12.10.2020 14:39 Uhr

Weltspielekomitee: Special Olympics World Games in Berlin als Vorbild für künftige Sportveranstaltungen

Am 8. Oktober 2020 tagte zum zweiten Mal das Weltspielekomitee, das

wichtigste Beratungsgremium der Special Olympics World Games 2023 in Berlin. Die Sitzung fand

unter Leitung von SOD-Präsidentin Christiane Krajewski per Videokonferenz statt.

Dr. Markus Kerber, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, betonte die Bedeutung der Spiele mit Blick auf die im Koalitionsvertrag verankerte Nationale Strategie für Sportgroßveranstaltungen: „Die Special Olympics World Games 2023 in Berlin werden eine vorbildhafte Leuchtturm-Veranstaltung, die Begeisterung weckt und in die Welt hinaus strahlt. Die Spiele sind ein wichtiger Höhepunkt der Nationalen Strategie für Sportgroßveranstaltungen, mit der die Akzeptanz in der Bevölkerung für größere Sportevents in Deutschland wieder erhöht werden soll.“

Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport der Berliner Senatsverwaltung, verwies auf den Vorbildcharakter der Spiele: „Wir freuen uns auf die Special Olympics World Games Berlin 2023 in der Sportmetropole Berlin. Ihr Beitrag für das gesellschaftliche und soziale Miteinander für Menschen mit und ohne Behinderung ist unschätzbar. Wir werden mit dieser wunderbaren Veranstaltung ein Zeichen für eine vielfältige Gesellschaft setzen und das Bewusstsein für Inklusion stärken.“

Neben den Redebeiträgen zur Bedeutung der Spiele seitens des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat sowie des Berliner Senats, als den wichtigsten Unterstützern der Special Olympics World Games, berichteten CEO Sven Albrecht und COO Carsten Kranz für das Local Organizing Committee (LOC) über den aktuellen Vorbereitungsstand.

Außerdem gab es Vorträge von der Bundesärztekammer, dem Deutschen Städtetag sowie von Athletensprechern, die Unterstützung durch die ehemaligen Spitzensportler Katarina Witt, Frank Busemann und Philipp Lahm erhielten.

Getreu dem Motto „Von Athleten, für Athleten“ trug Dennis Mellentin, Athletensprecher für Special Olympics Berlin/Brandenburg, die Erfolgsfaktoren der Veranstaltung aus Sicht der Sportlerinnen und Sportler vor: „Uns Athleten ist es wichtig, dass wir durch die Spiele in Berlin mehr wahrgenommen werden und Anerkennung für unseren Sport erhalten. Menschen mit geistiger Behinderung sollen an jedem Zeitpunkt in die Organisation und Durchführung mit eingebunden sein.“

Mark Solomeyer, nationaler Athletensprecher von Special Olympics Deutschland, fügte hinzu: „Leichte Sprache ist so wichtig und zwar in allen Bereichen. Nur so können wir Athleten an jedem Punkt wirklich teilhaben.“

Als entscheidendes Instrument wurde bei der Sitzung von allen Beteiligten das Projekt „170 Nationen – 170 inklusive Kommunen“ identifiziert. Darin werden die teilnehmenden internationalen Delegationen eine Woche vor der Eröffnungsfeier der Special Olympics World Games von Städten und Gemeinden in ganz Deutschland empfangen.

Klaus Hebborn vom Deutschen Städtetag, Leiter des Dezernats Bildung, Kultur, Sport und Gleichstellung, teilte seine Eindrücke aus bisherigen Gesprächen mit den Kommunen mit: „Wir sind uns sicher, dass wir die 170 Kommunen ohne Probleme erreichen. Und das ist entscheidend, da die Umsetzung von Inklusion nur im Nahbereich, also in den Kommunen, passieren kann.“

Abgerundet wurde die Sitzung von der Einschätzung des Präsidenten der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt: „Aktuell sind Sportgroßveranstaltungen nur unter Einhaltung strenger Regularien denkbar. Ich bin zuversichtlich, dass angesichts der enormen internationalen Anstrengung ein wirksamer und verträglicher Impfstoff bis zum Sommer 2021 verfügbar ist.“

Die dritte Sitzung des Weltspielekomitees wird im März 2021 stattfinden.


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