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03.05.2018 10:08 Uhr

Inklusiver Special Olympics Tennistag im Heidelberger TC

„Schade, – aber schön gespielt!“ kommentierte die erfahrene Tennisspielerin den Ball im Aus ihres Doppelpartners, eines Jugendlichen mit geistiger Behinderung. Dieses aufbauende „ – aber schön gespielt!“ prägte am Wochenende die Atmosphäre bei dem Unified-Wettbewerb des ersten inklusiven Special Olympics Tennistages im Heidelberger Tennisclub HTC.

Dabei steht der Begriff „Unified“ für einen Wettkampf, der dazu beitragen soll, Barrieren abzubauen, indem Menschen mit und ohne Handicap als Partner jeweils ein Doppel-Team bilden. Auf Einladung der Organisatorin Franziska Rüter, der 1.Vorsitzenden des Vereins Pro Down Heidelberg, waren Jugendliche aus dem Rhein-Neckar-Raum und aus dem Saarland angereist, darunter wettkampferfahrene Profis, aber auch Anfänger, die an dem angebotenen Schnupperkurs teilnehmen wollten.

Die Frage war, ob sich auch genügend Tennisspieler/innen des HTC ohne Handicap für eine Teilnahme an diesem Tennisevent zur Verfügung stellen würden, um die gemischten Doppel bilden zu können. Die Sorge war unbegründet, das Echo war überwältigend und so ließen sich genügend Freiwillige von Claus Majolk, dem Tenniskoordinator von Special Olympics Rheinland-Pfalz, über die besonderen Regeln bei Unifiedspielen informieren. Schnell zeigte sich dann, dass in den folgenden heißen Matches die gemeinsame Freude über gelungene und spektakuläre Ballwechsel die Spiele prägte und die Zuschauer staunten über den Einsatz, der in den verschiedenen Leistungsstufen  auf den Plätzen geboten wurde. Gemäß der offiziellen Special Olympics Hymne „Ich gewinn, ich gewinn, egal ob ich Letzter, Zweiter oder Erster bin“ wurden am Ende alle Teilnehmer/innen mit einer Medaille belohnt.

Groß war die Freude der Organisatorin über das anschließende begeisterte Feedback der HTC-Mitspieler/innen. Einmütig wünschten sie sich, dass dieses inklusive Sportereignis wiederholt würde. Damit helfen sie, das Anliegen von Special Olympics bekannt zu machen: Menschen mit geistiger Behinderung sollten auch im Sport zu unserem Leben gehören, denn Integration kommt nicht nur ihnen zugute, sondern sie sind mit ihrer offenen, liebenswerten und liebenswürdigen Art eine Bereicherung für unsere Gesellschaft – und nicht zuletzt als großartige, faire Sportler ernst zu nehmende Partner.

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