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26.11.2018 10:19 Uhr

Basketballer der Pestalozzi-Schule Rastatt und der Favoriteschule Kuppenheim erfolgreich

Im Rahmen der europäischen Basketballwoche hatte die Europäische Basketball Union und Special Olympics Deutschland zu einem internationalen Turnier für inklusive Basketballmannschaften in Nürnberg eingeladen.

Strahelende Gesichter am Ende des inklusiven Basketball-Turniers in Nürnberg.

29 Mannschaften aus ganz Deutschland waren gekommen - aus Rastatt machten sich gleich zwei Mannschaften der Pestalozzi-Schule auf den Weg. Die Mannschaft Pestalozzi Pirates und das Unified Team Favorite Falcons - insgesamt 16 Sportler (von 10 bis 21 Jahre alt), die bei den Lehrern der Pestalozzi-Schule trainieren.

Lehrerin Tanja Kowar, die gemeinsam mit Sabine Thiel, Thorsten Metschurat und 2 FSJ der Pestalozzi-Schule die zwei Mannschaften in Nürnberg betreute, hat seit 2008 gemeinsam mit Kollegen die Basketball-AG aufgebaut: „Wir fahren nun schon zum 9. Mal nach Nürnberg“. Bereits um kurz nach fünf Uhr morgens ging es im Bus los - mit an Bord einige Eltern als Fanclub.

In Nürnberg angekommen musste es wie immer schnell gehen: Die schuleigenen Trikots überstreifen, auf einem der 4 Spielfelder einwerfen und bald standen die ersten Spiele an. Der Fanclub hatte sich auf der Empore platziert und feuerte die Spieler lautstark an: „Auf geht’s Rastatt - auf geht’s“ und wirklich - auch wenn die Schulmannschaften aus Rastatt deutlich unter dem Altersdurchschnitt (und damit auch Körpergrößenschnitt) der Konkurrenz standen ging es nicht lange und die ersten Bälle landeten im richtigen Korb. Die Athleten hatten kaum Zeit sich zu erholen, so schnell folgten Spiel auf Spiel in den Leistungsgruppen eins bis acht, perfekt vorbereitet von dem Team um den Beauftragen des Special Olympics Europa/Eurasien, Michael Newton.

Am Ende des Tages gab es nur strahlende Gesichter: Die „Pestalozzi Pirates“ jubelten in einem wilden Freudentanz über die Bronzemedaille in der Leistungsgruppe sieben und in der hohen Leistungsgruppe vier konnten die Favorite Falcons erneut ihre Spielstärke unter Beweis stellen und räumten die Goldmedaille ab.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Schon bald stehen weitere Turniere in Hagen und Stuttgart an. Außerdem veranstaltet die Pestalozzi-Schule am 30. März 2019 in Kooperation mit den Pioneers Rastatt ein eigenes Basketballturnier in der Tulla-Halle. Die Athleten und Unifiedpartner, von denen manche zum ersten Mal dabei waren, strahlten um die Wette. Mit einem solchen Erfolg hatten sie nicht gerechnet.

Gespielt wurde in Nürnberg, so wie bei allen Special Olympics Turnieren, nach dem sog. „Schweizer System“. Das heißt, alle Mannschaftsbegegnungen werden per Zufallsprinzip ausgelost. Nach den ersten Spielrunden kristallisiert sich dann die Leistungsstärke der einzelnen Mannschaften heraus. Danach wird leistungsbezogen sortiert, damit gegen ähnliche starke Mannschaften gespielt werden kann. Die Schiedsrichter - allesamt erfahrene Bundsliga-Unparteiische - beurteilen blitzschnell die persönlichen Möglichkeiten einzelner Athleten und legen bestimmte Regeln bei entsprechender Einschränkung etwas großzügiger aus: Wenn zum Beispiel ein Sportler auf Grund seiner Behinderung die im Basketball gültigen, hochkomplexen Schritt- und Zeitregeln nicht ganz exakt einhalten kann.

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