Jahresrückblick SO Hessen

Bild: SO Hessen

Auch dieses Jahr hatte es in sich. Und es hört leider so auf, wie es angefangen hat: Mit Covid, das unser Leben weitgehend bestimmt. Unsere Ziele, das, wofür wir arbeiten, verlieren wir aber auch in der Pandemie nicht aus den Augen – das hat dieses Jahr wieder gezeigt. Und damit trotzen wir der Pandemie doch zumindest ein bisschen. So war auch dieses Jahr eine unfreiwillige Trainingseinheit in Geduld. Mit kleinen Atempausen voller Hoffnung. Aber es ist und war auch in diesem Jahr wieder erstaunlich, was trotz der Einschränkungen durch die Pandemie alles möglich war. Weil wir alle nach vorne schauen – und dafür arbeiten, dass diese nahen und fernen Ziele erreicht werden. 

Und deshalb haben wir geplant, entwickelt, neue Projekte aufgelegt, um Unterstützung für unsere Arbeit geworben, damit dann, wenn der Sport wieder ohne Einschränkungen möglich ist, wir schon in den Startlöchern stehen. Und wir haben uns an jeder Veranstaltung, bei der es möglich war, mit einem Sportangebot beteiligt, um die Corona-Verschnaufpause im Sommer zu nutzen. Wie bei der Eröffnung des Darmstädter Nordbads, dem dezentralen Sport- und Spielfest in Darmstadt, bei den Special Hockey-Tagen in Hanau, beim Familiensportfest in Frankfurt im Rahmen der Europäischen Woche des Sports, beim Sportabzeichen-Tag in Hünfeld, beim großen Jubiläumsfest der Werraland-Werkstätten mit 130 Athlet*innen und der Europäischen Basketballwoche mit dem BC Pharmaserv Marburg. Wir haben neue Kontakte zu Unternehmen geknüpft, die nicht nur ihre Mitarbeitenden als Volunteers zu unseren Veranstaltungen entsenden, sondern auch ihr Unternehmen für die Inklusion am Arbeitsplatz und andere Initiativen öffnen wollen. Die erkannt haben, dass die Zeit reif ist für eine offene Gesellschaft und ein echtes Miteinander.  

Für die ermutigende und beständige finanzielle Unterstützung unserer Arbeit durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport sind wir außerordentlich dankbar. Sie hat sich in diesem Jahr sogar noch um die Stelle für das Projekt „170 Nationen – 170 inklusive Kommunen“ erweitert, so dass wir aus diesem Projekt, das Inklusion in die Kommunen und damit flächendeckend in unser Bundesland bringt, viel herausholen können. Die Bedeutung des Projektes hat ein weiteres Ministerium erkannt, mit dem wir die Möglichkeiten der Unterstützung gerade ausloten. Durch dieses Projekt - auch das eine Entwicklung, die uns ungeheuer freut - haben uns bereits mehrere Kommunen angeboten, künftig unsere Landesspiele auszurichten. Und wir spüren ein großes Interesse an unserer Arbeit, eine große Neugier. So konnten wir die Stelle der Gesundheitsbeauftragten neu besetzen. Außerdem haben wir ein neu gewähltes Präsidium, das mit frischer Kraft, Erfahrung und Expertise die Herausforderungen annimmt, die vor uns liegen. All diese neuen Gesichter bringen neue Ideen mit!     

Das Schönste in diesem Jahr war, dass wir uns alle gesund und munter wiedergesehen haben. Beim Sport, aber auch bei der Vorstellung von SOHE bei Hilton, die wir mit einem Interview mit unserem Athletensprecher Klaus Justmann ergänzt haben. Der Austausch bei digitalen Athleteninterviews oder im Athletenrat. Es war eine besondere Freude, vielleicht auch, weil sie immer noch viel zu selten ist. 

Deshalb hoffen wir, dass im nächsten Jahr die Bedingungen so sind, dass wir gemeinsam Sport machen können. Es gibt – auch sozial - so viel nachzuholen. Wir wünschen uns natürlich, dass unsere Landesspiele in Darmstadt im Mai stattfinden können. Denn wir haben sie als offene, bunte Spiele angesetzt. Wir hoffen, dass auch die Nationalen Spiele stattfinden können, für die sich 225 hessische Athlet*innenangemeldet haben. Dass damit wieder die Entwicklung hin zu den Weltspielen angestoßen wird, deren Spirit und Schwung auch in Hessen zu spüren sein wird. Nie waren sie so wertvoll wie heute, denn mit ihnen schaffen wir es vielleicht, Corona nicht das Feld zu überlassen, sondern das zu erhalten, was an Sport für Menschen mit Beeinträchtigung entstanden ist. 
 
So gilt unser Dank allen, die uns begleiten, die mit Engagement und Begeisterung dabei sind und so viel für unsere gemeinsame Idee tun. Es gibt so viele helfende Hände, eine so große Offenheit für unser Anliegen, eine breite politische Unterstützung. Danke. Für alles.  



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