LWB - Lichtenberger Werkstatt für Behinderte gemeinnützige GmbH

Die LWB gGmbH ist eine von 17 Werkstätten für behinderte Menschen in Berlin. Alleingesellschafter der Werkstatt ist die Stiftung Rehabilitationszentrum Berlin Ost.

Die LWB gGmbH realisiert gegenwärtig für 630 Menschen mit Behinderungen berufliche Bildung sowie die Teilhabe am Arbeitsleben innerhalb und außerhalb der Werkstatt.
Seit mehr als 25 Jahren sind die Werkstatt und ihre Vorgängereinrichtungen im Bezirk Lichtenberg ansässig und können sich auf ausgezeichnete Arbeits-, Betreuungs- und Freizeitbedingungen stützen.
Mit den Produktions-und Dienstleistungen ist die LWB gGmbH nicht nur ein anerkannter, wirtschaftlich erfolgreicher Partner von Industrie und Behörden in Berlin, sondern leistet auch einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben.
Integraler Bestandteil der allseitigen Förderung sind begleitende Maßnahmen, die der Persönlichkeitsentwicklung dienen. Als national und international erfolgreiches Mitglied von Special Olympics Deutschland nimmt der Sport in der LWB gGmbH dabei einen zentralen Platz ein.

Die LWB gGmbH entstand im Februar 1990 aus den Rehabilitationspädagogischen Tagesstätten für junge Erwachsene in Lichtenberg. Im Januar 1994 wurde sie zu einer gemeinnützigen gGmbH umgewandelt und ist eine anerkannte „Werkstatt für Behinderte“ der Bundesanstalt für Arbeit. Mit den Neubauten der Werkstattgebäude in der Wotanstraße 1995 und der Bornitzstraße 63-65 in 2009 entstanden hervorragende Arbeitsbedingungen, die eine zeitgemäße Teilnahme am Arbeitsleben ermöglichen.

Mit der kontinuierlichen Entwicklung der Werkstatt erweiterte sich stetig die Kapazität. Während 1990 ca. 120 behinderte Menschen einen Platz hatten, finden heute ca. 630 Beschäftigte Arbeit, berufliche Bildung, Betreuung und Förderung. Rehabilitationspädagogisch und technisch versiertes Fachpersonal – insgesamt über 140 Mitarbeiter – unterweist die Beschäftigten in der täglichen Ausführung ihrer Arbeiten und trägt die Verantwortung für Qualität und Termintreue.

Das Produktionsprofil hat sich seit der Gründung ständig verändert, erweitert und dem allgemeinen Arbeitsmarkt angepasst. Die LWB gGmbH muss sich auf dem freien Markt wie jedes andere Unternehmen um Aufträge bemühen und stellt sich den Anforderungen und Kundenwünschen. Die erzielten Erlöse werden zu mehr als 70 Prozent als Arbeitsentgelte an die Beschäftigten ausgezahlt. Aufgrund ihres arbeitnehmerähnlichen Vertragsverhältnisses mit der Werkstatt sind sie zugleich renten- und krankenversichert.

Arbeits- und Leistungsangebote:

1. Wäscherei / Näherei
2. Montieren von Lampen und elektronischen Bauelementen
3. Vernichten von Dokumenten und anderen Datenträgern
4. Kreativbereich
5. Verwaltung / Öffentlichkeitsarbeit
6. Recycling von elektrischen und elektronischen Geräten
7. Garten- und Landschaftspflege
8. Kochtätigkeit in der Versorgungsküche
9. Sortieren / Verpacken / Montage
10. Prüfung und Weiterverarbeitung von Gummiformteilen für die Autoindustrie
11. Haushandwerkertätigkeiten
12. kleine Umzüge
13. Reparatur und Wiederaufbau von Faltbooten
14. Digitale Archivierung von Dokumenten
15. Tätigkeiten auf Außenarbeitsplätzen unter anderem als Alltagsbetreuer in einer Wohneinrichtung für demenziell erkrankte Personen

Sportprogramm der Lichtenberger Werkstatt

Der Sport soll auch in der LWB gGmbh die allgemein bekannten Wirkungen fördern, denn die körperlichen, psychischen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse sind für die Persönlichkeitsentwicklung und die Anforderungen im Arbeitsprozess von Bedeutung.

Darüber hinaus stellt der Sport auch einen Ausgleich für körperlich belastende und/oder einseitige Tätigkeiten dar. Wir nutzen den Sport auch, um Entspannung zu schaffen oder überschüssige Kräfte in richtige Bahnen zu lenken. Natürlich ist der Sport auch ein Mittel, um notwendige Bewegung bei bestehendem Übergewicht zu schaffen.

Letztendlich ist es unser Ziel, das Bedürfnis nach Bewegung und eigenen sportlichen Aktivitäten zu wecken und zu entwickeln. Das Ziel ist erreicht, wenn sich Beschäftigte einer Sportbewegung anschließen, wie Special Olympics oder Sportvereinen.
Unter dieser Zielstellung haben wir unsere sportlichen Angebote während der regulären Betriebszeiten der Werkstatt ausgerichtet:

  • Pausengymnastik (vor allem für Beschäftigte, die lange sitzen oder stehen müssen als kurzfristige Entspannungsübungen, z. T.  am Arbeitsplatz)
  • Rückensport (vor allem für Beschäftigte, die lange sitzen oder stehen müssen)
  • Sport an Fitnessgeräten (für Beschäftigte, die nicht selbständig eigene sportliche Aktivitäten entwickeln können)
  • Sport- und Ballspiele in Turnhallen (für Beschäftigte, die sich wenig bewegen und antriebsarm sind)
  • Boxen inkl. Kraft- & Koordinationsübungen (für Beschäftigte, die Aggressionen abbauen müssen und/oder koordinativ geschult werden wollen)
  • 5 Stunden Bowling (Kennenlernen einer Sportart mit dem Ziel, diese in der Freizeit weiter zu betreiben)
  • 2 Stunden Boccia (für Beschäftigte, die eine niedrigschwellige Sportart als Einstieg in Sport & Bewegung benötigen)
  • 2 Stunden Badminton (Kennenlernen einer Sportart mit dem Ziel, diese in der Freizeit weiter zu betreiben)
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Die Resonanz auf diese Angebote ist sehr gut. Es beteiligen sich sehr viele Beschäftigte, oftmals auch an mehreren Sportarten. Es steht aber auch ein kleiner Kreis der Beschäftigten noch abseits. Deshalb ist die Orientierung an neuen Formen des Sports und der Bewegung wichtig. Nicht jeder möchte einem Ball nachlaufen, dafür aber z.B. lange Strecken mit dem Dreirad oder zu Fuß zurücklegen.

Zusätzlich zu den Sportangeboten für die Beschäftigten bieten wir auch unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, im Anschluss an ihre  Arbeitszeit an einem Sportangebot in der Werkstatt  teilzunehmen. Momentan gibt Angebote in den Sportarten Fußball, Schwimmen, Tischtennis sowie im Rückensport, an denen sich selbstverständlich im Sinne der Inklusion auch Werkstattbeschäftigte beteiligen können und sollen.
 
Gründungsmitglied von Special Olympics Deutschland

Die Stiftung Rehabilitationszentrum Ost als Alleingesellschafter der LWB - Lichtenberger Werkstatt für Behinderte gemeinnützige GmbH gehörte 1991 zu den Gründungsmitgliedern von Special Olympics Deutschland. Geschäftsführer Helmut Siebert und Gernot Buhrt, stellvertretender Vorsitzender von Special Olympics Deutschland in Berlin/Brandenburg,  gehörten deutschlandweit zu den ersten Initiatoren für Wettbewerbe nach den Regeln von Special Olympics. Bereits 1990 fand ein erstes Special Olympics Sportfest im Beisein von SOI-Repräsentanten in der Wuhlheide statt.
So nahmen Mitarbeiter der Werkstatt bereits seit 1990 entweder über Mannschaften des Rehabilitationszentrums oder der SG Rehabilitation Berlin-Lichtenberg e.V. an regionalen, nationalen und internationalen Special Olympics Veranstaltungen in den Sportarten Fußball, Leichtathletik, Kraftdreikampf, Badminton, Tischtennis, Boccia, Radfahren, Kanu, Bowling, Schwimmen, Unihockey und Ski Alpin teil.

Die LWB wurde in Vorbereitung auf die Nationalen Spiele 2006 in Berlin Mitglied von SOD und organisiert, entsendet und finanziert seitdem auch eigenen Mannschaften.

Heute bietet die LWB gGmbH außerhalb, aber teilweise auch innerhalb der regulären Betriebszeit sportliche Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der Sportgemeinschaft Rehabilitation Lichtenberg nach den Regeln von Special Olympics an:

  • Schwimmen für Beschäftigte und Mitarbeiter
  • Wassersport (Kanu, Kajak)
  • Tischtennis für Beschäftigte und Mitarbeiter
  • Fußball für Beschäftigte und Mitarbeiter
  • Radfahren
  • Kraftdreikampf
  • Boccia
  • Unihockey
  • Bowling
  • Badminton
  • Sportwochen (Wassersport/Teamsportarten)
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Dr. Walter Pohl
LWB-Geschäftsführer

Impressionen aus der LWB-Lichtenberger Werkstatt für Behinderte gGmbH


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