Editorial

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Von Christiane Krajewski, Präsidentin Special Olympics Deutschland

Dieser zu Ende gehende Monat ist in besonderer Weise geeignet, sich mit dem Thema ehrenamtliches Engagement zu beschäftigen: SOD-Präsidiumswahlen, Klausurtagung mit dem Länderrat, die Arbeit in den Gremien mit aktiver Beteiligung von Athletinnen und Athleten …

Gerade die Selbstbestimmung und Teilhabe von Athletinnen und Athleten hat sich sehr erfreulich entwickelt, das konnten wir auch in unserem Bericht zur außerordentlichen Mitgliederversammlung feststellen. Die 70 Athletensprecherinnen und -sprecher nehmen aktiv Einfluss auf die Verbandsentwicklung, sind an Prozessen und Projekten in Vorbereitung der Weltspiele 2023 beteiligt. Das ist eine Entwicklung, über die ich mich persönlich außerordentlich freue – denn das war eines der Ziele, für die ich im Jahr 2014 als Präsidentin von SOD angetreten bin.

Wenn man sein Ehrenamt ernst nimmt, sind damit viel Arbeit und Verantwortung, aber auch große Freude und im besten Fall die Genugtuung verbunden, gemeinsam etwas bewegen zu können. So empfinde ich die Zusammenarbeit mit meinen Präsidiumskolleginnen und -kollegen.

Wir konnten uns bei den Wahlen im Juni noch einmal verstärken: Erster Vizepräsident ist nun Andreas Silbersack, bisheriger Vizepräsident. In ihren Ämtern als Vizepräsidenten bestätigt wurden Thomas Gindra, Bettina Schilling, Kerstin Tack, Prof. Dr. Manfred Wegner sowie unser Athletensprecher Mark Solomeyer. Mit den drei neuen Mitgliedern Carsten Schmidt, Melanie Bernstein und Dieter Münch kommt weitere fachliche Kompetenz und große Erfahrung in unser Gremium.

Und wir haben in unserer konstituierenden Sitzung einstimmig den Beschluss gefasst, Brigitte Lehnert in das Präsidium zu kooptieren, da wir auf ihre Kompetenz, ihre Erfahrung und ihren fachlichen Rat nicht verzichten wollen. Sie wird dem Gremium ohne Stimmrecht angehören und beratend zur Seite stehen. Ich danke ihr auch persönlich sehr für ihre Bereitschaft, sich weiterhin einzubringen. Sie hatte sich – wie Vizepräsident Hubert Hüppe auch – nach langjährigem Wirken nicht wieder zur Wahl gestellt.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand die erste gemeinsame Klausurtagung von SOD Präsidium und Länderrat statt. Im Mittelpunkt standen die gemeinsame Zusammenarbeit und gegenseitigen Erwartungen sowie die Identifikation der wichtigsten Handlungsfelder, die auf einer zweiten Sitzung im September vertiefend behandelt werden. Auch der Länderrat unter Vorsitz von Frank Diesener ist ein ehrenamtliches Gremium, die Präsidentinnen und Präsidenten der Landesverbände sind uns wichtige Partner, um Special Olympics weiter voranzubringen. Unter den besonderen Pandemie-Bedingungen der letzten eineinhalb Jahre haben wir alle von der großen Fachkompetenz und dem unermüdlichen Einsatz des Leiters der AG Corona profitiert: Prof. Dr. Burkhard Schappert, Präsident von Special Olympics Rheinland-Pfalz und stellvertretender Vorsitzender des Länderrats.

All dieses ehrenamtliche Engagement kann gar nicht hoch genug geschätzt werden, wie auch die Arbeit unserer Nationale Koordinatorinnen und Koordinatoren oder der Clinical Directors der Gesundheitsdisziplinen. Auch die erfolgreiche Tätigkeit der Fachausschüsse und Arbeitsgruppen, die gesamte Gremienarbeit von SOD, ist ohne persönliches Engagement aller Beteiligten undenkbar. Nicht zu vergessen all jene, die Basisarbeit leisten: In unseren Mitgliedsorganisationen, in Sportvereinen und den Einrichtungen der Behindertenhilfe wird viel ehrenamtliche Arbeit geleistet, um die Sportangebote vor Ort zu ermöglichen und umzusetzen.

Und es ist einmal mehr an der Zeit, Ihnen allen dafür herzlich zu danken!

In den nächsten Wochen bis zum Herbst geht es uns vor allem darum, nach der langen Corona-bedingten Pause die Athletinnen und Athleten wieder in Bewegung zu bringen. Zudem wollen wir den Strategieplan und das SOD-Leitbild nach dem breiten Beteiligungsprozess finalisieren und der Mitgliederversammlung im November zur Abstimmung vorlegen.

Ein anderer Schwerpunkt ist die weitere Umsetzung unserer Projekte zur Kommunalisierung und Schaffung inklusiver Strukturen vor Ort. Und wir arbeiten alle intensiv an der Vorbereitung der Nationalen Spiele 2022 und der Special Olympics World Games 2023. Die Weltspiele werden uns bisher nicht gekannte Chancen für Teilhabe und Inklusion eröffnen – und uns für so manche Anstrengung und die langen Tage der Vorbereitung entschädigen.

Wir vom neu gewählten Präsidium sehen uns mit all den Ehrenamtlichen, die sich für Special Olympics engagieren und den hauptamtlichen Teams gut gewappnet für die großen Herausforderungen der kommenden Jahre, die wir gemeinsam mit ihnen bewältigen wollen und werden.

Ihnen allen eine gute Sommerzeit und bleiben Sie gesund!

Ihre Christiane Krajewski


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