Was vor einiger Zeit als Idee begann, wurde Mitte Dezember zur Realität auf dem Eis. Nach rund zwei Jahren des Austausches konnte diese Premiere durch die enge Zusammenarbeit zwischen Special Olympics Deutschland und der Deutschen Eislauf-Union (DEU) ermöglicht werden. Die gemeinsame Vision war von Anfang an klar: Special Olympics Athlet*innen sollen fester Bestandteil der Deutschen Meisterschaften sein.
Der Weg zu den Meisterschaften
Bereits bei den Meisterschaften im letzten Jahr sammelten drei Special Olympics Athlet*innen erste Erfahrungen, als sie beim Schaulaufen auf dem Eis standen. Ihre Auftritte sorgten für spürbare Begeisterung und eine besondere Atmosphäre in der Halle. Die positive Resonanz machte schnell deutlich, dass die Athlet*innen genau dorthin gehören.
Und in diesem Jahr war es so weit: Elf Special Olympics Athlet*innen traten am 11. Dezemer offiziell bei den Wettbewerben der Deutschen Meisterschaft an. Sie starteten in den Leveln 1, 2 und 3 sowie im Paarlauf Level 1 und reisten aus Bitburg, Erfurt, Ingolstadt, Ottobrunn und Geretsried an.
Gemeinsame Trainingseinheiten und Mittagessen sowie die Wettbewerbe selbst schufen eine offene und verbindende Atmosphäre. Die Athlet*innen waren stolz, Teil der Deutschen Meisterschaften zu sein und erlebten sich als Teil der großen Eislauffamilie. Allen war bewusst, dass sie hier bei einer Premiere auf dem Eis standen.
Momente, die bleiben
Einer der emotionalsten Augenblicke folgte bei der Siegerehrung: Gemeinsam mit den Juniorinnen der DEU standen die Special Olympics Athlet*innen auf dem Podest. Ein Moment, der viele bewegte – auf und neben dem Eis.
Auch die Gespräche mit den Verantwortlichen der DEU sowie mit Preisrichter*innen und Schiedsrichter*innen machten eines schnell klar. Die Special Olympics Kategorie ist willkommen und soll auch künftig fester Bestandteil von Meisterschaften der DEU bleiben. Der langanhaltende Applaus des Publikums bestätigte diesen Weg eindrucksvoll.
Die DEU setzte den inklusiven Gedanken mit großer Selbstverständlichkeit um. Diese Haltung zeigt die Wertschätzung gegenüber den Special Olympics Athlet*innen und ihrem sportlichen Engagement eindrücklich.
