Gastkommentar

(Foto: SOD/Sascha Klahn)
(Foto: SOD/Sascha Klahn)

Von Hans-Jakob Tiessen, Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein

Der Landesportverband Schleswig-Holstein (LSV) hat sich sehr gefreut, als Kiel im Februar 2017 den Zuschlag als Ausrichterstadt für die Nationalen Spiele der Special Olympics 2018 erhielt. Denn seit Jahren treten wir durch vielfältige Aktivitäten für eine Stärkung der Inklusion im und durch Sport ein. Wir sehen deshalb in der Ausrichtung der Special Olympics Kiel 2018 in unserer Landeshauptstadt Kiel eine große Chance für eine nachhaltige Entwicklung des inklusiven Sports in ganz Schleswig-Holstein – auch über die Spiele im Mai 2018 hinaus. Wir erhoffen uns von dieser richtungsweisenden Veranstaltung weitere wertvolle Impulse für den Ausbau von Inklusionsangeboten im organisierten Sport in unserem Land.

Gemeinsam mit seinen Vereinen und Verbänden unterstützt der Landessportverband die Special Olympics in Kiel auf vielfältige Art und Weise. Dazu gehören zum Beispiel die Unterstützung mit Helfern, Kampf- und Schiedsrichtern und Sportgeräten ebenso wie die Mitgestaltung von zentralen Veranstaltungen. Wir sehen es als wichtige Aufgabe an, die vielen im organisierten Sport Schleswig-Holsteins engagierten Akteure zu informieren und auch zu motivieren, sich dem Zukunftsthema Inklusion im Sport noch weiter zu öffnen. Dazu wird die einzigartige und ganz besondere Stimmung an den Wettkampfstätten und in der ganzen Stadt einen großen Teil beitragen.

Mit der öffentlichkeitswirksamen Verleihung des „Vereins-Zukunftspreises“ des Landessportverbandes und des Freizeit- und Familienparks HANSA-PARK an zehn Sportvereine, die sich in herausragender Weise im Bereich Inklusion engagieren, macht der LSV im Rahmen der Special Olympics darüber hinaus sichtbar, wie Inklusion in der Praxis gelingen kann und in den Sportvereinen erfolgreich umgesetzt wird.

Der Inklusionsprozess braucht Zeit und starke „Kümmerer“. Wir sehen es deshalb als entscheidend an, die Zusammenarbeit mit Special Olympics sowie mit allen weiteren Partnern der vom LSV initiierten landesweiten Steuerungsgruppe „Inklusion im und durch Sport“ fortzusetzen und weiterzuentwickeln. Um zu überprüfen, ob die Spiele in Kiel auch nachhaltig Wirkung auf die Inklusionsaktivitäten unserer Vereine und Verbände und auf die gesellschaftliche Wahrnehmung des Themas Inklusion erzeugt haben, planen wir schon jetzt eine gemeinsame Veranstaltung „Special Olympics Kiel – ein Jahr danach“ für den Mai 2019. Dabei wollen wir uns kritisch mit den Entwicklungen und Fortschritten im Nachgang der Nationalen Spiele auseinandersetzen und die Fragen der Nachhaltigkeit beleuchten.

Wir wünschen allen Sportlerinnen und Sportlern der Special Olympics in Kiel, ebenso wie allen hoffentlich zahlreich erscheinenden Zuschauern und Gästen aus nah und fern ein unvergessliches Sportgroßereignis mit spannenden Begegnungen, neuen Erfahrungen und vielen erinnerungswürdigen Momenten.

Hans-Jakob Tiessen
Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein e.V.

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