Ehrenamtliche vorgestellt: Nicole Greßner

Sie ist die erste Nationale Koordinatorin der bei SOD neu installierten Sportart Rhythmische Sportgymnastik: Nicole Greßner vom Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund (BTFB). Als ausgewiesene Fachfrau, erfahrene Organisatorin und Initiatorin eines bundesweit erfolgreichen RSG-Vereins will sie nun ihr Know How bei SOD einbringen

SOD fragte Nicole Greßner nach ihrer Sportart und ihren Zielen als Nationale Koordinatorin. 

Warum engagierst du dich für Special Olympics?

Ich bin seit meinem siebten Lebensjahr mit der Sportart RSG sehr verbunden. Ich liebe die Sportart sehr und habe mir einen eigenen Verein aufgebaut. Wir trainieren auch Kinder mit Beeinträchtigung in unserem Verein. Eine RSG-Trainerin unserer Turntalentschule arbeitet hauptberuflich als Inklusionserzieherin und somit sind wir mit ihr auf diesem Gebiet fachlich geschult und können Kindern mit geistiger Behinderung die Möglichkeit geben, unsere Sportart zu betreiben.

Was reizt dich an der Aufgabe?

Neue Strukturen kennenzulernen. Unsere Sportart somit bundesweit zu vernetzen und eine Plattform für alle RSG Vereine herzustellen.

Hattest du schon mit dem Sport mit Menschen mit geistiger Behinderung zu tun?

Ja seit 2010, als wir die Kinderturn-Show für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung in Berlin durchgeführt haben. Wir hatten zur damaligen Zeit eine Kooperationsvereinbarung mit der Marianne Buggenhagen Schule und ich konnte erste Erfahrungen mit Kindern sammeln, die eine geistige Behinderung hatten. Dieses Erlebnis war für meine weitere Arbeit ehrenamtlich wie auch hauptamtlich sehr wertvoll. Wir konnten somit zwei Jahre später die gleichen Kontakte und Netzwerke wieder nutzen, um Kindern mit geistiger Behinderung eine Teilnahme an der großartigen Kinderturn-Show zu ermöglichen.

Welche Erfahrungen, Initiativen gibt es im BTFB dazu?

Wir haben Module und Lehreinheiten im Aus- und Fortbildungsprogramm des Verbandes mit eingebaut. Die Vereine haben somit ausgebildete Übungsleiterinnen und Übungsleiter einsetzen können. Die Vereine signalisieren uns, dass sie dadurch Kinder mit geistiger Behinderung im Verein aufnehmen können. So dass  unsere Fachbereiche wie Turnen und RSG in Zukunft Wettkämpfe in Berlin durchführen können, für die Ausschreibungen verändert und angepasst werden.

Mit wem arbeitest du bei dem Vorhaben, die Sportart bei SOD zu entwickeln, zusammen?

Mit den RSG Vereinen ganz speziell, mit meinem Verband und allen Strukturen des BTFB, die es ermöglichen, Kinder mit geistiger Behinderung aufzunehmen. Wir werden bei SOD eine Arbeitsgruppe gründen, wo wir uns aus ganz Deutschland vernetzen werden. Es bestehen ja in Nürnberg und anderswo in Bayern schon gute Erfahrungen und diese möchten wir gern gemeinsam weiterentwickeln.

Was sind die ersten Schritte, woran arbeitest du gerade?

Eine Arbeitsgruppe zu gründen, SOD kennenzulernen und das Regelwerk RSG, das ja schon entworfen ist, anzuwenden. Möglichst im nächsten Jahr an einem Anerkennungswettbewerb teilzunehmen, denn Ziel soll es ja sein, dass die Sportart RSG im Jahr 2023 an den Weltspielen in Berlin teilnimmt. 

Was wünschst du dir für die RSG hinsichtlich der Nationalen Spiele 2022 und der Weltspiele 2023 in Berlin?

Vielleicht schon 2022 bundesweite Wettkämpfe auszuschreiben. Eine Nord- und eine Südstaffel ins Leben zu rufen. Das große Ziel für 2023: An den Weltspielen mit SOD-Aktiven an den RSG-Wettbewerben teilzunehmen.


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