20.01.2020 16:10 Uhr

Landes-Mannschaftsmeisterschaft im ID-Judo in Dülmen

Die 20. Landes-Mannschaftsmeisterschaften im ID-Judo wurden am Samstag, 18. Januar 2020 in Dülmen ausgerichtet, auch aus Anlass der 100-Jahr –Feier der DJK Dülmen.

Pünktlich um 12:00 Uhr begrüßte Bernard Freitag als Organisator der Meisterschaft die angereisten Mannschaften aus NRW, den Niederlanden sowie aus Hessen und Rheinland-Pfalz. Wie in den letzten Jahren, wurde die Mannschaftsmeisterschaft auch in diesem Jahr als Einzelturnier durchgeführt.  Gekämpft wurde in drei Wettkampfklassen, eingeteilt nach Art und Schwere der Behinderung. In den einzelnen Gruppen trafen 2 – 6 Judoka aufeinander. Jeder musste gegen jeden kämpfen, kein Kämpfer schied vorzeitig aus, alle waren bis zum Ende dabei.  Für jeden Sieg wurde dem jeweiligen Verein ein Punkt gutgeschrieben, unabhängig von der Wettkampfklasse, so dass am Ende der Verein mit den meisten Punkten Landes-Mannschaftsmeister wurde. Frauen und Männer wurden dabei getrennt gewertet. In diesem Jahr wurden erstmals aber auch die Sieger der einzelnen Wettkampfklassen mit Medaillen und Urkunden geehrt. Erst am Ende der Veranstaltung gab es Mannschaftspokale für die besten drei Männer- und Frauenmannschaften. Sicherlich hat der neue Modus hinsichtlich der Siegerehrung erheblich dazu beigetragen, dass mit 140 Meldungen die Landes-Mannschaftsmeisterschaften eine Rekordbeteiligung vorweisen konnte. 

Die DJK Adler Buldern stellte, wie im vergangenen Jahr, am Freitagnachmittag die Großsporthalle der DJK Judoabteilung zum Aufbau der drei Wettkampfflächen, der Cafeteria und zur Ausstattung der großen Halle zur Verfügung. “ Ohne solch eine gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen ist so eine Veranstaltung nicht möglich“, sagte Bernard Freitag und bedankte sich ausdrücklich bei der DJK Adler Buldern für ihr Verständnis, schon am Freitag auf die Halle zu verzichten. „Nur hier können wir so eine große Veranstaltung in einem würdigen Rahmen durchführen“, die Halle ist einzigartig. So können auch die Judokas mit schwerst Mehrfachbehinderungen an dieser Meisterschaft aktiv teilnehmen“, sagte Bernard Freitag.

Special Olympics Nordrhein-Westfalen bot mit seinem Gesundheitsteam unter der Leitung von Frau Dr. Margarethe Möllering allen Anwesenden eine Ernährungsberatung über gesunde und weniger gesunde Lebensmittel an, die besonders von den Judoka gern genutzt wurde.

Zunächst kämpften die motorisch schwächeren Judoka der Wettkampfklasse 3 in zwei Stunden auf drei Matten um die wichtigen Mannschafts-Punkte. Viele Kämpfe wurden in der Bodenposition durchgeführt, weil die Gleichgewichtsfähigkeit einiger Teilnehmer nicht genügend ausgebildet werden konnte. Auch traten hier viele ältere Judoka an, da der Bodenkampf ihr Leistungsvermögen wesentlich besser berücksichtigt. Aber auch viele Nachwuchs-Judoka waren in diese Wettkampfklasse am Start.

Nach Abschluss der Wettkampfklasse 3 erfolgte für diese Judoka gleich die Siegerehrung, so dass unnötige und zu lange Wartezeiten für die Kämpfer erheblich reduziert werden konnten. Alle Judoka wurden zur Siegerehrung aufgerufen und erhielten Medaillen und Urkunden.

In einem zweiten Wettkampfabschnitt von 14:30 bis 17:00 Uhr folgten die Kämpfe der Wettkampfklasse 2 und 1. in der Wettkampfklasse 2 mit den meisten Teilnehmern wurde fast ausschließlich in der Standposition gekämpft. Ein Bodenkampf in dieser Klasse ist nur nach vorheriger Meldung möglich. Zum Schluss gingen die Judoka der Wettkampfklasse 1 an den Start. Hier war die rasante Entwicklung, die das ID-Judo in den letzten Jahren genommen hat, sehr gut zu beobachten. Schnelligkeit, Bewegungsdynamik und Wurfausführungen unterscheiden sich auf diesem Level kaum noch vom allgemeinen Wettkampf-Judo. Außerdem waren mit Victoria Breidenstein, Stefanie Knopp und Andrea Kuhne drei frisch gebackene ID-Europameister der letzten Titelkämpfe von 2019 am Start.

Am Ende, nach einer fünfstündigen Wettkampfzeit, gab es dieses Mal eindeutige Entscheidungen. Bei den Frauen verteidigte der Ausrichter, die DJK Dülmen, den im Vorjahr errungenen Meistertitel mit klarem Vorsprung vor Budokan Hünxe und Bayer Leverkusen. Noch eindeutiger der Sieg bei den Männern: Hier konnte Budokan Hünxe ebenfalls die im Vorjahr gewonnene Meisterschaft souverän gegenüber Mifune Hückeswagen und BC Mühlheim verteidigen.

Im nächsten Jahr wird die offene Landes-Mannschaftsmeisterschaft am 16. Januar 2021 wiederum in der Buldener Großsporthalle durchgeführt.

Hier gibt es die Ergebnislisten zum Download.

Artikel und Foto: Wolfgang Janko (Koordinator Judo Special Olympics NRW)



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