Gastkommentar

KKH und SOD: Gemeinsam Gesundheit und Solidarität fördern

Von Dr. Wolfgang Matz, Vorstandsvorsitzender der KKH Kaufmännische Krankenkasse

Seit sechzehn Jahren veranstalten wir deutschlandweit unseren KKH-Lauf. Unter dem Motto ‚Miteinander nicht gegeneinander laufen‘ möchten wir vermitteln, wie viel Spaß gesundheitsfördernde Bewegung macht, wie gut sie tut und wie sie das Miteinander fördert. Wer schon einmal daran teilgenommen hat, wird sich an viele strahlende Gesichter kleiner und großer Hobbysportler erinnern. Pure Lebensfreude habe ich auch bei den 26 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung von Special Olympics Deutschland (SOD) beobachtet ‒ darunter Medaillengewinner der Special Olympics World Games 2019 in Abu Dhabi -, die bei unserem diesjährigen Laufevent in Hannover an den Start gegangen sind. Als sehr bereichernd habe ich das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung empfunden.

Seit der KKH-Lauf aus der Taufe gehoben wurde, verfolgt er neben dem Präventionsgedanken auch einen sozialen Zweck. So gehen alle Einnahmen aus Startgeldern und Spenden an gemeinnützige Organisationen und damit an Mitmenschen, die Unterstützung benötigen. In diesem Jahr erhält erstmals Special Olympics Deutschland die Spendensumme. Rund 95.000 Euro sind zusammengekommen. Das freut uns riesig.

Der wesentliche Verbindungsschlüssel von SOD und der KKH Kaufmännische Krankenkasse ist neben dem gesellschaftlichen Engagement die Bewegung. Sie ist lebensnotwendig – für eine bessere Gesundheit, mehr Fitness, Wohlempfinden und eine höhere Lebensqualität. Und durch die Freisetzung von Endorphinen macht Bewegung vor allem eines: glücklich!

Kraftgebende Glücksmomente schaffen ‒ das spiegelt die Arbeit von SOD in vorbildlicher Weise wider, die sich für die Inklusion von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung einsetzt. Über den Sport erhalten rund 40.000 Athleten die Chance, Selbstbewusstsein zu entwickeln, Anerkennung zu erfahren und gesellschaftlich eingebunden zu sein. Damit stellt die Sportorganisation einen bedeutenden Pfeiler in unserer Gesellschaft dar. Mit ihrer Inklusionsbewegung, darunter dem Baustein des gemeinsamen Sporttreibens von Menschen mit und ohne Behinderung, werden zudem Barrieren im täglichen Umgang miteinander abgebaut und damit wertvolle Lerneffekte für alle erzielt.

Exemplarisch für die wichtige Arbeit der Sportbewegung ist das bemerkenswerte Projekt „Gemeinsam stark für unsere Gesundheit“ von Special Olympics Niedersachsen. Dabei werden Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen zu Gesundheitslotsen ausgebildet. In dieser Funktion stehen sie anderen Menschen in ihrem Lebensumfeld in Gesundheitsfragen unterstützend zur Seite und können sie so motivieren. Dadurch wird der Solidargedanke in ganz besonderer Weise gelebt.

Für die KKH ein Projekt mit außergewöhnlicher Strahlkraft, das wir für drei Jahre sehr gern fördern. Denn die Solidarität, das Einstehen der Menschen füreinander und der Gemeinschaft für den Einzelnen, ist für uns als gesetzliche Krankenversicherung selbstverständlich.

Nach diesem gemeinsamen erfolgreichen Jahr freuen wir uns auf die weitere Kooperation mit Special Olympics Deutschland, bei der die Gesundheitsförderung und der Solidargedanke Hand in Hand gehen.

Ihr Dr. Wolfgang Matz
Vorsitzender des Vorstandes der KKH Kaufmännische Krankenkasse

© Special Olympics Deutschland e.V.   |   Website von Kombinat Berlin