1. Inklusion im Sport

Vortreffen in Mannheim zu den Landesspielen 2021


Am 24. September fand ein erstes Treffen von SOBW mit Vertreter*innen von 12, Mannheimer Sportvereinen statt, die die Landessommerspiele von SOBW vom 15. bis 18. Juni 2021 unterstützen möchten. Dabei erläuterten „zukünftige Projektleiterin der Landessommerspiele Nina Miketta, Inklusionsmanager Martin Metz und Athletensprecher Michael Lofink von SOBW das Format der Landessommerspiele sowie den Bedarf an Unterstützung im logistischen und personellen Bereich. Demnächst folgen Gespräche zwischen den einzelnen Sportkoordinatoren von SOBW und den jeweiligen Vereinen.

Zu den Wettbewerben in 16 olympischen Sportarten werden mehr als 1.000 Athleten und Unified-Partner erwartet. Dabei können die Teilnehmer auch in Qualifikationswettbewerben für die Nationalen Spiele 2022 in Berlin antreten.

Inklusion im und durch Sport: 2. Netzwerktreffen „Inklusion“ in Baden-Baden

„Jeder darf mitmachen und unabhängig von einem Handicap sein Bestes geben“ – das sei Kerngedanke des inklusiven Sports, sagte SOBW Geschäftsführer Christian Sigg beim 2. Netzwerktreffen „Inklusion im Sport“, zu dem die Lebenshilfe Baden-Baden, Bühl, Achern Ende September ins Bühler Innovation- und Technologiezentrum eingeladen hatte. Acht Sportvereine aus der Region tauschten sich mit SOBW über Rahmenbedingungen für Inklusion im Sportverein aus.

Einer der möglichen Wege dabei seien die „Unified-Teams“, erklärte Sportinklusionsmanager Martin Metz. Dabei würden die Sportler mit und ohne Behinderung zusammen in einer Mannschaft trainieren und bei Wettbewerben gemeinsam antreten. Der Sportler ohne Handicap sei dabei ein Mentor, der den Athlet mit Behinderung fördere. Ein anderer Aspekt sei die Aufnahme von Sportlern mit Handicap als Vereinsmitglieder, die sich dann beispielsweise ehrenamtlich bei Vereinsfesten engagieren oder Übungsleitern als Assistenz zur Seite stehen können. Unterstützung von Vereinen in Sachen Inklusion im Sport könne SOBW vor allem in Form von gemeinsamen Sportveranstaltungen, Fortbildungsangeboten und Kontaktvermittlung zu  bereits erfolgreichen inklusiven Sportvereinen leisten.

Simone Zeller-Glomp von der Lebenshilfe betonte, wie wichtig der Sport, aber auch ein aktives Vereinsleben für das Selbstbewusstsein des einzelnen und damit für die Lebensqualität der Menschen mit Behinderung sei.

Zusammen stark sein beim Unified Cup 2019 in Hoffenheim

17 Unified-Fußball-Teams aus ganz Baden-Württemberg traten am 1. Oktober beim zweitägigen Unified-Cup in Hoffenheim an, das bereits zum 6. Mal von Special Olympics Baden-Württemberg, der TSG Hoffenheim und dem Verein „Anpfiff ins Leben“ ausgerichtet wurde. Eröffnet wurde das Turnier mit einer feierlichen Fackel-Zeremonie auf dem Hoffenheimer TSG AOK Campus.

Auf drei Spielfeldern wurde nach dem Schweizer System gespielt. Durch zufällig geloste Spielpaarungen spielte jeder gegen jeden mit dem Ziel, sich für die erste der drei Finalgruppen zu qualifizieren. Diese unterschieden sich nach Spielstärke, um möglichst faire und ausgeglichene Spiele zu gewährleisten. Teamgeist, Ehrgeiz sowie der unbedingte Wille, sich für die Mitspieler einzusetzen – das verband die Teilnehmer*innen dieses spannenden Turniers, bei dem sich die Dragons Wilhelmsdorf in Gruppe 1 durchsetzten und als Turniersieger vom Feld gingen.

Und auch dieses inklusive Turnier war nicht ohne das Engagement zahlreichen Personen möglich. Neben den Schiedsrichtern, den Organisatoren, Partnern und Sponsoren waren das vor allem Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule Sinsheim, die sich um die Verpflegung der über 230 Spielerinnen und Spieler kümmerten.

2. Partizipation

Kongress BLICKWINKEL in Hamburg

Sport, Bewegung und Ernährung waren die drei großen Themen des Sportkongress BLICKWINKEL von 6. bis 9. September in Hamburg. Special Olympics Deutschland (SOD) hatte zusammen mit der Stiftung Alsterdorf Sportler*innen mit Behinderung und ihre Familien in die Hochschule für angewandte Wissenschaften nach Hamburg eingeladen. 70 Teilnehmer*innen aus dem gesamten Bundesgebiet, unter ihnen zahlreiche Athletensprecher*innen, waren der Einladung gefolgt, mit dabei auch SOBW-Athletensprecherin Tatjana Raible und SOBW Familienbeauftragte Claudia Raible. Das Besondere des Kongresses war, dass auch Menschen mit Behinderung als Referent*innen auftraten, indem sie Vorträge hielten oder Workshops leiteten. Ein zentrales Thema dabei war die Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung im Sport, zu dem Tatjana Raible einen Workshop leitete und die Ergebnisse anschließend im Plenum vortrug. Die Familienangehörigen konnten sich über rechtliche Rahmenbedingungen von Selbstbestimmung und Teilhabe informieren. Und wie es sich für einen Sportkongress gehört, wurden die Vorträge und Workshops immer wieder von sportlichen Mitmachangeboten unterbrochen.

3. Veranstaltungsrückschau

Kraftdreikampf Wettbewerb in Oppenau

Erstmals war der Athletenclub Oppenau Ausrichter eines Kraftdreikampf Wettbewerbs von Special Olympics. Eine Athletin und 22 Athleten aus dem ganzen Bundesgebiet waren ins Renchchtal gereist, um sich in den drei Disziplinen Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben. Bei der Wertung werden Geschlecht und Körpergewicht ins Verhältnis zum bewegten Gewicht gesetzt. Allerdings entscheidet nicht nur die Kraft über den Sieg, sondern auch die richtige Technik, Ausführung der Bewegung und das Befolgen der Kommandos der Kampfrichter. Lokalmatador Lukas Schütterle gelang ein Wettbewerb ohne einen einzigen Fehlversuch, er belegte Platz 1, gefolgt von Sergej Ebert und Peter Pätsch von den Berliner Werkstätten. Für die Erstplatzierten gab es nicht nur eine Goldmedaille, sondern auch einen Pokal der Stadt Oppenau.

Zahlreiche Mitglieder des Athletenclubs Oppenau waren am Wettbewerbstag vor Ort, um die Athleten anzufeuern und die gelungene Veranstaltung als Helfer zu unterstützen.

„Gemeinsam stark“  beim 10. Integrativen Reitertag auf dem Ugenhof

Unter dem Motto “Gemeinsames Reiten ist gemeinsamer Erfolg“ hieß es am 28. September aus Sicht der der RSG Ugenhof e.V. und dem Verein zur Förderung des Behindertenreitsports e.V. sowie der Pferdepension Ziegler „Hufschlag frei“  für den 10. Integrativen Reitertag auf dem Ugenhof.

An diesem Tag zählten nicht nur die sportlichen Erfolge, sondern das Miteinander zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Durch einen „reitsportlichen Mix“ aus Wettbewerben für Reiter mit und ohne Handicap, Führzügel-, Reiterwettbewerben, speziellen Dressuraufgaben der Organisation Special Olympics für Reiter mit Handicap, einem Geschicklichkeitsparcours, wie auch einer Schritt-Trab-Dressur für Teams aus einem Reiter mit Handicap und einem ohne, dem sogenannten „Unified Dressurwettbewerb“, war für jeden etwas dabei, - was in diesem Jubiläumsjahr für einen erneuten Teilnehmerrekord mit über 170 Starts sorgte!

In den Dressurwettbewerben am Vormittag ging es um die Wertung zum Landeschampionat der Reiter mit Handicap 2019. Ihre Schärpen und Medaillen erhielten die Sieger und Platzierten aus der Hand des Präsidiumsmitgliedes des Württembergischen Pferdesportverbandes, Rolf Berndt. Ganz oben auf dem Treppchen standen: Thomas Müller (TSV Mähringen), Carla Kimmig (RFV Lustnau), Lisa Preiß (RSG Ugenhof), Samuel Schmid (RV Initiative Therapeutisches Reiten), Marie Kaiser (VTR Bolheim) und Sabrina Leder (RFV Steinheim).

Am Nachmittag stellten sich viele Paare in der „Unified Dressur“ der Konkurrenz. Hierbei wurde auch um den in diesem Jahr von den Technischen Werken Herbrechtingen gestifteten „Schwoba Cup“ geritten, den am Ende - das Team Karin Gellrich und Mona Bengelmann (RSG Ugenhof) in Empfang nehmen durfte! Der anschließende Geschicklichkeitswettbewerb um den beliebten Rolf-Herzel-Preis zählte wie auch die Level B- und Level C-Dressur vom Vormittag, als je zweite Wertungsprüfung zur 3. Kreismeisterschaft des PSK Heidenheim für geistig behinderte Reiter. Die hierbei nach Punkten erst- bis drittplatzierten Reiter werden im November im Rahmen des PSK-Balles in Niederstotzingen geehrt.

Als letzte Prüfung war ein Dressurreiterwettbewerb ausgeschrieben, der in Verbindung mit einem Dressurwettbewerb beim Breitensporttag in Herbrechtingen-Bolheim  ebenfalls in die „Schwoba-Cup“-Wertung einging. Dieser wurde im Anschluss durch den Geschäftsführer der Technischen Werke Herbrechtingen, Martin Grässle, an die Punktbeste aus beiden Wertungsprüfungen, Franziska Rutz (Initiative Therapeutisches Reiten Ebersbach), überreicht.

Der 10. Integrative Reitertag hat gezeigt, dass solche Veranstaltungen das Verständnis zwischen Menschen mit und ohne Behinderung fördern und welch tolle Momente man an solch einem Tag gemeinsam erleben kann.

Tischtennis-Turnier TSV Scheer 2019

Am 12. Oktober richteten die Oberschwäbischen Werkstätten (OBW) in Zusammenarbeit mit SOBW das Tischtennis-Turnier im Landkreis Sigmaringen aus.  Die sportliche Leitung sowie die Turnierleitung oblagen dem Tischtennisverein Scheer. 

Durch die anderweitige Belegung der Sporthalle in Scheer fand das Turnier im benachbarten Blochingen statt. Dementsprechend durfte der Ortsvorsteher von Blochingen, Heiko Emhart, dieses Jahr das Einlagespiel gegen Stefan Bubeck, den Bürgermeister der Gemeinde Mengen, unter den Augen der gespannten Athleten bestreiten. Anschließend begannen die Klassifizierungswettkämpfe an acht Tischtennisplatten. 16 Frauen und 27 Männer aus sieben Delegationen spielten nach dem Schweizer Turnier-System die Teilnahme in den unterschiedlichen Leistungsgruppen aus. Die Frauen wurden je nach erzielten Ergebnissen in drei, die Männer in fünf Leistungsgruppen unterteilt.

Die allgemein während dem Turnier vorherrschende gute Stimmung erreichte bei der Siegerehrung der Sportler ihren Höhepunkt. Diese gute Stimmung entstand neben der Motivation der Athleten in erster Linie durch die sehr gute Organisation im Vorfeld des Turniers durch die OWB Mengen sowie die eingespielte, sehr gute sportliche Organisation und Turnierleitung durch den Tischtennisverein Scheer.

4. Healthy Athletes

„Healthy Hearing® – Besser Hören“ in der OWB Mengen

Das Gesundheitsprogramm „Healthy Athletes® - Gesunde Athleten“ machte erstmals Station in Oberschwaben. Am 14. Oktober fanden in den Oberschwäbischen Werkstätten gGmbH (OBW) in Mengen Untersuchungen des Gehörgangs und des Hörvermögens statt. Unter der Leitung von Sandrina Hoffmann, regionale Koordinatorin der Gesundheitsdisziplin „Healthy Hearing® – Besser Hören“, wurden 33 Mitarbeiter*innen des OWB-Standortes Mengen untersucht. 

Neben der Kontrolle des Gehörgangs und des Trommelfells mittels Handotoskop, wurde eine Messung der Otoakustischen Emission (kurz: OAE) durchgeführt. Bei diesen Untersuchungen werden akustische Signale ins Innenohr gesendet und über die Gehörknöchelchen und des Trommelfells verarbeitet und zurückgeworfen. Diese Signale werden mit einem in den Ohrkanal eingebrachten Mikrofons aufgefangen. Dabei wird die Zeit bis zur „Rückkehr“ dieser Signale gemessen. Darüber kann die individuelle Hörfähigkeit bestimmt werden. Bei einem positiven Ergebnis ist die Untersuchung damit abgeschlossen.

Nach den Untersuchungen erhielten die freiwilligen Teilnehmer *innen eine Bescheinigung über gutes Hörvermögen bzw. eine Weiterbehandlungsempfehlung. Insgesamt wurde an 13 Personen eine Weiterbehandlungsempfehlung zu einer genaueren Kontrolle des Hörvermögens ausgegeben. Dies entspricht beinahe 40 % der untersuchten Personen.

Sowohl Sandrina Hoffmann als auch Florian rauch, Referent für das Gesundheitsprogramm „Healthy Athletes® - Gesunde Athleten“ bei SOBW, zeigten sich sehr zufrieden mit der Anzahl an Untersuchungen, dem Gesamtablauf und in erster Linie mit der Motivation der Teilnehmer*innen.

5. Weltspiele 2023

SOD Regionalkonferenzen zu den Weltspielen 2023 

Berlin wird im Jahr 2023 mit den Special Olympics Weltspielen die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung ausrichten. Es werden voraussichtlich rund 7.000 Athletinnen, Athleten sowie Unified Partnerinnen und Partner aus 170 Nationen an Wettbewerben in 24 Sportarten teilnehmen, die von mehr als 3.000 Betreuer*innen sowie 12.000 Familienmitgliedern begleitet und  von ca. 20.000 Volunteers unterstützt werden. „Eine inklusive Veranstaltung dieser Dimension kann einen großen Impuls für die weitere Ausgestaltung einer inklusiven Gesellschaft geben. Aus diesem Grund wollen wir die gesamte Vorbereitungszeit nutzen, um Inklusion im und durch Sport in Deutschland voranzubringen,“ begründete  SOD-Bundesgeschäftsführer Sven Albrecht die Durchführung von fünf Regionalkonferenzen in Dortmund, Frankfurt, München, Hamburg und Berlin im September. In den jeweils vierstündigen Regionalkonferenzen informierte SOD über den allgemeinen Planungsstand und diskutierte mit Mitgliedern, Haupt- und Ehrenamtlichen sowie Athletinnen und Athleten über Beteiligungsmöglichkeiten und den nachhaltigen Nutzen der Weltspiele. Angedacht ist, dass Kommunen, Sportvereine und Schulen mit inklusiven Projekten im ganzen Land einbezogen werden.

Von den Teilnehmern vor Ort konnte sehr viel eingebracht werden. So betonte beispielsweise die Baden-Württembergische und gleichzeitig Nationale Koordinatorin Radsport, Claudia Geiger: „Wir wollen dem Weltverband SOI zeigen, dass wir das Thema Unified Sports® und die dazugehörigen Sportregeln bei uns sehr ernst nehmen. Wenn wir wollen, dass unsere hohen Standards bei den Weltspielen eingehalten werden, müssen wir auch unsere Nationalen Experten in die jeweiligen Sportart-Organisationsteams reinbringen, und zwar am besten als Technical Delegates, denen das Regelwerk vor Ort untersteht“.

Die fünf Regionalkonferenzen waren der Auftakt für einen umfangreichen Prozess, der Ende Januar 2020 mit einer Tagung für Special Olympics Athletinnen und Athleten sowie einem ersten Dialogforum für externe Partner und Unterstützer fortgeführt wird.

6. Aus dem Verband

Politischer Abend

Am 4. Juni hatte SOBW die sportpolitischen Sprecher*innen der Fraktionen im Landtag zu einem Politischen Abend“ in das Stuttgarter Rathaus eingeladen. Ziel war, die Parlamentarier von der Notwendigkeit einer finanziellen Förderung von SOBW durch das Land in Höhe von 150.000 Euro im Jahr zu überzeugen.

In kurzen Statements machten Athletensprecherin Tatjana Raible, SOBW-Präsident Harald Denecken und sein Vize Mathias Tröndle sowie der Vorsitzende der Sportjugend Luca Wernert und der ehemalige Landesbehindertenbeauftragte Gerd Weimer vom SOBW-Präsidium deutlich, dass Special Olympics die einzige Sportbewegung sei, die mit ihren Zugangsvoraussetzungen und den Klassifizierungswettbewerben Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit gebe, an fairen Wettbewerben teilzunehmen. Zudem fördere Special Olympics die Inklusion in regulären Sportvereinen, u.a. durch Unified-Wettbewerbe und erfülle damit eine wichtige Vorgabe der UN-Behindertenrechtskonvention. Alexander Kölle vom Partner AOK Baden-Württemberg betonte, dass  SOBW mit seinem Gesundheitsangebot „Healthy Athletes“ Lücken im Gesundheitssystem schließe und damit ganzheitliche Prävention bei einer vom Gesundheitssystem vernachlässigten Bevölkerungsgruppe betreibe. Ingo Pezina, Geschäftsführer des Landesverbands Baden-Württemberg erläuterte die Bedeutung des Sports für die Persönlichkeitsentwicklung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Und der ehemalige Geschäftsführer des Landessportverbands Baden Württemberg Rainer Hipp, Mitglied im Fachbeirat SOBW, legte dar, dass SOBW weit mehr leiste als „nur“ ein Sportangebot für Menschen mit Behinderung zu machen. Sportler mit geistiger Behinderung benötigten besondere Zugangsbedingungen zum Sport, die so nur von SO zur Verfügung gestellt würde.

Die anwesenden Fraktionsvertreter*innen zeigten sich überzeugt von der unverzichtbaren Arbeit von SOBW und sicherten zu, sich zunächst für eine Übergangsfinanzierung in den kommenden beiden Jahren einzusetzen. Parallel werden Gespräche über einen möglichen fixen Betrag über den Solidarpakt IV geführt.

„SOBW gleicht seine Struktur der eines Fachverbands an“

Mit der ersten Tagung des neuen Unterorgans „Vereinigung Persönlicher Mitglieder“ (VPM) haben sich am 11. September 2019 erstmalig die Einzel- und Familienmitglieder von SOBW versammelt.

Die Anliegen dieser Mitglieder werden fortan dort besprochen; die Mitglieder haben Delegierte bestimmt, die die Anliegen der VPM in der ordentlichen Mitgliederversammlung von SOBW vertreten. 

Die bisherige Möglichkeit einer persönliche Mitgliedschaft auf Verbandsebene ist durch diesen Strukturwandel nicht mehr gegeben

Dass SOBW den Status Fachverband anstrebt und diesen Schritt daher gehen musste, wurde von den SOBW-Mitgliedern bereits im Jahr 2017 beschlossen, um an einer gleichberechtigte Förderung im Sportsystem teilhaben zu können. 

Der Dachverband SOD ist seit 1.12.2018 Spitzenverband im DOSB, und mit Thüringen, dem Saarland sowie Sachsen-Anhalt sind bereits drei Landesverbände in ihren jeweiligen Landessport-Bünden als Fachverbände aufgenommen worden.

Mitgliederversammlung von SOBW 2019

Am 17.10.2019 wurde die ordentliche Mitgliederversammlung von SOBW in Stuttgart im TREFFPUNKT Caritas durchgeführt. Präsident Harald Denecken blickte positiv auf das vergangene Jahr zurück: „Es geht deutlich aufwärts bei SOBW!“ Hubert Hüppe, Vizepräsident von SOD, überbrachte Grüße der SOD-Präsidentin Christiane Krajewski, bescheinigte SOBW eine tolle Entwicklung und dankte für die sehr gute und intensive Zusammenarbeit.

Einen sehr umfangreichen Bericht konnte Tatjana Raible, Athletensprecherin von SOBW, abgeben. Sie war als Referentin bundesweit unterwegs und hat auch im Ländle sehr viele Veranstaltungen begleitet. Geschäftsführer Christian Sigg warb bei den Mitgliedern um die Zustimmung für die Aufstockung des Personals der Geschäftsstelle, um den Kernbereich Sport zu stärken, was diese auch einstimmig taten. 

Auch ein positiver Blick nach vorne war möglich: Schatzmeisterin Beate Slavetinsky bewertete die finanzielle Lage des Verbands als „gut im Griff“ und sieht den Verband im Hinblick auf eine weitere finanzielle Verbesserung durch Sponsoring optimal gerüstet.           

Neuigkeiten aus der Geschäftsstelle

Lorena Grimmig leistet seit September 2019 ihren Bundesfreiwilligendienst bei SOBW. Die 18-Jährige möchte mit ihrem Einsatz neue Erfahrungen im Bereich Inklusion durch Sport sammeln und das Jahr als Orientierungsphase für die Zukunft nutzen. In der Geschäftsstelle ist sie als Büroassistenz tätig, d.h. sie beantwortet telefonische Anfragen und verwaltet die E-Mail-Konten. Und im Veranstaltungsmanagement ist sie Projektassistenz, dazu gehören die Aktualisierung der Anmeldungen und die Unterstützung beim Veranstaltungsservice. Ihr erster Kontakt mit Special Olympics war bei den Landessommerspielen 2017 in Offenburg als freiwillige Helferin.

7. Athletenportrait

 

Er ist Special Olympics-Weltmeister  im Rennradfahren: Der 39 jährige Athlet Michael Lofink aus Mosbach gewann bei den Weltspielen in Abu Dhabi auf der Formel-1-Rennstrecke „Yas Marina Circuit“ gleich zweimal Gold. Gleichzeitig ist Michael Lofink im Athletenrat von SOBW:

 

Michael, wie häufig trainierst Du für Deine sportlichen Erfolge bei Special Olympics?

Ich fahre zwei bis dreimal in der Woche und im Winter trainiere ich täglich 3 Stunden auf der Rolle im Wohnzimmer

Was sind Deine nächsten sportlichen Ziele?

Die Teilnahme an den baden-württembergischen Meisterschaften 2021 in Mannheim, bei den Deutschen Meisterschaften 2022 in Berlin und vielleicht noch mal Teilnahme an den Weltspielen 2023 in Berlin.

Was bedeutet Dir Dein Amt als Athletenrat bei SOBW?

Der Athletenrat ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Präsidium und den Athleten. Für mich ist es einfach ganz wichtig, Schwächere zu unterstützen, daher bin ich im Athletenrat, um einfach für meine Kollegen und Kolleginnen da zu sein und ihre Interessen zu vertreten.

Im Athletenrat setzen uns dafür ein, dass die Interessen und Rechte von Menschen mit Behinderungen und das Menschen mit Behinderung viel mehr in die Planung von Veranstaltung und von Special Olympics mit einbezogen werden, denn uns ist Inklusion sehr wichtig.

Wie wünschst Du Dir von Special Olympics ?

Dass es ein gleichmäßiges Verhältnis zwischen Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung auf allen Ebenen gibt, und dass wir in Zukunft genauso bekannt sind wie die normalen Olympiaden und jegliche anderen Sportveranstaltungen. Dass es einfach nicht mehr als was Besonderes angesehen wird.

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