Editorial

SOD-Präsidentin Christiane Krajewski und Athletensprecher und Vizepräsident Mark Solomeyer begrüßen die Gäste des Kaminabends im Würth Haus, einer Veranstaltung Ende Januar 2020, im Rahmen der Vertragsunterzeichnung für die Weltspiele 2023. Foto: SOD/Juri Reetz
SOD-Präsidentin Christiane Krajewski und Athletensprecher und Vizepräsident Mark Solomeyer begrüßen die Gäste des Kaminabends im Würth Haus, einer Veranstaltung Ende Januar 2020, im Rahmen der Vertragsunterzeichnung für die Weltspiele 2023. Foto: SOD/Juri Reetz

Von Christiane Krajewski, Präsidentin Special Olympics Deutschland, und Mark Solomeyer, Athletensprecher und Vizepräsident 

Resümee einer bewegten und bewegenden Woche

In der vorigen Woche, am 30. Januar 2020, haben wir im Schloss Bellevue den Vertrag für die Special Olympics World Games Berlin 2023 mit Tim Shriver, dem Präsidentin von Special Olympics International und Nyasha Derera, Global Messenger von SOI, unterschrieben.

Im Beisein des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender und in Anwesenheit von 60 Athletensprecherinnen und Athletensprechern war das nicht nur ein wichtiges, sondern auch ein emotionales Ereignis. Seit knapp fünf Jahren arbeitet SOD an der Realisierung der Weltspiele in Deutschland – und jetzt ist es mit unterschriebenem Vertrag ganz offiziell: Wir sind Gastgeber der Weltspiele 2023 und können alle Chancen wahrnehmen, die dieses Großereignis bietet. Was für ein wichtiger Tag für SOD, für uns alle!

Im Umfeld dieser Vertragsunterzeichnung gab es eine Reihe weiterer Veranstaltungen, auf die in diesem Newsletter noch einmal zurückgeblickt wird. Und was wir bei all diesen Treffen, Foren und Meetings an Zuspruch, Engagement und Begeisterung erfahren haben, lässt uns die weitere Vorbereitung der Weltspiele 2023 in Deutschland mit großer Vorfreude und Optimismus angehen!

Vielen Dank an alle Beteiligten: An die SOI-Delegation - allen voran Tim Shriver, der Special Olympics lebt und die Botschaften wie kein anderer vermitteln kann - an die Athletinnen und Athleten, die mit Selbstbewusstsein und vielen Ideen zu Gestaltern der Woche wurden, und an alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die dieses Mammutprogramm so gut vorbereitet und über die große Bühne gebracht haben! Bei den vielen Treffen, die wir meist gemeinsam mit Sven Albrecht und der SOI-Delegation wahrgenommen haben, konnten wir unsere Standpunkte und Ziele bezüglich der Weltspiele darlegen. Zudem boten Formate wie das Athleten- und Dialogforum oder auch der Abend im Würth Haus Berlin Gelegenheiten zum Brainstorming, für Austausch und Diskussion.

So wurden wir von vielen Seiten in unseren Schwerpunkten bestärkt: Wir wollen 2023 Spiele von Athleten für Athleten gestalten und sie sollen einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention leisten. Das kann uns nur gelingen, wenn wir eine breite Unterstützung erfahren – und die vergangene Woche hat gezeigt, dass wir die auch bekommen werden.

Für SOD liegt in den kommenden Jahren ein besonderer Schwerpunkt auf der kommunalen Ebene – wir wollen, dass Teilhabe im und durch Sport vor Ort realisiert werden kann. Wir wollen Deutschland bewegen. Weltspiele sind dafür ein wichtiger Motor und wir wollen die Aufmerksamkeit durch die Weltspiele nutzen, um auf und neben dem Spielfeld unsere Gesellschaft inklusiver zu gestalten.

Die Athletinnen und Athleten haben in der vergangenen Woche ganz deutlich gemacht, was sie sich von den Weltspielen in ihrem Land erwarten: Mehr Anerkennung und Akzeptanz, den Abbau von Vorurteilen, mehr Sportmöglichkeiten vor Ort, insbesondere in Sportvereinen, Schulen und Organisationen der Behindertenhilfe, eine breite Berichterstattung, Barrierefreiheit. Und, was ich – Mark – bei meiner Rede im Schloss Bellevue gesagt habe (und da hab‘ ich viel Beifall dafür bekommen): Wir Athletinnen und Athleten, wir können mit den Weltspielen zeigen, was wir können und wie wichtig auch wir für die Gesellschaft sind!

Für all das und die weitere Vorbereitung in den kommenden Jahren wünschen wir uns, dass die SOD-Familie auch weiterhin so leidenschaftlich zusammensteht – ganz nach unserem Motto „Gemeinsam stark!“

Eure

Christiane Krajewski und Mark Solomeyer 



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