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Gruppenbild vom Kanu-Weltcup in Brandenburg an der Havel

03.06.2026

Special Olympics-Wettbewerbe beim Kanu-Weltcup in Brandenburg an der Havel

Ein historischer Tag für den inklusiven Sport in Deutschland: Erstmals gingen am 16. Mai 2026 Athlet*innen von Special Olympics Brandenburg im Rahmen eines offiziellen ICF Kanu-Weltcups an den Start.

Ermöglicht wurde dieses besondere Ereignis durch das gemeinsame Engagement des Special Olympics Deutschland in Brandenburg e.V., des Lebenshilfe Brandenburg-Potsdam e.V., des Regattateams Brandenburg, des Deutschen Kanu-Verbands (DKV) und des Landes-Kanu-Verbands Brandenburg (LKV). Grundlage bildeten die bestehenden Kooperationen zwischen der Internationalen Kanu-Föderation (ICF) und Special Olympics International (SOI) sowie zwischen dem DKV und Special Olympics Deutschland (SOD).

Vom 14. bis 17. Mai 2026 begrüßte die traditionsreiche Regattastrecke am Beetzsee mehr als 1.000 Athlet*innen aus 64 Nationen. Die Special Olympics-Rennen wurden bewusst auf den Sonnabend gelegt, damit Vertreter des ICF, Ehrengäste und zahlreiche Zuschauer*innen die Wettbewerbe verfolgen konnten. Die Siegerehrungen fanden vor der großen Tribüne statt – durchgeführt von ICF-Präsident Thomas Konietzko, Brandenburgs Minister für Bildung, Jugend und Sport Gordon Hoffmann sowie DKV-Präsidentin Dajana Pefestorff persönlich. Ein würdiger Rahmen für einen besonderen Moment.

Die Wettbewerbe fanden in zwei Klassen statt: in der Special Olympics-Klasse mit Touring-Booten sowie in der offenen Klasse des Kanuverbandes, auch „Intellectual Impaired" genannt, mit schmalen Parabooten. In der Special Olympics-Klasse gewann Niklas Finn Hermes vom Wassersport PCK Schwedt e.V. den K1 der Männer, gefolgt von seinem Trainingskameraden Justin Vandree auf Platz zwei und Heiko Wohlert vom Lebenshilfe Brandenburg Potsdam e.V. auf Platz drei. Die weiteren Plätze vier bis sieben gingen ebenfalls an Schwedter Athleten: Tim Hammerschmidt, Leon Pirntz, Jan Eichler und Thobias Schweppe. Im K2 siegten Justin Vandree und Tim Hammerschmidt aus Schwedt/Oder. Im Unified K2 – einem Zweier mit je einer Person mit und ohne Behinderung – holten Heiko Wohlert und Matthias Erxleben vom Lebenshilfe Brandenburg Potsdam e.V. die Goldmedaille. Niklas Finn Hermes und Kevin Engel belegten Platz zwei, Tim Hammerschmidt und Phoebe Duffy – die erstmals für den Schwedter Verein startete – Platz drei. Im K1 der Frauen gewann Liesbeth Winkelbauer vom Lebenshilfe Brandenburg Potsdam e.V. Gold, ihre Vereinskollegin Nicole Doris Pietschmann holte Silber.

In der offenen Paraklasse lieferte sich Leona Johs vom Wassersport PCK Schwedt e.V. ein spannendes Duell mit Joice Kreft aus Berlin. Leona, die bei der Deutschen Meisterschaft 2025 in Köln erstmals gegen Joice gewonnen hatte, kam im Endspurt auf 0,9 Sekunden heran und erreichte einen starken zweiten Platz. Auch der Schwedter Johannes Schwenzer startete in dieser Klasse und belegte ebenfalls Platz zwei.

Das Wichtigste an diesem Tag war, dass die Athlet*innen ihr gewachsenes Können auf internationalem Parkett unter Beweis stellen konnten. Special Olympics Brandenburg gratuliert herzlich allen Athlet*innen, Unified-Partner*innen und Trainer*innen zur erfolgreichen Teilnahme. Wir sind stolz auf euch!