Orientierung für den inklusiven Sportalltag
Zum Auftakt beleuchteten die Referierenden mit und ohne Behinderung, was Inklusion im Sport bedeutet und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus ergeben. Dabei wurde deutlich, dass viele Vereine häufig vor ähnlichen Fragen stehen, wenn es um das Thema Inklusion im Sport geht: Wie kann ein Sportangebot inklusiv gestaltet werden? Welche Strukturen erleichtern Teilhabe? Und wo entstehen Barrieren?
Praxis, die zum Ausprobieren einlädt
Im Anschluss boten drei Praxiseinheiten im Stocksport vom ATS Buntentor/Lebenshilfe Bremen, im Blinden-Tischball von Bremen 1860 und im Unified Handball vom SV Werder Bremen konkrete Einblicke, wie inklusives Training aussehen kann. Die Einheiten zeigten, wie Sportangebote für Menschen mit Behinderung gestaltet werden können. „Wir geben den Teilnehmenden einen Einblick, wie das Stockport-Training beim ATS Buntentor/Lebenshilfe Bremen aussehen kann und was es bei der Zusammenarbeit mit inklusiven Teams braucht, um gemeinsam Spaß zu haben“, so Sabine Schmieder, Trainerin der inklusiven Stocksport-Mannschaft beim ATS Buntentor/Lebenshilfe Bremen. „Wichtig ist Geduld und Gelassenheit, der Mensch kommt immer vor den sportlichen Erfolgen“, so Schmieder weiter.
Herausforderungen, gemeinsamer Austausch und nächste Schritte
Am Nachmittag standen strukturelle Themen im Mittelpunkt. Die Beiträge zu Finanzierung, Zugang und organisatorischen Hürden machten deutlich, welche Faktoren vereinsübergreifend eine Rolle spielen. Anschließend arbeiteten die Teilnehmenden in Workshops zu Barrierefreiheit und den Bedarfen im Bremer Sport für Menschen mit Behinderung. Die Gruppen sammelten Ideen, wie Vereine inklusive Strukturen entwickeln oder weiter verbessern können.
Neben den Programmpunkten blieb viel Raum für Gespräche. Trainer*innen und Übungsleiter*innen tauschten sich zu ihren eigenen Angeboten aus und konnten wertvolle Ansätze für ihre Arbeit mitnehmen. „Ziel ist, dass sich dieses Bildungsformat in den kommenden Jahren als festes Bildungsangebot etabliert“, sagt Dana Beckmann, Projektleiterin bei Special Olympics Bremen. „Ein ganz großer Mehrwert ist, dass wir dieses Bildungsangebot gemeinsam mit dem Landessportbund und dem Behinderten Sportverband Bremen anbieten und somit mit breiter Kompetenz vertreten sind“, sagt Beckmann weiter.
Mit konkreten Ideen und neuer Motivation gingen die Teilnehmenden an diesem Nachmittag nach Hause. Die Rückmeldungen verdeutlichen: Inklusion im Sport stärkt Vereine, bereichert ihre Angebote und schafft mehr Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung!


