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Die Barakiel Halle der Stiftung Alsterdorf ist ein Leuchtturmprojekt für Inklusion in Hamburg. Sie ist die erste barrierefreie Sporthalle in Deutschland. Am 23 April wurde Zehn Jahre Barakiel Halle in Hamburg mit 140 Gästen aus Politik, Gesellschaft und Inklusionssportler gefeiert.

Die Eröffnung der Feier begann mit 100 Schülerinnen und Schüler der Bugenhagenschule Alsterdorf. In der Halle haben sie verschiedene Kunststücke aufgeführt. Nach der Aufführung wurden dort verschiedene Reden gehalten über die barrierefreie Sporthalle. Die Ansprache haben dort gehalten: Christoph Holstein, dem Staatsrat für Sport in der Behörde für Inneres und Sport in Hamburg, und Rando Aust, dem Vorsitzenden der Alexander-Otto-Sportstiftung. Die Sportstiftung wurde 2006 gegründet. Sie hat das Ziel, in Hamburg den Breitensport zu fördern. Der Schwerpunkt der Stiftungsarbeit in der Jugendförderung.   

Die Stiftung fördert darüber hinaus den Sportunterricht von Schulen. In den Schulen werden Kurse im Eissport und Ballsport angeboten. Die Behörde für Inneres und Sport in Hamburg ist zuständig für die Bereiche Migration, den Verfassungsschutz, Katastrophenschutzes, die Verkehrssicherheit sowie den Sport. Sie hat die Aufgabe, für Sicherheit und Ordnung bei Veranstaltungen, Demonstrationen und Straßenverkehr zu sorgen. Im Anschluss gab es dort eine Gesprächsrunde zur Inklusion im Sport mit Stefan Schlegel, dem Experten im Inklusionssport beim Sportverein Eidelstedt, Maike Carsen Freizeitsportlerin im Inklusionsportverein Alsterdorf und Silvia Pille-Steppat.

Bei der Veranstaltung haben sich die Gäste untereinander ausgetauscht. Stefan sagt, dass er die Halle besonders findet: „Als ich die Sporthalle gesehen habe die barrierefreie Sport Halle, habe ich mich sofort in sie verliebt und habe gesagt, hier müssen wir unbedingt mit neuen Gruppen hin, weil es einfach zu wenig Sporthallen gibt, die wirklich voll Inklusiv ausgestattet sind“. Der Verein Eidelstedt bietet insgesamt 13 Sportgruppen an, die regelmäßig in der Halle Sport treiben. Dort werden Klettern, Trampolin, Tanzen und Rollstuhlsport angeboten. Stefan betont die gelungene Umsetzung der barrierefreien Halle: „Es ist gut umgesetzt worden. Die Planer haben sich wirklich Gedanken gemacht alles ist super umgesetzt worden“.

Bei der Errichtung der Sporthallen ist es wichtig, die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen zu berücksichtigen, damit diese entsprechend umgesetzt werden. Christoph Holstein, der Staatsrat für Sport in der Behörde für Inneres und Sport in Hamburg betont: „Wir müssen kucken welche Bedürfnisse barrierefreie Sportler haben. Das wir möglichst keine Treppen und breite Türen haben. Das wir Sportangebot anbieten können, was im Behinderten Sport besonders gefragt ist“.

Meike Carlsen die Freizeitsportlerin Sportverein Alsterdorf findet es wichtig, dass es Inklusive Sportangebote gibt. Sie betont die Bedeutung von Inklusion. „Für mich bedeutet, dass Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung Sport machen können. Ich finde es total gut, dass es sowas gibt, weil ich finde es auch sehr wichtig Sport zu machen auch wenn man eine Behinderung hat“.

Maike findet die Halle von großer Bedeutung. Sie sagt: „Ich finde die Barakiel Halle total klasse, weil es so schön groß ist und auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Das es nicht so laut ist, dass es abgedämpft ist“. Die Atmosphäre in der Halle ist sehr schön und fröhlich. Meike betont: „Hier sind unterschiedliche Menschen mit Beeinträchtigungen, und alle haben Spaß hier. Die machen hier gerne Sport, egal wie schnell man ist“.

Es gibt auch ein paar Kritikpunkte an der Halle. Stefan sagt: „Es gibt ein bis zwei Mankos, die hier sind, beispielsweise dass der Eingangsbereich zu sehr im Bereich Halle eins ist. Wenn man selbst in Halle drei tätig ist, kriegt man nicht mit, wer in die Halle kommt. Der Flur ist ein bisschen eng.“ Er hofft, dass sich die Behörde die Sporthalle besichtigt und erkennt, dass Inklusion in Sporthallen möglich ist.

Die Veranstaltung war gut besucht und es herrschte eine harmonische Stimmung in der Halle. Dort gab es eine große Auswahl an Speisen und Getränken. Es fanden fröhliche Gespräche statt. Das Jubiläum war ein großer Erfolg, die Gäste gingen mit guter Laune nach Hause.