03.03.2015 18:12 Uhr

Medaillenjagd über 5 km Ski Langlauf

Dienstag, 03.03.2015, 16:00 Uhr. Aufgereiht stehen die Athleten hintereinander am Start des Finalwettbewerbes Ski Langlauf über fünf Kilometer. Dann endlich um 16:02 Uhr startet der erste Läufer in der Loipe. Alle 30 Sekunden startet der nächste Athlet unter Beifall der Zuschauer und dem typischen Läuten einer Kuhglocke. Dazu werden durch Lautsprecher die Namen der jeweils startenden verlesen. Wer bis hierhin noch nicht motiviert war, der ist es spätestens jetzt.

Die Schweizerin Erika Kälin und ihr Begleiter Reinart Schütz bildeten im Ski Langlauf ein gutes Team. (Foto: SOD/ Tom Gonsior)

Die Schweizerin Erika Kälin und ihr Begleiter Reinart Schütz bildeten im Ski Langlauf ein gutes Team. (Foto: SOD/ Tom Gonsior)

Eigentlich sollte das Feld in einem Massenstart starten, doch wegen zu vielen Anmeldungen mussten Gruppen gebildet werden. Grundlage für die Einteilung waren die Zeiten, die bei vorherigen Läufen erzielt worden waren. Strahlender Sonnenschein und eine weiße Decke soweit das Auge reicht, bei besten Bedingungen geben die 31 Läufer ihr Bestes.Bereits um 16:16 Uhr erreicht der erste Läufer das Ziel. Doch ist das bereits der Sieg? Durch den verzögerten Start muss das Ergebnis noch abgewartet werden. Nach und nach trudeln die erschöpften Sportler im Ziel ein. Unter ihnen ist auch Erika Kälin. Die Schweizerin lief auf Grund einer Sehbeeinträchtigung mit ihrem Begleiter Reinart Schütz. Als man einen Glückwunsch für die Leistung ausspricht, wird man herzlichst umarmt: „Na komm erstmal umarmen!“ Als Schütz sich zu Kälin dreht und sagt „da kommt die Konkurrenz – Hop, hop, hop“, wird klar, dass es bei den Special Olympics Wettbewerben um den Sport geht und um das Miteinander. Die Konkurrenz wird angefeuert, egal, was das für das Ergebnis bedeutet.

Das Feld ist sehr auseinander gezogen. Um 16:51 Uhr sind alle im Ziel und es kann zur Siegerehrung kommen. Durch die Einteilung in Leistungsgruppen gibt es mehrere Goldmedaillengewinner. Einer von ihnen ist Christoph Arnold. Er ist mit seiner Familie aus Dresden angereist und hat den Lauf der Leistungsgruppe M4 gewonnen. „Ich habe den Sieg erwartet“, sagt er selbstbewusst. „Ich habe dreimal die Woche trainiert. Die Gegner waren gut, aber ich habe ja gute Muskeln und viel Kraft. Das drei Kilometer Rennen morgen werde ich auch gewinnen.“ So viel Spaß es auch machen soll, die Jagd auf die Medaillen ist eröffnet.


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