Ehrenamtler vorgestellt: Jörg Dünnebier

Jörg Dünnebier ist der erste Nationale Koordinator der Sportart Tanzen, die bei SOD in diesem Jahr neu eingeführt wurde. Seit 2019 mit Special Olympics verbunden, bringt er als Inhaber eines Tanzstudios langjährige Erfahrungen aus der Arbeit mit Menschen mit Behinderung ein, u.a. mit einer Sparte Tanzen mit Menschen mit und ohne Handicap im gemeinsamen Kurs.

„Tanzen ist Lebensfreude pur - gemeinsam bewegen, Glücksgefühle bei allen Tänzerinnen und Tänzern zu wecken“ - das sagt Jörg Dünnebier auf die Frage, was für ihn den besonderen Reiz seiner Sportart ausmacht.

„Ich arbeite schon über 20 Jahre mit Menschen mit Behinderung und mir würde etwas fehlen, wenn es nicht mehr möglich wäre. Gerade bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderung spielen Emotionen eine große Rolle. Es ist eine große Herzlichkeit unter den Athletinnen und Athleten und dem Team. Manchmal ist es unbeschreiblich – einfach nur wunderbar.“

Er erinnert sich an einen besonders bewegenden Moment: „Während eines Tanzturniers im Rahmen der Nationalen Spiele von SO Österreich mussten wir Trainer unsere Athleten dem Wettkampfteam übergeben und allein lassen. In diesem Moment haben sich alle umarmt, obwohl sie Gegner waren.“ Was ihn freut, ist die Veränderung der Athletinnen und Athleten durch ihren Sport und die Wettbewerbe: "Sie werden selbstbewusster und kontaktfreudiger, lernen, sich etwas zuzutrauen. Und sie fühlen sich als anerkannter Teil der Gesellschaft – das ist leider nicht immer so."

Und was hilft ihm, dem Trainer und Ehrenamtler, um Kraft für neue Aufgaben zu tanken? „Ich freue mich, wenn meine Tänzer das Erlernte auch bei Veranstaltungen anwenden oder sogar bei Auftritten präsentieren. Dies macht mich glücklich, gibt mir Kraft und lässt mich neue Ideen entwickeln.“ Als Sportarten mag er neben dem Tanzen auch Fahrrad fahren, Fußball und Motorsport.

Seine Antwort auf die Frage „Was ist für Sie Special Olympics?“ lautet: "Special Olympics ist eine tolle Organisation – national wie international. Hier können Athletinnen und Athleten Sport treiben, sich weiterbilden und ihre Leistungen in Wettbewerben messen. Es entstehen Freundschaften und Begegnungen, die es ohne Special Olympics nicht geben würde. Ich freue mich, ein Teil von SOD zu sein. Traurig finde ich, dass die Presse nur wenig über SO Veranstaltungen und Wettkämpfe berichtet."

Und was können wir tun, damit noch mehr Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung zu Special Olympics finden? "Die Philosophie von Special Olympics mehr bekannt machen, in Einrichtungen, freien Trägern und in der Öffentlichkeit“, so Jörg Dünnebier.

Er selbst möchte die Sportart Tanzen bei Special Olympics weiter voranbringen: „Es geht darum, die wunderbare Sportart Tanzen noch mehr Athletinnen und Athleten zu ermöglichen!“



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