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26.01.2022 12:12 Uhr

Der Sport in Baden-Württemberg wird inklusiver

Special Olympics Baden-Württemberg begleitet 21 Kommunen auf ihrem Weg in inklusive (Sport-) Strukturen

 

 

Juliana Rößler, Athletenrat SO Berlin, freut sich auf das Host Town Program 2023. "Toll, dass wir unsere Stadt präsentieren können", sagt die Berlinerin. (Quelle: LOC Special Olympics World Games Berlin 2023 / Camera 4 - Tilo Wiedensohler)

Unter 24 kommunalen Bewerbungen als Gastgeberstadt (Host Town) für die World Games 2023 in Berlin konnten nun 21 Kommunen in ganz Baden-Württemberg (Baden-Baden​, Enzkreis​, Freiburg​, Heilbronn​, Karlsruhe​, Klettgau​, Künzelsau​, Ladenburg/Ilvesheim​, Mannheim​, Mosbach/Schwarzach, Neckarsulm, Pforzheim​, Rems-Murr-Kreis (Backnang, Waiblingen, Winnenden), Rottenburg am Neckar​, Schwetzingen und Wiesloch​, Stuttgart​, Tübingen​, Wilhelmsdorf​) den Zuschlag erhalten. Über das große Interesse der Kommunen, sich am Host Town Programm zu beteiligen, freut sich Harald Denecken, Ehrenpräsident von Special Olympics Baden-Württemberg (SOBW), besonders: „Als Ehrenpräsident des baden-württembergischen Landesverbandes freue ich mich sehr über das große Interesse der Kommunen die Inklusion im Ländle voranzutreiben. Wir sind sicher, dass wir gemeinsam mit den ausgewählten Kommunen mehr Teilhabe für unsere Zielgruppe in Sportvereinen ermöglichen können. In manchen Kommunen werden mit dem LIVE-Projekt sogar Menschen mit geistiger Behinderung als Teilhabe-Beratende aktiv sein. Auch die Kommunen, die aufgrund der begrenzten Plätze leider keinen Zuschlag für das Host-Town-Program erhalten haben, möchten wir in Netzwerke und Aktivitäten rund um die Weltspiele einbinden.“

Gleich 18 sogenannte „Host-Towns“ werden die internationalen Athletinnen und Athleten unmittelbar vor den Weltspielen in Baden-Württemberg willkommen heißen. Auch der Athletenrat der Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung ist von dem anstehenden Event begeistert: "Durch das Host Town Program kann ganz Baden-Württemberg Athletinnen und Athleten aus aller Welt kennenlernen. Wir freuen uns auf bunte und familiäre Feste. Bei Grillabenden und Konzerten können Freundschaften fürs Leben entstehen. Es öffnet die Tür für viele Möglichkeiten.", freut sich Ralf Andrasch, Mitglied des Athletenrats von SOBW. Alle eint ein klares Ziel und zwar auch über den Sport und die Weltspiele hinaus, sollen nachhaltig inklusive Strukturen geschaffen werden.

Deutschlandweit gibt es 216 Host Towns, 216 kommunale Projekte werden eine offene, vielfältige Gesellschaft prägen. Das größte kommunale Inklusionsprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik stiftet ein neues Miteinander und öffnet den Raum für Begegnungen weit über die Special Olympics World Games Berlin 2023 (17. bis 25. Juni 2023) hinaus. Die Host Towns bereiten den Empfang für die internationalen Delegationen. Über vier Tage, vom 12. bis 15. Juni 2023 erfahren sie die regionalen Besonderheiten und Einzigartigkeiten in allen Bundesländern

Den Ausschlag zur Auswahl als Host Town haben vor allem die Konzepte für die inklusiven Projekte vor Ort gegeben. Die Kommunen überzeugten zudem mit Motivation und Ideen. Eine Rolle spielten ebenso praktische Gründe wie die Reisezeiten und -wege. Die Bewerbungen haben Gremien mit bis zu zwölf Mitgliedern aus den jeweiligen Landesverbänden, den Athletinnen und Athleten von Special Olympics und Mitarbeitende aus dem Organisationskomitee (LOC) gesichtet und bewertet. Auf Grundlage dieser Evaluierung haben das Präsidium von Special Olympics Deutschland und das LOC in enger Abstimmung mit dem SOLänderrat die Entscheidungen getroffen.

Franziska Giffey, die Regierende Bürgermeisterin Berlins, betont: “Die Sportmetropole Berlin freut sich außerordentlich auf die Special Olympics World Games 2023! Sie sind sie ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft.” Menschen mit Behinderung werden im Mittelpunkt stehen, sie bekommen Anerkennung und Respekt. Giffey: "Noch bevor die Flamme im Olympiastadion angezündet wird, begeben sich die Delegationen aus aller Welt auf eine Reise quer durch Deutschland, um vor Ort Teilhabe zu erleben und Menschen mit Behinderung in Sport und Gesellschaft sichtbar werden zu lassen. Den ausgewählten Städten und Gemeinden gratuliere ich herzlich.”

Weitere Informationen rund um die deutschlandweiten Gastgeberstädte hier

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