Eineinhalb Jahre der Vorbereitung, der Planung und der Organisation. Und "plötzlich" war es soweit. Am Samstag, den 05.07. reiste das Team von SOBW nach Heilbronn ins Frankenstadion und begann mit den praktischen Vorbereitungen für die Landesspiele. Da die Zelte zu diesem Zeitpunkt bereits standen, begann das große Sortieren der angelieferten und mitgebrachten Materialien in die einzelnen Lager- und Veranstaltungsplätze.
Unter anderem begann sich auch das Zelt für das Gesundheitsprogramm „Healthy Athletes“ zu füllen.
Allerdings vorerst nur mit Material für die Akkreditierungstaschen für Helfer, Athleten und Betreuer. Das Material für das Gesundheitsprogramm fiel in dem riesigen Zelt kaum ins Gewicht.
Erst als die Trennwände und die Personenleitsysteme ankamen, begann das Zelt etwas Struktur zu bekommen. So langsam konnten sich auch die Aufbauhelfer vorstellen, wie das ganze aussehen sollte. Nach dem Empfangsbereich, in dem die Einverständniserklärungen kontrolliert wurden, folgten im Urzeigersinn die Disziplinen Fit Feet – Fitte Füße, Strong Minds – Innere Stärke, Opening Eyes – Besser Sehen, Ernährungsberatung und gleich recht vom Empfang Special Smiles – Gesund im Mund.
Am Dienstag Vormittag trafen dann auch die Landes-Gesundheits-Koordinatoren ein und begannen damit, ihre jeweiligen Bereiche einzurichten. Unterstützung erhielten sie dabei von Physiotherapeuten in Ausbildung des Kolping Bildungswerks (KBW) Heilbronn.
Pünktlich zur angedachten Öffnungszeit um 12.30 Uhr war das Gesundheitsprogramm bereit. Leider blieb das Gelände des Frankenstadions trotz der benachbarten Akkreditierung genau wie das Zelt des Gesundheitsprogramm sehr leer. Das Angebot, die Akkreditierungen an den jeweiligen Sportstätten auszugeben, zeigte negative Auswirkungen auf die Besucherzahlen.
So konnten jedoch noch Schwachstellen behoben oder die ein oder andere Einweisung in gewisse Vorgänge gegeben werden. Schließlich kamen dann doch noch einige wenige Athletinnen und Athleten, so dass der Untersuchungstag nicht völlig Teilnehmerlos war.
Dies sollte sich dann ab Mittwoch ändern. Bis Samstag blieb das Zelt während den Öffnungszeiten nie leer. Die Helfenden hatten teilweise sehr gut zu tun und konnten teilweise wichtige Erfahrungen beim Umgang mit unseren Athletinnen und Athleten sammeln.
Für Athleten, Athletinnen als auch für die Helfenden kam auch der Spaß nicht zu kurz. So ertönte zwischendurch auch ein Geburtstagsständchen von einer Helfendengruppe.
Dennoch blieb zwischendurch immer mal wieder die Zeit, um die benachbarten Sportarten Leichtathletik, Kanusport und Radfahren zu besuchen. Oder am Wettbewerbsfreien Angebot teilzunehmen.
Die Zusammensetzung aus Helfergruppen (Augenärzte des Augenzentrums Dr. Berret, Auszubildende zur Augenoptik des ifb Karlsruhe, angehende Ergotherapeuten der Bernd-Blindow-Schule Heilbronn, Physiotherapeuten in Ausbildung des KBW Heilbronn, sowie Mitarbeiterinnen der Arbeitsgemeinschaften Zahngesundheit Karlsruhe, Neckar-Odenwald-Kreis, Hohenlohe und Heilbronn) sowie zahlreichen Einzelhelfenden war ideal und brachte auch einen regen Austausch untereinander mit sich.
Letztlich ergaben sich nach der Eingabe aller erhobenen anonymisierten Untersuchungsdaten insgesamt 658 offizielle Untersuchungen in den vier Gesundheitsdisziplinen. Die Teilnehmer an der Ernährungsberatung wurden nicht eingerechnet. Hinzu kamen zahlreiche Trainer, Betreuer und Helfer, die sich ebenfalls untersuchen ließen, aber nicht in die Gesamtzahl aufgenommen wurden.
Dank der Unterstützung der Partnerunternehmen Elmex, Henry Schein Cares, Safilo, Onesight (der EssilorLuxottica Foundation), der Mars Wrigley Foundation, der Golisano Foundation, Pfizer, der Stiftung Innovative Zahnmedizin, der Lions Club International Foundation, sowie von Haag-Streit Deutschland, die alle auf ihre Art unsere Spiele ermöglicht haben, konnte das Gesundheitsprogramm durchgeführt werden.
Aus Baden-Württemberg kam die zusätzliche Unterstützung durch die Landeszahnärztekammer BW, der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit Karlsruhe, der BBBank-Stiftung sowie der AOK BW hinzu.
Die detaillierte Auswertung der Daten erfolgt nun im Hintergrund. Aktuell lässt sich sagen, dass von den 658 Untersuchungen insgesamt 279 davon Empfehlungen zu einer Folgebehandlung oder -untersuchung nach sich zogen. Bei 30 Untersuchungen wurde sogar zu einem dingenden Folgetermin geraten.
Dennoch herrschte auch für die Athletinnen und Athleten eine angenehme Atmosphäre im Zelt. Die Fachleute agierten auf Augenhöhe, nahmen sich Zeit und konnten auch den ein oder anderen Ratschlag geben, für den in einem regulären Untersuchungstermin keine Zeit bliebe.
Zu diesem Schluss kamen sowohl Fachleute als auch die Betreuer des ein oder anderen Athleten.
Unter anderem diese Tatsache macht unsere für eine Zielgruppe, die immer noch häufig medizinisch ungenügend betreut wird, angebotenen Untersuchungen so wichtig.
Bilder in "Action" finden sich mit ausgewählten Fotos verschiedener Sportarten hier:
https://sobw-mediaspace.px.media/share/175250161780Evx3VqYV8QJy
Diese Bilder düfen auch heruntergeladen und mit der Angabe des Fotonachweises verwendet werden.

