Insgesamt nahmen 12 Menschen mit und ohne Behinderung an dem Kurs teil. Der Kurs wurde von Michael Freyhoff vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Bremen e.V. geleitet. Schon in der Vorstellungsrunde entstand eine offene Atmosphäre. Die Teilnehmenden berichteten von ihren Sportarten und ihren bisherigen Erfahrungen mit Erster Hilfe.
Im praktischen Teil spielten wir verschiedene Notfallsituationen durch. Zuerst ging es um den Umgang mit ansprechbaren verletzten Personen. Wir lernten, ruhig zu bleiben, zu prüfen, ob eine Person reagiert, und erst dann zu handeln. Gemeinsam übten wir, den Kopf zu stabilisieren und einen Notruf abzusetzen. Dabei wurde klar, worauf es ankommt: die 112 wählen, den genauen Ort nennen und am Telefon bleiben, bis die Leitstelle das Gespräch beendet.
Auch den Umgang mit der Wärmedecke probierten wir aus. Eine Person legte sich auf den Boden und wurde von anderen zugedeckt. So zeigte sich anschaulich, wie die Decke richtig eingesetzt wird. „Mir ist zumindest nicht kälter“, sagte Kursteilnehmerin Vanessa und sorgte damit für einen Moment des gemeinsamen Lachens.
Beim Anlegen von Verbänden arbeiteten wir in Zweiergruppen zusammen. Zunächst verbanden wir gegenseitig unsere Arme, später auch unsere Köpfe. Mit jeder Übung wuchs die Sicherheit, und alle konnten ihre Fähigkeiten weiterentwickeln.
Zum Abschluss übten wir den Umgang mit bewusstlosen Personen. In kleinen Rollenspielen probierten wir aus, wie wir Hilfe holen, die Atmung prüfen und die stabile Seitenlage anwenden. Durch das gemeinsame Üben gewann die Gruppe zunehmend Sicherheit.
Der Kurs hat gezeigt: Erste Hilfe lebt vom Mitmachen. Durch das gemeinsame Lernen, Ausprobieren und Unterstützen konnten alle Teilnehmenden Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln und wichtige Grundlagen für den Ernstfall mitnehmen.





