30.01.2018 15:45 Uhr

Special Olympics Europa Symposium „Inclusion through Sport“

Die soziale Inklusion im und durch Sport stand im Fokus des internationalen Symposiums von Special Olympics Europe & Eurasia, das vom 25. - 27. Januar 2018 an der Technischen Universität München stattfand. Unter dem Titel „Inclusion through Sport“ diskutierten international renommierte Experten, unter ihnen auch Vertreter der Special Olympics Deutschland Akademie.

Die Teilnehmer des EU Research Workshops in München. (Foto: SOD)

Die Teilnehmer des EU Research Workshops in München. (Foto: SOD)

Das Symposium hatte zum Ziel, die Studien der beteiligten Länder (Nord-Irland, Finnland, Malta, Rumänien, Deutschland und Österreich) auf forschungsmethodische Herausforderungen zu prüfen und neue Forschungsfelder aufzuzeigen. Mit rund 60 Teilnehmenden war das Symposium sehr gut besucht. Dr. Timo Schädler, Leiter der SOD Akademie, führte durch das Programm. „Wir wollen nicht nur über Menschen mit geistiger Behinderung forschen, sondern mit Ihnen gemeinsam Studien entwickeln und umsetzen“, so Schädler.

Als Gastgeber begrüßte Prof. Dr. Ansgar Schwirtz, Dekan der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TU München und Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaften, die Teilnehmenden.

David Evangelista, Präsident und Managing Director, Special Olympics Europe & Eurasia, sprach die Wichtigkeit der Forschung im Bereich Inklusion und Sport an und befürwortete weitere Forschungsvorhaben im internationalen Austausch, wobei die Athleten immer im Mittelpunkt stehen sollten. Aktiv beteiligt war ebenfalls Amy Shellard, SOI; Senior Director Research and Evaluation, die direkt aus Washington eingeflogen kam und die Strategie zur sozialen Inklusion des internationalen Mutterverbandes darstellte.

Der SOD Fachausschuss Wissenschaft unter der Leitung von SOD Vizepräsident Bildung & Akademie, Prof. Dr. Manfred Wegner, nahm mit großem Interesse ebenfalls teil und nutzte die Gelegenheit, internationale Forschungsideen voranzutreiben. Der Landesverband Special Olympics Bayern koordinierte die teilnehmenden Athletensprecher / Co-Researcher und organisierte für alle Teilnehmer einen bayerischen Abend. 

Informationen zur europäischen Studie „Inklusion durch Sport“

An der transnationalen Studie "Inklusion durch Sport von Menschen mit geistiger Behinderung", die in München diskutiert wurde, sind sieben EU-Länder beteiligt. Sie  untersucht die Einstellungen zur sozialen Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderung. Die Erhebungen fanden während der Special Olympics Weltspiele in Österreich 2017 statt. Bei der Erhebung wurden Menschen mit geistiger Behinderung als Forschungsassistenten qualifiziert und eingesetzt.

„Wir wurden im Vorfeld der Veranstaltung durch die Mitarbeiter der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TU München vorbereitet, die Erhebung durchzuführen. An einem Tag habe ich 8 bis 9 Athleten interviewt", berichtet Special Olympics Athlet Albin Hofmayer. "Wenn ein Athlet einen Athlet befragt, ist es glaube ich einfacher, Antworten zu erhalten. Es hat mir viel Spaß gemacht“, so Hofmayer, Athletensprecher von Special Olympics Bayern. 

Special Olympics Deutschland hat den deutschen Teil der europäischen Special Olympics Studie  durchgeführt. Verantwortlich für die Umsetzung war die Technische Universität München (TUM) in enger Abstimmung mit der SOD Akademie. Gefördert wird die Studie aus dem Erasmus + Programm der Europäischen Union. Die TUM-Forschungsgruppe wurde von Dr. Daniela Schwarz (Fakultät für Gesundheit und Sportwissenschaften) und ihrem Team geleitet. Die TUM wurde von SOD mit der Durchführung beauftragt und arbeitet im Bereich Bildung und Wissenschaft eng mit der SOD Akademie zusammen.

© Special Olympics Deutschland e.V.   |   Website von Kombinat Berlin