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05.08.2019 10:41 Uhr

Inklusion im und durch Kanusport - eine Erfolgsgeschichte in Stuttgart

Die Saison 2019 war und ist ein gutes Jahr für die Special Olympics Athleten und weitere SportlerInnen mit Behinderung aus Stuttgart. Dabei sitzen viele Partner GEMEINSAM IM BOOT. Unterstützt durch das Amt für Sport und Bewegung, dem WLSB (Württembergischen Landes Sportverband) und dem KVBW (Kanuverband für Baden Württemberg) wurde viel in Bewegung gesetzt.

Hier einige Impressionen der Saison:

Angefangen hat das Traumjahr mit der Nominierung des Kanu-Unified-Zweiers für die World Games in Abu Dhabi. Isabelle und Caroline durften eine unvergessliche Zeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten erleben. Ein Traum eines jeden Sportlers ging mit diesem „Wüstenmärchen“ in Erfüllung. Stolz kehrten sie mit einer Gold- und Silbermedaille zurück. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH den beiden POWER-MÄDELS!

Dies war unter anderem auch durch die guten Trainingsbedingungen in der KGS (Kanu Gesellschaft Stuttgart e.V.) möglich. Schon ein Vierteljahrhundert gibt es die Zusammenarbeit zwischen dem TREFFPUNKT, Caritasverbandes für Stuttgart e.V., und dem engagierten Kanu-Verein. Und letztes Jahr wurde dies gebührend gefeiert. Viele SportlerInnen mit Behinderung haben seitdem eine sportliche Heimat gefunden, lange bevor überhaupt über Inklusion gesprochen wurde.

Durch das neue inklusive Hallentraining letzten Winter mit den Kanu-Rennsportlern des Vereins, konnten Isabelle und Caroline auch den Winter durchtrainieren. Ein Muss für die Vorbereitung auf die World Games, die im März stattfanden. Die eigentliche Out-Door Trainingssaison der Kanuten begann dann im April, unter anderem wieder mit Unterstützung des Uni-Sportes Stuttgart. Ein inklusives Drachenboot wurde gegründet und fleißig trainiert. Beim DRACHEN-CUP in Stuttgart erreichten die DRACHENFREUNDE INKLUSIV einen respektablen 7. Platz in der üblichen MIX-Wertung und erreichten dadurch viel Anerkennung und die Herzen der Drachenboot-Gemeinde.

Integriert in der Reichstatt Regatta in Esslingen richtete SOBW mit Partnern die Esslinger SPECIAL OLYMPICS Regatta aus. An dieser wurde mit viel Spaß und Erfolg im Rahmen der Jugendregatta teilgenommen.  Ein kleiner Wermutstropfen war, dass die Stuttgarter Special Olympics Athleten und Unified-Partner dieses Jahr unter sich geblieben sind. Vielen Dank in diesem Zusammenhang dem immer offenen Machern des Kanu Vereins SV 1845 e.V.

Ein weiterer Höhepunkt war das Projekt SPORT IM PARK im Juli. Das ist ein Kooperationsmodell vom Amt für Sport und Bewegung und dem Sportkreis. Erfahrene Sportfachkräfte der Stuttgarter Sportvereine, in diesem Fall die KGS in Kooperation mit dem TREFFPUNKT, laden Interessierte zum Aktivsein ein. Erstmalig gab es in diesem Rahmen ein inklusives Angebot. Erstmalig ein Angebot auf dem Wasser. Eine Kombination, die eingeschlagen hat. Zwischen 40 und 80 Interessierte haben das Trainer-TEAM im Kanuverein fast überrollt. Die geübten Special Olympics Athleten haben ebenso unterstützt und gezeigt, wie im Verein Inklusion gelingen kann. Unter anderem kamen auch Interessierte mit Sehbehinderung und im Rollstuhl, um den Kanusport auszuprobieren. Hier geht's zum Regio-TV Beitrag sowie zum Zeitungsartikel.

Ohne das Zusammenwirken aller Netzwerkpartner wäre dies alles nicht möglich gewesen. Nur GEMEINSAM STARK kann dies gelingen. Ein herzlichen DANKESCHÖN für die gelungene Zusammenarbeit. Sport, wie sich am Beispiel Kanu-Fahren zeigt, ist ein wichtiger Motor zur Inklusion. Gerne wollen wir weitere Kanu-Vereine in Baden Württemberg motivieren und stärken, sich Sportlern mit Behinderung zu öffnen.
Deshalb möchten wir noch auf die neue Fortbildung in Zusammenarbeit mit dem KVBW - INKLUSION im Kanu-Sport - hinweisen. Der Lehrgang hat 16 Lerneinheiten und dient auch der Lizenz Verlängerung von Übungsleitern…und es sind noch einige Plätze frei. Bei Interesse finden sie hier die Ausschreibung zur Fortbildung, sowie den Link zur Anmeldung.

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