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Vier Jugendorganisationen für einen inklusiven Kinder- und Jugendsport 

Gemeinsame Positionierung für Teilhabe, Vielfalt, Barrierefreiheit und Schutz im Sport

Vertretende der Jugendorganisationen von dsj, DBSJ, DGJS und SOD Jugend beim Treffen mit Jürgen Dusel (2.v.l.), dem Beauftragen der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen - Fotot: dsj

Die Deutsche Sportjugend (dsj), die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ), die Deutsche Gehörlosensportjugend (DGSJ) und die Special Olympics Deutschland Jugend (SOD Jugend) setzen sich gemeinsam für einen inklusiven Kinder- und Jugendsport ein. In einer gemeinsamen Positionierung formulieren die vier Jugendorganisationen konkrete Anforderungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen an Bewegung, Spiel und Sport.

Alle jungen Menschen haben das Recht auf Bewegung, Sport, ganzheitliche Entwicklung und Mitbestimmung. Damit dieses Recht unabhängig von Behinderung verwirklicht werden kann, brauchen wir barrierefreie Zugänge, inklusive Strukturen und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Die gemeinsame Positionierung orientiert sich an den Rechten aus der UN-Kinderrechtskonvention und der UN-Behindertenrechtskonvention. 

Anlässlich der Veröffentlichung tauschten sich die vier Jugendorganisationen mit dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, aus. 

„Gemeinsam sind wir stärker: Die Zusammenarbeit der Jugendverbände und der dsj verleiht den Anliegen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen mehr Sichtbarkeit und Nachdruck für einen inklusiven Sport für alle“, sagt Louis Kleemeyer vom Vorstandstandem der SOD Jugend.

Gerade der Sport bietet vielfältige Möglichkeiten, Begegnungen zu schaffen, Gemeinschaft zu erleben und Teilhabe praktisch umzusetzen. Damit dies gelingt, müssen Sport- und Bewegungsangebote für alle jungen Menschen zugänglich sein. Dafür brauchen wir barrierefreie Sportstätten und Bewegungsräume, qualifizierte Unterstützung, notwendige Hilfsmittel sowie ausreichend finanzierte Fach- und Betreuungskräfte.

Ein besonderer Anlass für die gemeinsame Positionierung ist der Ausbau der bundesweiten Ganztagsbetreuung. Inklusive Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote müssen dort von Anfang an strukturell verankert werden. Dafür brauchen wir verbindliche Qualitätsstandards und Rahmenbedingungen, die sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen selbstverständlich teilnehmen können.

Ein weiteres zentrales Anliegen ist der Kinder- und Jugendschutz. Schutzstrukturen müssen inklusiv, barrierefrei und zielgruppengerecht ausgestaltet sein. Gleichzeitig brauchen wir umfassende Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, sich einzubringen und ihre Interessen zu vertreten. Die vier Jugendorganisationen fordern daher unter anderem eine bedarfsgerechte Finanzierung und Qualifizierung für inklusive Schutzkonzepte sowie barrierefreie, kind- und jugendgerechte Beratungsangebote.

„Teilhabe und Inklusion dürfen nicht zur Verhandlungsmasse werden. Inklusive Angebote für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sind eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenhalt, weit über den Sport hinaus“, betont Florian Maußer vom Vorstandstandem der SOD Jugend.

Die gemeinsame Positionierung von dsj, DBSJ, DGJS und SOD Jugend baut auf bestehenden jugend- und sportpolitischen Forderungen für Inklusion auf und stellt die Rechte und Bedürfnisse junger Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt. Grundlage für einen inklusiven Kinder- und Jugendsport sind aus Sicht der vier Jugendorganisationen vor allem Zugänglichkeit und Barrierefreiheit, eine bedarfsgerechte Finanzierung sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen.

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Kontakt SOD Jugend

Louis Kleemeyer

Vorsitzender SOD Jugend
louis.kleemeyer@specialolympics.de

Florian Maußer

Vorsitzender SOD Jugend
florian.mausser@specialolympics.de