Athlet vorgestellt: Oliver Neddermann

Dennis Mellentin (l.) und Oliver Neddermann beim Workshop im Rahmen des Blickwinkel-Kongresses 2019 in Hamburg. Foto: Ev. Stiftung Alsterdorf/Nadine Pohle
Dennis Mellentin (l.) und Oliver Neddermann beim Workshop im Rahmen des Blickwinkel-Kongresses 2019 in Hamburg. Foto: Ev. Stiftung Alsterdorf/Nadine Pohle

Oliver Neddermann ist Athletensprecher von Special Olympics Bremen und stellv. Athletensprecher im SOD Fachausschuss Gesundheit. Der 41-jährige Fußball- und Boccia-Spieler arbeitet in einer Werkstatt im Martinshof Bremen als Reinigungskraft im Bremer Weserstadion und lebt eigenständig.

SOD fragte ihn nach seinem Sport bei Special Olympics und dem Ehrenamt als Athletensprecher.

Was bedeutet der Sport für dich?

Sport bedeutet mir viel. So kann ich fitter werden, kann mich auspowern und dabei den Kopf frei bekommen und ich habe Kontakt zu anderen.

Welchen Sport treibst Du und seit wann?

Seit Kindheit an, mit längeren Pausen, spielte ich Fußball und seit 2016 spiele ich Boccia. Außerdem walke ich seit fünf Jahren einmal wöchentlich in einer Inklusiven Walking Gruppe, bei der Lebenshilfe Bremen. Und seit dem letzten Jahr gehe ich regelmäßig ins Fitnessstudio.

Wie oft trainierst Du in der Woche?

Einmal wöchentlich habe ich mit anderen Boccia Training. Das dauert ungefähr 1,5 Stunden. Und 2-3 mal in der Woche trainiere ich insgesamt ca. 2 Stunden im Fitnessstudio.

Seit wann bist Du als Special Olympics Athlet aktiv?

Ich bin seit 2010 - Nationalen Spiele in Bremen - dabei

Kannst du dich noch an deinen ersten Special Olympics Wettbewerb erinnern? Was war das Besondere daran?

Ja, das war 2010, als ich bei den Spielen, in meiner Heimatstadt Bremen, teilgenommen habe. Ich durfte im Vorfeld die Spielstätten vorstellen. Außerdem habe ich mit meiner Mannschaft beim Fußball teilgenommen. Es war richtig cool, dabei sein zu können.

An welche Special Olympics Wettbewerbe denkst du am liebsten zurück und wieso?

Ich denke am liebsten an die Landesspiele 2017 zurück. Denn da habe ich bei meinem ersten Start im Boccia zum ersten Mal Gold geholt. Und ein Jahr später habe ich die Bronzemedaille bei den Nationalen Spielen in Kiel geholt.

Seit wann bist du Athletensprecher?

Seit 2014.

Was sind deine Aufgaben als Athletensprecher?

Ich bin Ansprechpartner der Athletinnen und Athleten, für die Aufnahme ihrer Ideen, Wünsche und Kritik. Diese gebe ich dann an den Landesvorstand weiter. Ich versuche bei der Arbeit als Athletensprecher ein sehr gutes Vorbild für unsere Athleten sein.

Warum wolltest du Athletensprecher werden?

Damit ich unsere Athletinnen und Athleten vertreten kann und daran mitarbeiten kann, eigene und ihre  Ideen umzusetzen.

Was macht dir besonders Spaß dabei?

An Siegerehrungen teilzunehmen und an die Athletinnen und Athleten ihre Medaille zu überreichen. Mich mit den Athletensprechern auszutauschen.

Was hast du als Athletensprecher schon erreicht?

Dass wir im Landesverband einen Athletenrat gegründet haben.

Hast du noch weitere Ehrenämter bei SOD? 

Ja, ich bin als stellvertretender Athletensprecher im Fachausschuss Gesundheit.

Wie hat Special Olympics dein Leben verändert?

Durch SOD habe ich gelernt wie man gesünder lebt, dass Wettbewerbe auch bei Niederlagen noch Spaß machen können und ich habe bei Nationalen Spielen meine Frau kennengelernt.

Wie machst du in der Corona-Zeit Sport?

Walking, und jetzt auch wieder Training im Fitnessstudio und Bocciatraining.

Die Athletensprecher Daniel Sträßer (Saarland, l.) und Oliver Neddermann (Bremen) beim Blickwinkel-Kongress 2019 in Hamburg. Foto: Ev. Stiftung Alsterdorf/Nadine Pohle
Die Athletensprecher Daniel Sträßer (Saarland, l.) und Oliver Neddermann (Bremen) beim Blickwinkel-Kongress 2019 in Hamburg. Foto: Ev. Stiftung Alsterdorf/Nadine Pohle

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