Special Olympics hat in Deutschland in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen. Ganz vielen sind die Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin noch in sehr guter Erinnerung.
Unser Sport steht für Respekt, für Vielfalt und Miteinander und für eine Gesellschaft, in der jeder willkommen ist. Gemeinsam haben wir mehr gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung am Sport und am gesellschaftlichen Leben erreicht. Diese positive Entwicklung sehen wir nach dem Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt jetzt gefährdet.
Wahlsieger AfD will die Inklusion abschaffen. Das trifft uns mitten ins Mark! Unsere Existenzberechtigung wird infrage gestellt und es droht der Entzug von finanziellen Mitteln in einem Bundesland. So wie es aussieht, werden wir uns auf ruppige und schwere Zeiten in Sachsen-Anhalt einstellen müssen. Wir machen uns große Sorgen, weil wir in unserer Arbeit auf Unterstützung, verlässliche Rahmenbedingungen und ein gesellschaftliches Bekenntnis zur Inklusion angewiesen sind.
Special Olympics in Deutschland ist ein Beispiel dafür, wie Inklusion funktionieren kann. Vor wenigen Wochen haben wir unsere Special Olympics Nationalen Spiele im Saarland ausgetragen. Ein ganzes Bundesland war an diesem Fest des Sports und der Lebensfreude beteiligt.
Vor 17 Jahren hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und sich dazu bekannt, dass Menschen mit Behinderungen ihre Rechte auf gesellschaftliche Teilhabe einlösen und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Wir erwarten, dass diese Menschenrechte in jedem Bundesland umgesetzt werden!
Am Sonntag wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus und in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Die Wählerinnen und Wähler entscheiden mit ihren Kreuzen auf dem Wahlzettel dann auch darüber, ob unsere Athletinnen und Athleten von Special Olympics Deutschland ihren erfolgreichen Weg fortsetzen können oder nicht.
