Das nächste Highlight vor Augen
Nun war es wieder so weit. Den rund 200 Athlet*innen und Unified Partner*innen wurde erneut eine große Bühne geboten. An beiden Tagen haben sie sich im sportlich fairen Wettbewerb miteinander gemessen.
Das Ziel vor Augen war klar: Die Qualifikation für die Nationalen Spiele Saarland 2026. Das Schwimmfest zählt als Anerkennungs-Wettbewerb für das größte deutsche Multisport-Event des kommenden Jahres.
Anfeuern bis zum Schluss
Im Unterschied zu im Sport gängigen Qualifikationen gibt es bei Special Olympics das Prinzip der Klassifizierung in mehrere Leistungs-Gruppen. Dabei können Männer und Frauen gemeinsam antreten, Jung und Alt sich vermischen. Ein Highlight war die Frauen-Staffel. SONRW Schwimm-Koordinator Carsten Ohle freute sich, „dass diese auf Grund der vielen Teilnehmerinnen zum ersten Mal stattfinden konnte.“
Die positive Stimmung im Becken schwappte bis hoch auf die Tribüne. Angefeuert wurde bis zum Schluss. Die Athletinnen und Athleten wurden unter anderem von einer „RTL erleben“-Volunteer-Gruppe unterstützt, wie bereits bei letztjährigen Veranstaltungen. Für Erfrischung außerhalb des kühlen Nass sorgte die Haaner Felsenquelle, die Mineralwasser zur Verfügung stellte. Neben den Wettbewerben bot SONRW ein Gesundheitsprogramm rund um das Thema „Gesunde Ernährung“ an.
Für ein stimmungsvolles Wochenende mit vielen Emotionen und glücklichen Gesichtern sorgte auch das Zeremoniell. Bevor es ins Wasser ging, wurde bei der Eröffnungsfeier die Fackel hereingetragen, die Special Olympics Fahne gehisst und die Eide der Trainer*innen, Kampfrichter*innen und Athlet*innen gesprochen.
Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner war vor Ort und richtetet Begrüßungs-Worte an die Teilnehmenden: „Es ist mir eine große Freude, die Special Olympics Nordrhein-Westfalen erneut in Bonn begrüßen zu dürfen. Die Landesspiele 2022, die hier bei uns ausgetragen wurden, wirken bis heute nach und haben die Idee der Inklusion in Bonn nachhaltig gestärkt“, betont Dörner. „Als Stadt stellen wir für die Wettbewerbe gerne das Frankenbad zur Verfügung und setzen uns mit voller Überzeugung für die chancengerechte Teilhabe aller Sportler*innen ein.“
Auch SONRW-Athletenrat-Mitglied Alexander Kersken war vor Ort und warb für seine Heimatstadt: „Bonn würde sich freuen, mehr solcher Veranstaltungen auszurichten. Die Athletinnen und Athleten haben sich hier gut aufgehoben gefühlt und Bonn ist eine tolle Stadt.“
Am Samstag- und Sonntagnachmittag endete das Schwimmfest jeweils mit den Siegerehrungen. Diese haben zwar am Beckenrand stattgefunden, dennoch blieb das eine oder andere Auge nicht trocken.
Stimmen zum Schwimmfest, eingefangen von unserem Praktikanten Tim Kohlschmidt.
Athlet*innen
- „Am Anfang habe ich Gas gegeben und dann bin ich total schnell geschwommen.“
- „Ja es ist immer schön. Die Leute kommen alle, die Atmosphäre ist immer schön, die Leute haben da Spaß dran. Für uns ist es auch immer ein super tolles Erlebnis. Ich bin jetzt schon auf mehren Wettkämpfen gewesen und ziehe für mich ein positives Resümee.“
- „Das Schwimmen war das Beste.“
- „Ich habe trotz Schmerzen im rechten Bein alles gegeben, was ich konnte, wurde erster im Vorlauf und werde auch gleich im Finale alles geben.“
- „Es kann sein, dass ich gleich gegen jemanden schwimme, der etwas schneller ist als ich, aber ich gebe mein Bestes, damit ich nächstes Jahr nach Saarland zu den Landesspielen fahren kann.“
- „Man kann sagen: Die Stimmung ist hier mega und jeder kann und sollte daran teilnehmen.“
"RTL Erleben" Volunteer
„Ich war total begeistert. Ich bin zum ersten Mal hier und ehrlich gesagt: Ich fand es super. Die Atmosphäre war super, die Stimmung war super, die Schwimmer waren super, - die haben Talent und waren voll begeistert und mit Herz dabei. Wer als Volunteer mitmachen mochte, kann voll dabei sein. Die Zeit vergeht so schnell, weil immer etwas zu machen ist. Alles war toll und ich glaube ich habe heute auch neue Freunde gefunden.“
Foto: Beneditk Ziegler / SONRW
