„Die Landesspiele waren ein starkes Zeichen für ein inklusives Miteinander und Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in unserer Gesellschaft. Dabei haben diese Spiele hier in Erlangen neue Maßstäbe gesetzt“, so Erwin Horak, Präsident von SOBY. „Nicht nur die Anzahl der teilnehmenden Delegationen, Sportlerinnen und Sportler oder Helferinnen und Helfer ist dabei bemerkenswert. Die Veranstaltung hat auch großes öffentliches und mediales Interesse erzeugt und so ein besonderes Bewusstsein für unsere Athletinnen und Athleten geschaffen.“
Sportliche Wettbewerbe begeistern
In insgesamt 19 Sportarten gingen Athletinnen und Athleten mit und ohne geistige Beeinträchtigung an den Start. Die Teilnehmer*innen aus insgesamt 140 Delegationen sorgten an vier Tagen für sportlich faire und spannende Wettbewerbe. Während der Landesspiele fanden insgesamt 328 Siegerehrungen statt. Besonders erfreulich sind die SOBY-Premieren der beiden Sportarten Handball und Hockey. Im Hockey wurde ein Ein-Tages-Turnier mit sechs Unified-Mannschaften gespielt. Im Handball fand ein Spiel als Abendsportveranstaltung gemeinsam mit Interviews und einer Autogrammstunde des HC Erlangen statt. „Beide Sportarten sollen in den kommenden Jahren weiter gestärkt und ausgebaut werden. In den übrigen 17 Sportarten fanden Anerkennungswettbewerbe für die Nationalen Spiele 2026 von Special Olympics Deutschland im Saarland statt“, erklärte SOBY Geschäftsführer Sebastian Stuhlinger.
Großes Interesse am Rahmenprogramm der Landesspiele
Die Highlights des Rahmenprogramms der Landesspiele waren zweifelsohne die Eröffnungs- und Abschlussfeier. Zum Start der Spiele feierten rund 3.500 Menschen gemeinsam, bei der Abschlussfeier waren es 1.000. Die Athlet*innen- und Helfer*innen-Disko musste zwar wegen Regens kurzzeitig unterbrochen werden, lud aber unzählige Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Tanzen und Singen ein. SOBY-Präsident Horak: „Die Spiele hatten einen bunten und würdigen Rahmen. Besonders freut mich, dass keine unserer Open-Air Veranstaltungen dem Wetter komplett zum Opfer gefallen ist. Unsere Athletinnen und Athleten haben aus dem wechselhaften Wetter stets das Beste gemacht. Diese Freude und Begeisterungsfähigkeit erlebt man wohl nur bei Special Olympics.“
Auch im Gesundheitsprogramm Healthy Athletes® - Gesunde Athleten und im wettbewerbsfreien Angebot kann eine positive Bilanz gezogen werden. Mit 1.538 Untersuchungen in den vier Gesundheitsdisziplinen „Besser Hören“, „Besser Sehen“, „Fitte Füße“ und „Gesund im Mund“ wurde das Angebot sehr gut genutzt. Allein in der Disziplin „Besser Sehen“ wurden 387 Brillen mit Sehstärke angefertigt, die kostenfrei an die Athlet*innen übergeben werden. „Die Gesundheits-Angebote von SOBY bieten einen echten Mehrwert, der weit über den Sport hinausgeht. Die Spiele haben wieder einmal verdeutlicht, dass der Bedarf an zusätzlichen, medizinischen Untersuchungen groß und notwendig ist“, sagt Erwin Horak. „Besonders freut mich die Resonanz auf das Seminar Frauen-Gesundheit, das Special Olympics Bayern als einziger Landesverband anbietet.“ In diesem Seminar informierten sich 60 Teilnehmerinnen zu Themen der Frauen-Gesundheit.
Das wettbewerbsfreie Angebot ist ein offener Mitmach- und Spiel-Parcours, der zum Aktivwerden einlädt. Das Angebot, das im Außenbereich des Veranstaltungszentrums rund um die Gerd-Lohwasser-Halle stattfand, wurde von rund 1.000 Tagesteilnehmenden wahrgenommen. „Was mich besonders gefreut hat: es haben nicht nur Athletinnen und Athleten teilgenommen. Es waren auch Besuchergruppen aus Kindergärten, Schulen und Werkstätten dabei. So sind sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigung spielerisch nähergekommen. Das war gut,“ freut sich der Athletensprecher von Special Olympics Bayern Max Kühnreich.
Eine logistische Herausforderung
Eine Veranstaltung der Größenordnung der Landesspiele stellt eine große logistische Herausforderung für SOBY darf. Erwin Horak: „Ohne unzählige Ehrenamtliche ist das nicht machbar. Mit über 120 Mitgliedern im Organisationsteam und über 750 freiwilligen Helferinnen und Helfern waren so viele Personen wie nie zuvor bei einer Veranstaltung für uns aktiv. Ihnen gilt ein besonderer Danke. Sie bringen ihre Zeit und Energie in die Spiele ein und sorgen dafür, dass die Abläufe stimmen und die Aufgaben auf viele Schultern verteilt werden. Ich danke aber auch dem gesamten Präsidium von SOBY und insbesondere den hauptamtlich Beschäftigten, den Organisatoren der Geschäftsstelle. Sie haben mit ihrem Engagement gezeigt, was ein Landesverband leisten kann, wenn das Miteinander funktioniert.“ Bei den Landesspielen wurden z.B. an den Veranstaltungstagen 11.871 Lunchpakete und 8.976 Liter Wasser ausgegeben.
Nach Erlangen 2025 ist vor dem Oberallgäu 2027
Mit der Abschlussfeier wurde auch die Fahne von SOBY an den Gastgeber der kommenden Winterspiele 2027 – die Stadt Sonthofen und die fünf Hörnerdörfer Balderschwang, Bolsterlang, Fischen, Obermaiselstein und Ofterschwang – weitergereicht. „Die Landesspiele in Erlangen waren professionell durchorganisiert. Wir wollen nun den Schwung der Veranstaltung mitnehmen, um auch 2027 im Oberallgäu wieder optimale Bedingungen für die Wettbewerbe bieten und viele Menschen begeistern zu können. Mit Sonthofen und den Hörnerdörfern haben wir hierfür starke und verlässliche Partner an unserer Seite. Darauf freue ich mich schon sehr,“ betont Geschäftsführer Sebastian Stuhlinger.
Die Landesspiele 2025 in Zahlen
- Athlet*innen: 1.500
- Trainer*innen: 471
- Delegationen: 140
- Helfer*innen: über 750
- Familienmitglieder: 250
- Mitglieder im SOBY Organisationsteam: 129
- Sportarten: 19
- Siegerehrungen: 328
- Tagesteilnehmer wettbewerbsfreies Angebot: 982
- Durchgeführte Gesundheits-Screenings: 1.538
- Teilnehmerinnen Seminar Frauen-Gesundheit: 60
- Akkreditierte Gäste: 400
- Akkreditierte Medienvertreter*innen: 40
- Ausgegebene Lunchpakete: 11.871
- Getrunkene Liter Wasser: 8.976
