03.12.2021 14:09 Uhr

SOD und DSV: Gemeinsam Barrieren abbauen

Unter dem Motto des Miteinanders im Sport haben die Abteilung Wettkampfsport Schwimmen im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) und Special Olympics Deutschland eine Kooperation vereinbart, um die Zusammenarbeit zwischen beiden Fachverbänden zu intensivieren und es Menschen mit geistiger Behinderung zu ermöglichen, den Schwimmsport noch besser als bisher ausüben zu können.

Vertragsunterzeichnung SOD-DSV mit Tjark Schroeder, Abteilungsleiter Wettkampfsport Schwimmen im DSV, Ruth Niehaus SOD-Koordinatorin Schwimmen und Tom Hauthal, Direktor Sport & Bildung bei SOD. Foto: DSV

Vertragsunterzeichnung SOD-DSV mit Tjark Schroeder, Abteilungsleiter Wettkampfsport Schwimmen im DSV, Ruth Niehaus SOD-Koordinatorin Schwimmen und Tom Hauthal, Direktor Sport & Bildung bei SOD. Foto: DSV

In Zukunft sollen Aktive aus beiden Verbänden bei den Wettkämpfen des jeweils anderen Verbandes starten dürfen, das gilt insbesondere für Bundeskaderathlet*innen oder für internationale Wettkämpfe nominierte Sportler*innen. Für den Bereich des DSV betrifft dies vor allem die Deutschen Freiwassermeisterschaften sowie alle Masters-Meisterschaften auf Bundesebene.

Sportler*innen ohne Behinderung können bei Special Olympics im Rahmen des Special Olympics Unified Sports in die offiziellen Wettbewerbsstrukturen eingebunden werden, bei dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam aktiv sind.

Der DSV unterstützt Special Olympics Deutschland außerdem bei der Organisation und Durchführung internationaler, nationaler und regionaler Wettbewerbe. Darüber hinaus sollen Trainer*innen und Kampfrichter*innen beider Verbände künftig an den Aus- und Fortbildungsmaßnahmen des Kooperationspartners unter Beachtung der Ausschreibungsbedingungen teilnehmen können.

„Gemeinsam wollen wir Barrieren abbauen und den Schwimmsport für Menschen mit und ohne Behinderung weiter voranbringen“, betont Tjark Schroeder, Abteilungsleiter Wettkampfsport Schwimmen im Deutschen Schwimm-Verband. „Inklusion ist in unserer Gesellschaft und auch im Schwimmsport ein wichtiges Thema. Als DSV ist es unser Bestreben, allen Menschen das Schwimmen zu ermöglichen, ganz egal, ob sie eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung haben oder nicht.“
Tom Hauthal, Direktor Sport & Bildung bei SOD, erklärt: „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schwimm-Verband. Durch diese neue Partnerschaft können wir den Schwimmsport bei Special Olympics Deutschland weiter professionalisieren und für mehr Inklusion in unserer Gesellschaft sorgen.“

Speziell mit Blick auf die Special Olympics World Games 2023 in Berlin wurde zudem vereinbart, dass der DSV dort bei der Organisation und Durchführung der Wettbewerbe aktiv mitwirkt und den Organisator*innen mit seiner Expertise beratend und unterstützend zur Verfügung steht. Bei dem Event handelt es sich um die weltweit größte und bedeutendste inklusive Sportveranstaltung. An neun Wettbewerbstagen begegnen sich 7.000 Athlet*innen, 3.000 Trainer*innen und Betreuende sowie 3.500 Offizielle und bis zu 12.000 Familienmitglieder.

Über den DSV:
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) vereint unter seinem Dach die vier olympischen Kernsportarten Schwimmen, Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen. Gleichzeitig engagiert er sich maßgeblich im Bereich Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport und zählt zu den Schwergewichten im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Bundesweit gehören ihm heute über 520.000 Menschen in knapp 2.200 Vereinen an. Neben der Leistungssportförderung setzt sich der DSV für den Erhalt, Neu- oder Ausbau sowie die Sanierung kommunaler und staatlicher Trainings- und Wettkampfstätten ein. Der DSV ist als Fachverband des Schwimmsports der Kompetenzträger, der das Schwimmen vom Kleinkind bis ins hohe Alter anbietet und ermöglicht.

(DSV/SOD)



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