SOD-Vizepräsidentin Britta Ernst zieht ein positives Fazit nach dem Gespräch im Ausschuss Sport der Bildungsministerkonferenz (BMK) Ende Januar: „Wir haben ein großes Interesse für unsere Anliegen gespürt", sagt sie. Bundesgeschäftsführer Sven Albrecht teilt diesen Eindruck: "Der Austausch war sehr konstruktiv." Konkret wurde vereinbart, dass sich die SOD-Landesverbände mit Ideen und Projekten rund um die Themen Schulsport und Lehrer*innen-Ausbildung künftig direkt an die Bildungsministerien in den jeweiligen Bundesländern wenden können.
Britta Ernst und Sven Albrecht haben in der Ausschusssitzung darauf hingewiesen, dass die Grundlagen für ein lebenslanges aktives und gesundes Sportverhalten in der Kindheit und Jugend entstehen. Die Schule ist für viele Kinder und Jugendliche der zentrale strukturierte Zugang zum Sport.
Erfolgt kein früher Zugang zu Sport und Bewegung, wird ein sportlich aktiver Lebensstil im weiteren Lebensverlauf deutlich erschwert und es steigen langfristig gesundheitliche Risiken. Nach den Erfahrungen von SOD hängt das Sporttreiben von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Beeinträchtigung fast ausschließlich vom Engagement der Eltern ab. Bei älteren Athlet*innen ist ausschlaggebend, ob die Einrichtung, in der sie wohnen einen Schwerpunkt beim Sport sieht.
Der Schulsport hat ein großes Potential für Teilhabe, Gesundheitsförderung und nachhaltige Sportbindung. SOD engagiert sich für ein inklusives Bildungssystem ein. Die übergroße Mehrheit der Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung besucht Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (GE). Daher muss genau hingeschaut werden, wie dort Sport- und Bewegungsangebote erfolgen.
Derzeit gibt es keine aussagekräftigen Studien, die den Bereich umfassend beleuchten. Deshalb setzt sich SOD für eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme des Schulsports an den Förderschulen GE sowie des Schulsports der inklusiv beschulten Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt GE in den anderen Schulen ein.
