Editorial

Dieser ereignisreiche Monat März 2017 wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Unmittelbar hintereinander fanden unser Nationalen Winterspiele in Willingen und die Weltwinterspiele in Österreich statt.

Beide Veranstaltungen haben wieder demonstriert, welch' großartige Leistungen unsere Athletinnen und Athleten zeigen können. Wir haben gesehen, dass Menschen über sich hinauswachsen, persönliche Bestleistungen erzielen und dafür große Anerkennung erfahren. Ebenso beeindruckend war es in Österreich mitzuerleben, wie souverän und selbstbewusst sich die Athletinnen und Athleten als Repräsentanten des deutschen Sports verhalten.

Solche Großereignisse sind Höhepunkte mit großer Ausstrahlung, und dennoch machen sie uns auch deutlich, dass wir in unserem Kernbereich des Sports noch mehr tun müssen. Wir brauchen mehr und regelmäßigere Angebote, wir müssen mehr Trainer erreichen und mehr Fortbildungen anbieten.

Noch haben viel zu wenige Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit, regelmäßig Sport zu treiben - nicht zu reden davon, dass sie frei wählen könnten, wann, wo, wie und mit wem sie ihren gewünschten Sport ausüben. Diesen Zustand langfristig zu verändern, ist unsere Alltagsaufgabe, daran werden wir weiter intensiv arbeiten.

Dafür bilden die Großveranstaltungen in besonderer Weise die Chance, Kontakte zu knüpfen und neue Menschen für Special Olympics zu gewinnen. In Willingen haben wir solche Beispiele erlebt - auf Verbandsebene, indem wir mit drei Wintersportverbänden unter dem Dach Dein Winter. Dein Sport. künftig zusammenarbeiten. Und bei Trainern des Skiverbandes, die sich bedankt haben, dass sie diese Erfahrungen der Begegnung mit Athletinnen und Athleten machen durften und sich künftig im inklusiven Sport engagieren werden.

Bei der großen sportlichen Entwicklung der letzten Jahre dürfen wir den Kern und das Besondere unserer Veranstaltungen nie verlieren: Das Miteinander, die Freude mit und für den Anderen, der Stolz auf die individuelle Leistung und die Fairness gegenüber allen anderen Athleten. Das ist "typisch  Special Olympics" und macht unsere Veranstaltungen so anziehend. So war das meist gebrauchte Wort unserer Gäste und Partner, der Helfer und Unterstützer und der Besucher bei beiden Veranstaltungen - "begeistert"...

Bei den Weltspielen in Österreich - die ausgezeichnet organisiert waren und Maßstäbe gesetzt haben - hat sich gezeigt, welche Chancen und welche große Öffentlichkeit die Weltspiele für ein Land bringen. Das würde Deutschland in der Zukunft ebenfalls gut tun! Und so setzen wir uns damit auseinander, Weltspiele in Deutschland auszurichten. 

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