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04.05.2026

Fachberatungen stärken Schutz vor Gewalt im Sport

In den vergangenen Wochen hat Special Olympics Nordrhein-Westfalen mehrere Sportvereine bei Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung unterstützt. Im Mittelpunkt standen Sensibilisierung sowie erste Schritte zur Entwicklung von Schutzkonzepten.

Gewalt, auch in sexualisierter Form, kommt in allen Bereichen der Gesellschaft vor. Das gilt auch für den Sport. Studien zeigen, dass viele Sportlerinnen und Sportler bereits entsprechende Erfahrungen gemacht haben. Häufig tritt sexualisierte Gewalt nicht isoliert auf, sondern gemeinsam mit anderen Gewaltformen. Menschen mit Behinderung sind besonders gefährdet und benötigen daher einen besonderen Schutz.

Im Rahmen der Fachberatungen wurde der Detmolder Sportverein e.V. dabei begleitet, ein bestehendes Schutzkonzept gezielt auf die Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung anzupassen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Ferienfreizeiten mit Übernachtungssituationen.

Beim Tennisclub Grün-Weiss 1963 e.V. Neuss wurden erste Schritte zur Erstellung eines Schutzkonzeptes besprochen. Grundlage dafür ist eine Risikoanalyse, die im nächsten Schritt durchgeführt wird. Um einen umfassenden Einblick in die Vereinsarbeit zu erhalten, präsentierte der Sportverein ein Demonstrationstraining der inklusiven Trainingsgruppe.

Das Projekt wird von der LWL-Sozialstiftung gefördert. Ziel ist es, Präventionsangebote für Menschen mit geistiger Behinderung zu entwickeln, Sportvereine und Organisationen der Behindertenhilfe zu beraten und den Schutz vor Gewalt bei Veranstaltungen von Special Olympics Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu stärken.

Das Schutzkonzept von Special Olympics Nordrhein-Westfalen sowie weitere Informationen sind hier zu finden.

Foto: LSB NRW