Vor einiger Zeit bekam ich von Special Olympics die Anfrage, ob ich Lust hätte, bei der NFL als Volunteer zu helfen. Natürlich habe ich sofort zugesagt – so eine Gelegenheit bekommt man schließlich nicht alle Tage! Wir arbeiteten in einem gemischten Team aus Menschen mit und ohne Behinderung, und auch wenn viele von uns kein Englisch sprachen, haben wir uns mit Händen, Füßen und viel Lächeln wunderbar verständigt.
Am Donnerstag, den 6. November, fand unsere erste kleine Besprechung statt. Zuerst mussten wir uns anmelden. Dafür bekamen wir ein Armband, mit dem wir Zugang zum Gelände hatten. Gemeinsam liefen wir anschließend zu einem großen Zelt, wo wir weitere Informationen erhielten. Unterwegs durften wir schon einen Blick ins Stadion werfen, das extra für das Event umgebaut worden war. Es war beeindruckend – riesig, modern und voller Energie, auch wenn noch gar keine Zuschauer da waren. Fotos durften wir zwar machen, aber uns wurde gesagt, dass wir sie weder posten noch weitergeben dürften, damit die Überraschung erhalten blieb.
Im Zelt mussten wir uns dann wieder anstellen, um unsere Daten aufzunehmen. Danach bekamen wir unsere Arbeitskleidung – eine warme Jacke, einen Pullover und eine Mütze. Anschließend hörten wir uns noch einen Vortrag an. Der war zwar auf Englisch, aber die Mitarbeiter von Special Olympics Deutschland waren so nett und übersetzten alles Wichtige für uns.
Am Sonntag war es dann endlich so weit: Unser großer Einsatztag! Ich traf mich mit Juliane, einer anderen Volunteerin, und wir fuhren gemeinsam zum Stadion. Schon auf dem Weg dorthin war ich aufgeregt – man spürte richtig, dass ein besonderes Ereignis bevorstand. Vor Ort holten wir unsere Aufgaben ab und warteten auf die anderen Teammitglieder. Nachdem alle ihre Akkreditierungskarten bekommen hatten, machten wir uns zusammen auf den Weg zu unserem Einsatzort.
Unsere Aufgabe war es, den Besuchern zu helfen, sich auf dem Gelände zurechtzufinden. Ich wurde schließlich beim NFL-Shop eingeteilt. Dort zeigte ich den Leuten, wo der Eingang war, beantwortete Fragen und erklärte, wie lange die Wartezeit ungefähr betrug. Es machte richtig Spaß, mit so vielen verschiedenen Menschen zu sprechen – alle waren freundlich, aufgeregt und gut gelaunt.
Am Nachmittag, gegen 16 Uhr, durfte ich eine Pause machen. Ich setzte mich in unser Zelt und konnte dort das Spiel auf einem Bildschirm verfolgen. Natürlich wäre es toll gewesen, live im Stadion zu sitzen, aber auch so war die Stimmung einfach großartig.
Diese Tage bei der NFL waren für mich eine ganz besondere Erfahrung. Ich habe viele neue Menschen kennengelernt, spannende Einblicke hinter die Kulissen bekommen und durfte Teil eines großen Teams sein. Es war anstrengend, aber auch unglaublich bereichernd – und ich würde es jederzeit wieder machen.
Text: Karen




