Zum Inhalt springen
Zwei Mannschaftsmitglieder unterhalten sich auf dem Handball Feld.

09.12.2025

Wachsende Teilhabe durch neue Trainingsangebote und starke Netzwerke

Die Initiative #ZusammenInklusiv – Teilhabe vor Ort von Special Olympics Deutschland zeigt 2025 große Fortschritte. In vielen Regionen arbeiten Kommunen, Sportvereine und Einrichtungen der Behindertenhilfe eng zusammen, um neue inklusive Angebote zu schaffen. Die Vielfalt der Projekte zeigt: Die Initiative stärkt nachhaltig Inklusion vor Ort.

Aus guten Vorsätzen werden feste Trainingszeiten: Unified-Sports wächst

Im Projekt Alltag Inklusion wurden in den vier Modellregionen Berlin/Brandenburg/Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz/Saarland insgesamt 24 inklusive Netzwerke, sogenannte Inklusionszirkel, eingerichtet. Dort entstehen derzeit Unified-Sports®-Ligen in jeweils zwei Sportarten. Unified-Sports®-Ligen sind inklusive Wettbewerbsformate, bei denen Menschen mit und ohne geistige Behinderung gemeinsam Sport treiben.

In mehreren Regionen haben sich bereits regelmäßige Trainingsangebote etabliert:

  • In Aachen findet ein inklusives Tanzangebot statt.
  • In Hövelhof (Kreis Paderborn) ist ein inklusives Schwimmangebot mit dem örtlichen Schwimmverein gestartet.
  • Auch die DLRG Bitterfeld-Wolfen baut eine inklusive Schwimmgruppe auf.
  • In Stendal beginnt im November ein inklusiver Lauftreff.
  • Die Inklusionszirkel Bad Dürkheim, Frankenthal & Umgebung haben zwei neue inklusive Handballteams gegründet.
  • In Saarbrücken fand ein erstes inklusives Tanzevent statt.

Zusätzlich wurden die ersten Fortbildungen für Trainer*innen durchgeführt, um Vereine und Engagierte langfristig für die gemeinsame Arbeit im inklusiven Sport zu stärken.

Jessica Cadenbach, Amt für Inklusion und Sozialplanung der Städteregion Aachen:
„Das Projekt Alltag Inklusion zeigt, wie gut Zusammenarbeit funktionieren kann. Unterschiedliche Partner und Vereine kommen zusammen, entwickeln gemeinsame Ideen und setzen sie Schritt für Schritt um. Das Projekt schafft Strukturen und Angebote, die bleiben.“

Inklusion im Arbeitsleben: Das BETA-Projekt

Das Projekt Bildung, Engagement, Teilhabe und Arbeit durch Inklusion (BETA), gestartet am 1. Juli 2025, unterstützt Menschen mit und ohne geistige Behinderung dabei, gleichberechtigt Zugang zu Bildung, Ehrenamt und Arbeitswelt zu erhalten. In Zusammenarbeit mit Kommunen, Schulen, Vereinen und Unternehmen sollen inklusive Strukturen nachhaltig aufgebaut und lokal verankert werden.

In den vier Modellregionen Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg werden derzeit die Projektstellen vor Ort besetzt. Das Team in der Bundesgeschäftsstelle ist bereits nahezu komplett. Ende 2025 folgt die Ausschreibung für sieben Kommunen, die je Region als Standort ausgewählt werden. Damit entsteht die Grundlage, um inklusive Angebote im Bereich Bildung, Engagement und Arbeit systematisch zu entwickeln.

Jenifer Sprenger, Mitarbeiterin im BETA-Projekt:
„Das BETA-Projekt gibt Menschen mit geistiger Behinderung die Chance, zu zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Zu oft werden sie unterschätzt, und damit bleiben wertvolle Talente unentdeckt. Wir unterstützen sie auf ihrem Weg zu echter Teilhabe – direkt vor Ort und gemeinsam mit engagierten Arbeitgeber*innen.“

Ein Jahr „Together in Sports“: Mehr Angebote, mehr Miteinander

Seit einem Jahr setzt das Projekt Together in Sports gemeinsam mit Projektpartner adidas wichtige Impulse für eine inklusive Sportentwicklung. In diesem Zeitraum konnten zahlreiche Menschen mit geistiger Behinderung neue Zugänge zu Sport und Bewegung erhalten. Durch Veranstaltungen wie das Fürther Sportfest für alle, die Deutschen Fußball-Inklusionstage in Nürnberg oder eine inklusive Sporteventreihe in Ostthüringen wurden Begegnungsräume geschaffen und Barrieren abgebaut.

Das Ergebnis nach einem Jahr: 13 neue inklusive Sportangebote – unter anderem in den Sportarten Fußball, Tischtennis, Tennis, Eiskunstlauf, Tanzen, Volleyball und Cheerleading. Damit wächst nicht nur das sportliche Portfolio, sondern auch die Chance auf echte Teilhabe im und durch Sport.

Nadja Müller, Vorstandsvorsitzende des ESC Höchstadt (Eiskunstlaufangebot):
„Inklusion beginnt bei der Haltung – und wir wollten sie aktiv leben. Mit Unterstützung von Special Olympics und den örtlichen Einrichtungen haben wir ein Angebot auf den Weg gebracht, das unseren Verein und die Teilnehmenden gleichermaßen bereichert.“