Editorial

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Von Brigitte Lehnert, Erste Vizepräsidentin SOD

Partnerschaften mit dem gemeinsamen Ziel Inklusion

Der Anlass, sich in diesem Newsletter einige Gedanken zum Thema Partnerschaften zu machen, ist erfreulich: Der KKH-Lauf 2019 erbrachte eine beträchtliche Spendensumme für SOD und ermöglichte viele Begegnungen, gemeinsame Lauf-Erlebnissen - und auch manchen Sichtwechsel.

Die von Dr. Matz beschriebene Motivation der KKH, sich für Special Olympics zu engagieren, ähnelt denen anderer Partner und Förderer, die etwas tun wollen für Inklusion. Sie unterstützen Entwicklungen, die Menschen mit geistiger Behinderung in die Mitte der Gesellschaft holen und ihnen Sport und Gesundheitsvorsorge wie allen anderen Menschen ermöglichen wollen.

Es hat gerade auch für Förderer Gründe gesellschaftlicher Dimension, SOD zu unterstützen. Ein Beispiel ist das jetzt gestartete und hier im Newsletter auch beschriebene Großprojekt „Wir gehören dazu – Menschen mit geistiger Behinderung im Sportverein“. Gefördert von der Aktion Mensch Stiftung, geht es um die Öffnung der Sportvereine für Menschen mit Behinderung – letztlich um Entwicklungsschritte hin zu einer inklusiven Gesellschaft.

Die uns unterstützenden Ministerien BMI, BMAS und BMG zielen in der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ebenfalls auf Projekte und Entwicklungen zum Thema Inklusion.

Diversität, Selbstbestimmung, soziales Miteinander sind weitere Themen, die zunehmend förderwürdig und der Unterstützung wert erscheinen. Menschen, die sich in diesen Bereichen engagieren, agieren auch im Berufsleben und in ihrem Umfeld sozial und offen. Eine wichtige Motivation zum Beispiel für das Corporate Volunteering, seit vielen Jahren mit großartigem Engagement von unseren Premium Partnern ABB, Würth und s.Oliver praktiziert.

Das Thema Gesundheit hat in unserer Organisation in den letzten Jahren sehr an Bedeutung gewonnen, auch das entspricht einem Trend in der Gesellschaft. Was in jüngster Vergangenheit an positiven Veränderungen für Menschen mit geistiger Behinderung erreicht wurde, ist auch den Gesundheitsprogrammen von SOD und den – vom BMG und Partnern wie der Mars Wrigley Foundation unterstützten – Gesundheitsprojekten zu verdanken.

Ebenso ist Bildung als wesentlicher Schlüssel für Inklusion ein Schwerpunkt in unserem Verband, hier hat die SOD Akademie mit der Unterstützung von Sport Thieme in den letzten Jahren u.a. eine Vielzahl von Fortbildungsangeboten entwickelt und ist gut vernetzt mit Universitäten, Hoch- und Fachschulen.

So sind Partnerschaften und Netzwerke um und mit uns entstanden, die das gemeinsame Ziel Inklusion anstreben. Coca-Cola Deutschland mit dem Laufprojekt „Gemeinsam läuft’s besser“ oder der neu gewonnene Partner ERIMA setzen in diesem Kontext auch auf die positive Ausstrahlung der Special Olympics Community.

Manche unserer Partnerschaften gehen weit über die ursprüngliche finanzielle Unterstützung hinaus, reichen bis hin zu gemeinsamen Ideen und Projekten inhaltlicher und strategischer Ausrichtung. Unser Ausschuss Marketing oder die jährlichen Workshops mit Premium Partner ABB sind Beispiele dafür.

Wir freuen uns, dass wir von Partnern, Förderern und Unterstützern als kompetente, engagierte und treibende Kraft in Sachen Inklusion wahrgenommen werden. Dass wir als Spitzenverband im DOSB und mit den Weltspielen 2023 eine neue Positionierung im Sport und in der Öffentlichkeit erreicht haben, verstärkt diese Wahrnehmung noch.

Dennoch entspricht die finanzielle Ausstattung in einigen unserer Landesverbände noch keineswegs der intensiven Arbeit, die vor Ort geleistet wird. Es bedarf großer Anstrengungen und auch weiterer Partner und Unterstützer in den Bundesländern, um den gewachsenen Anforderungen der kommenden Jahre gerecht werden zu können.

Es ist bei all den guten Gründen keineswegs selbstverständlich und von vielen Faktoren abhängig, sich als Partner oder Unterstützer dauerhaft zu engagieren. Deshalb sei hier einmal mehr allen unseren Partnern, Förderern und Unterstützern, die uns auf unserem Weg begleiten, herzlich gedankt!

Das nächste Highlight auf nationaler Ebene sind die Winterspiele in Berchtesgaden Anfang März 2020. Von Beginn an haben wir aus guter Erfahrung heraus gemeinsam mit der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT), der Gemeinde sowie dem Berchtesgadener Land ein unterstützendes Netzwerk aufgebaut. Dem im Juni berufenen Kuratorium gehören Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport, Vereinen und Medien an. Sie wollen nicht nur zum Gelingen der Veranstaltung beitragen, sondern durch ihre Vernetzung vor Ort von Beginn an auf Nachhaltigkeit orientieren.

Das ist der richtige Ansatz, ganz in unserem Sinne. So werden wir es in den kommenden Jahren, gemeinsam mit unseren langjährigen und hoffentlich neuen Partnern, auch bei der Vorbereitung der Weltspiele handhaben. Darüber wollen wir gemeinsam mit euch und Ihnen in den Regionalkonferenzen im September beraten und Ideen entwickeln.

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