Editorial

Thomas Gindra, Vizepräsident Sportentwicklung (Foto: SOD/Juri Reetz)
(Foto: Juri Reetz)

Von Thomas Gindra, Vizepräsident Sportentwicklung von Special Olympics Deutschland

…14. Mai 2018, dieses Datum werden viele Menschen in und um Kiel, sowie im gesamten Bundesgebiet, ganz dick in ihrem Kalendern unterstrichen haben.

Dann ist es endlich soweit und am Abend des 14. Mai werden für rund 4.600 Athletinnen und Athleten, Trainer, Betreuer, Familien und Helferinnen und Helfer die Nationalen Spiele 2018 in Kiel feierlich eröffnet werden.

Allein 1.100 Athletinnen, Athleten und Partner in 16 der 19 Sportarten werden in Special Olympics Unified-Wettbewerben in Kiel an den Start gehen, was nicht nur ein großes Wachstum im Vergleich zu den letzten Nationalen Spielen 2016 in Hannover bedeutet, sondern vielmehr auch einen immensen gesellschaftspolitischen Beitrag zur Inklusion in unserem Land leistet.

Nimmt man noch die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer dazu, die den Athletinnen und Athleten zur Seite stehen, so sind die Nationalen Spiele in Kiel mit großer Wahrscheinlichkeit das größte inklusive Ereignis in Deutschland im Jahr 2018.

Auch der organisierte Sport leistet einen großen Beitrag zum Gelingen der Spiele, indem der Landessportverband Schleswig-Holstein mit seinen Sport-Fachverbänden die meisten Sportarten in organisatorischen Fragen und meist auch personell unterstützt.

Die Nationalen Spiele in Kiel haben auch internationale Bedeutung, denn sie sind der „Qualifikationswettbewerb“ für alle Athletinnen und Athleten, die im nächsten Jahr der Delegation von Special Olympics Deutschland (SOD) bei den Weltspielen in Abu Dhabi angehören wollen.

Kiel 2018 bedeutet für SOD aber auch den „Aufbruch zu neuen Ufern“ und dies liegt nicht an der geographischen Lage der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein. Aufbruch – das hat damit zu tun, dass wir uns mit der Stadt Berlin im Bewerbungsprozess um die Weltspiele 2023 befinden. Aufbruch zu neuen Ufern bedeutet auch, dass sich mit Beendigung der Special Olympics Kiel 2018 der Rhythmuswechsel vollzieht, so dass fortan die Nationalen Spiele alle vier Jahre stattfinden (bei einem zweijährigen Wechsel von Sommer- und Winterspielen).

Dieser Rhythmuswechsel wurde seit langer Zeit in der gesamten Special Olympics Familie diskutiert und ausführlich mit und in allen Gremien des Verbandes, sowie mit den Partnern von SOD, abgestimmt, was zu einer breiten Zustimmung für diesen Wechsel führte.

Einer der wesentlichen Aspekte dabei ist die zukünftige Schwerpunktsetzung für eine Entwicklung der Landesverbände und deren Regionen. Die Athletinnen und Athleten sollen möglichst „vor ihrer Haustür“ Trainings- und Wettbewerbsangebote vorfinden, die ihnen eine freie Wahlmöglichkeit gestatten, wann und wo sie ihren Sport ausüben möchten.

Ich wünsche mir jedenfalls, dass wir in vier Jahren vor den nächsten Nationalen Spielen an dieser Stelle von einer rasanten Entwicklung der Sportangebote für unsere Athletinnen und Athleten auf regionaler Ebene berichten könnten.

Mit sportlichen Grüßen

Ihr Thomas Gindra
SOD-Vizepräsident Sport

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