der zusätzlich auch noch beim Nordrhein-westfälischen Judo- und Behindertensportverband tätig ist.

Vor wenigen Tagen ist er aus Belgien zurückgekehrt. Dort fanden die Europäischen Sommerspiel e von Special Olympics statt. Mit dabei waren auch drei Judoka, und das äußerst erfolgreich. Einen kompletten Medaillensatz gewannen die drei Judo-Athletinnen in Antwerpen. Denkt man doch eigentlich beim Judo direkt an (Wett-)kämpfe, so steht für den Nationalen Koordinator ein ganz anderer Reiz, ein anderes Ziel im Mittelpunkt des Sports. „Aus einem Kampfsport ein Bewegungsangebot für Menschen mit einer Behinderung machen, bei dem das soziale Lernen im Vordergrund steht“, beschreibt Janko das Ziel.
Wettbewerbe sind das letzte Glied in einer Reihe von Lernprozessen. Der Kern des Sports ist das Miteinander und die Athletinnen und Athleten lernen aufeinander zu achten.
Special Olympics nennt er eine „außerordentliche Sportbewegung, die es schafft, Menschen mit einer geistigen Behinderung in ihren Mittelpunkt zu stellen.“ Er opfert gerne seinen Urlaub, um den Athletinnen und Athleten ein tolles Event zu ermöglichen.

Trotz seines Engagements findet Wolfgang Janko Zeit um sich zu erholen, fährt viermal im Jahr in den Urlaub und macht gerne Wochenendtrips. „Das ist für mich totale Entspannung. Zudem schaffe ich es, mich voll auf die momentane Arbeit zu konzentrieren“, erzählt er. Sport treibt er immer, übt auch sonst alle Sportarten aus. Die Bedeutung des Sports für sein Leben drückt er mit den Worten von Erich Kästner aus: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Das lässt sich nahtlos übertragen auf sein großes Engagement für Special Olympics Deutschland.


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